Scheidungsvertrag machen?

10 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

klar kann man einen Vertrag machen, damit kann man oft Kosten vermeiden bei der Scheidung, wenn mal alles regelt. 

Allerdings ist hierbei zu beachten, dass einiges nicht geht. Man kann z.B. nicht auf das Trennungsjahr verzichten. Das einzuhalten ist Pflicht.

Es geht nur die umgekehrte Variante, wenn eben beide behaupten, dass das Trennungjahr bereits stattgefunden hat, zwangsweise in der gemeinsamen Wohnung (keine gemeinsame Haushaltsführung mehr, getrennte Betten). Wir haben es damals so gemacht und beide angegeben, wir wären schon länger getrennt. Das ging so durch. 

Weiterhin scheint hier der Mann ja nur die Vorteile zu haben (kein Trennungsunterhalt), während die Frau nur Nachteile hat, ein solcher Vertrag wäre sittenwidrig und ungültig. Sie sitzt dann mit der zu teuren Wohnung da und kann sie nicht bezahlen.

Man könnte nur einen Vertrag schliessen, wo man z.B. das Eigentum einigermassen gerecht aufteilen und allgemeine Regelungen treffen, auch bezüglich des Kindes. 

Weiterhin sieht es ja hier so aus, als ob von ihr Sozialleistungen bezogen werden müssten, zumindest bis zu einer Arbeitsaufnahme von Vollzeitarbeit. Und das Jobcenter wird es mit Sicherheit nicht akzeptieren, wenn man auf Unterhalt verzichtet hat, d.h. sie bekommt eine Menge Ärger wegen des Vertrages und das Jobcenter wird trotzdem Unterhalt einfordern und diesen Vertrag nicht akzeptieren. 

Hallo,

das Trennungsjahr können Sie in Deutschland nicht überspringen. Sie müssen die Trennung dokumentieren und dem Gericht so vorlegen.

Sie können eine sogenannte Scheidungsfolgenvereinbarung aufstellen lassen, in der der Verzicht auf den Zugewinnausgleich festgehalten wird. 

Da Sie erwähnen, dass Sie ein Kind haben, werden Sie hier im Falle eines Anspruchs Kindesunterhalt zahlen müssen. 

Lassen Sie sich beim aufsetzen der Scheidungsfolgenvereinbarung unbedingt von einem Rechtsanwalt vertreten. Sie können sich auch an einen Notar wenden. Allein werden Sie dies nicht unter sich ausmachen können.

  • Scheidung geht nur auf dem Amtsgericht als Familiengericht. Hier herrscht zumindest für den Antragssteller Anwaltszwang
  • Eine sofortige Scheidung ist nur in Härtefällen zulässig (z.B. bei häuslicher Gewalt), ansonsten ist das Trennungsjahr zwingend einzuhalten (hier kann man aber ein bisschen "flunkern" wenn es keine eindeutigen Beweise zum Gegenteil hin gibt).
  • Der Ausschluss des Trennungsunterhalts ist unzulässig, ganz besonders wenn die Dame dadurch aus SGB II bzw. XII (Wohngeld) Leistungen angewiesen wäre. Die Unterhaltspflicht des Noch-Ehegatten ist vorrangig vor der des Staates und lässt sich nicht umgehen.

Er soll sich einen Anwalt nehmen. Wenn alles einvernehmlich läuft um so besser.

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