scheinfirma reingefallen was tun?

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5 Antworten

Ich habe leider kein rechtliches Wissen, ABER ich bin auf sowas ähnlich reingefallen und ich bin da folgendermaßen rausgekommen: Und zwar habe ich in der Fußgängerzone für ein angebliches 4-wöchiges Gratisabo unterschrieben, was danach von selbst auslaufen sollte. Einige Wochen später habe ich eine Abobestätigung erhalten für ein 14-monatiges Abo!! Natürlich pünktlich nach Ablauf der Stornofrist. Total entsetzt und verzweifelt (da arme Studentin), den Tränen nahe habe ich dort im Callcenter angerufen und die Dame hatte Mitleid mit mir und hat mir unter der Hand verraten Wie ich rauskomme. Sie meinte, ich soll sagen, dass ich keinen Durchschlag bekommen habe, damit sei der Vertrag nicht rechtsgültig (da keine Bestätigung) und somit die einzige Möglichkeit nach Ablauf der Stornofrist noch zu stornieren. Ich habe zwar einen Durchschlag bekommen, aber das kann ja keiner nachweisen. Also habe ich eine E-Mail geschrieben, dass ich keinen Durchschlag erhalten habe und daher storniere. Wurde genehmigt. Geld wurde bei mir zum Glück nicht eingezogen, da ich direkt nach Erhalt des Briefes angerufen und dann auch die E-Mail geschrieben habe.

VIEL GLÜCK!!

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kosy3 30.03.2012, 06:19

Diesen halte ich für den einzig wertvollen Tipp.

Den Gang zur Verbraucherzentrale kann man sich sparen. Ich war schon zweimal dort und werde es nie wieder tun. Zunächst einmal muss man dort für die Beratung 20€ bezahlen, damit man sein Anliegen überhaupt vorbringen kann. Dann trifft man auf jemanden, der juristisch noch weniger ausgebildet ist, als man selbst, der sagt, dass man keine Rechtsberatung erteilen dürfe und man sich an einen Anwalt wenden solle.

Den Weg zu einem Anwalt sollte man sich auch gut überlegen.

http://www.gutefrage.net/tipp/kosy-these-nr-3-der-weg-zum-anwalt-will-gut-ueberlegt-sein

Dieser will auch Geld.

Eine Klage kommt gar nicht in Frage. Denn gegen was will man in diesem Fall klagen? Einzig die Firma hätte einen Grund zu klagen, wenn sie ihr Geld nicht bekäme und nachweisen kann, dass ein rechtsgültiger Vertrag abgeschlossen wurde. Der Geschädigte ist, so lange noch nichts gezahlt wurde, die Firma, nicht der Fragesteller. Darüber hinaus kann ich aus der Schilderung des Fragestellers kein rechtswidriges Verhalten dieser Firma erkennen, das vor Gericht erfolgreich eingeklagt werden könnte. Außer man kann beweisen (!), dass man arglistig getäuscht wurde. Das kann man meist dann nicht, wenn man selbst das Abo unterschrieben hat.

Ich weiß nicht, wie viele derjenigen, die hier schreiben, "man solle klagen", selbst schon 'mal geklagt haben. Aber die Klage ist nun wirklich allerletztes Mittel, das nur dann genutzt werden sollte, wenn alle anderen versagt haben. Auch ein Richter wird wenig Verständnis dafür haben, wenn man mit einer Klage vor Gericht zieht und vorher nicht einmal die eigene Auseinandersetzung (Kündigung, Aufforderung auf Rückzahlung, Einspruch, Widerruf, Fristsetzung, etc.) gesucht hat. Er wird die Klage wohl nicht einmal zulassen.

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TETTET 30.03.2012, 09:59

ICh würde das auch mal versuchen, hätte aber noch einen grundsätzlichen Tipp: Bevor man einen Vertrag unterschreibt, sollte man den Kopf einschalten und den Vetrag lesen.

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goddesspain 30.03.2012, 13:20
@TETTET

Klar, wenn man behauptet man habe keine Widerrufsbelehrung (Durchschlag o.ä.) behalten, kann die Firma da natürlich trotzdem weiter rumzicken etc. Aber, ich habe jetzt schon öfter gehört, dass viele dieser Scheinfirmen da die Klage scheuen und in der Regel keine weiteren Zicken machen, wenn man sich auf diesem Wege wehrt. Ich glaube, die verdienen sich ihr goldenes Näschen in erster Linie mit denen, die es zähneknirschend hinnehmen (und das sind bestimmt genügend viele).

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Leider ist dieses Vorgehen schon bekannt - meine Tochter fiel auch mal auf dieses vermeintlich soziale Projekt rein. Vielleicht gelingt es Dir über die Androhung einer Klage, dass Du da vorzeitig rauskommst - denn Du hast sicher bei denen unterschrieben und im Kleingedruckten steht die Laufzeit. Am besten suchst Du die Verbraucherzentrale oder einen Anwalt auf (vielleicht bist Du ja im Rechtsschutz).

Viel Glück dafür

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Hast du etwas schriftliches bekommen, auf dem ausdrücklich eine Widerrufsbelehrung drauf steht?

Wenn ja (das Mini-Kleingedruckte), dann hast du keine Chance da raus zu kommen.

Wenn nein, dann ab zum Anwalt und klagen.

Außerdem sofort zum Verbraucherschutz und beraten lassen, was du noch machen kannst.

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Ruf doch bei der Verbraucherzentrale an und schildere dein problem, die wissen um die schwarzen schafe und wie man gegen sie vorgeht..viel glück!

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kosy3 30.03.2012, 06:02

Wie oft hast du denn schon bei der Verbraucherzentrale angerufen und über's Telefon eine Beratung erhalten?

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helmutgerke 30.03.2012, 07:56
@kosy3

@kosy3 , vermutlich wirst du auf deine Frage keine Antwort erhalten. Das ist halt hier auch bei gutefrage.net ein Problem, da haben irgendwelche was mal von Verbraucherzentrale in den Hals bekommen und schnattern das als "Empfehlung" einfach weiter, ohne dabei eigene Erfahrungen gesammelt zu haben.

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kosy3 30.03.2012, 15:11
@helmutgerke

Das stimmt. Viele leben in den Glauben, in der Verbraucherzentrale einen Fürsprecher für ihre Belange zu finden. Dabei hält sich die Verbraucherzentrale in Streitfällen sehr damit zurück, Partei zu ergreifen, so lange der Fall nicht wasserdicht ist. Auch in der Verbraucherzentrale hat man Erfahrungen mit Kunden, die - sagen wir mal - "nicht alles" erzählen, seine Erfahrungen gemacht und wurde hinterher selbst mit Klagen überhäuft. Meist ist es eben doch der Verbraucher, der sich das, was findige Juristen aufgesetzt haben und er selbst unterschrieben hat, nicht durchgelesen hat.

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Woher haben die deine kontonr? Sobald man die bei kostenlosen dingen angeben muss, sollte man stutzig werden!!!

Wende dich an die verbraucherzentrale.

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