Scheidung rechte Unterhaltspflicht?

7 Antworten

Generell ist es möglich das Trennungsjahr vorzuverlegen. Für dich würde das sogar entscheidende Vorteile bieten: du bist Mieter der Wohnung und setzt ihr eine angemessene Frist für den Auszug nach der Scheidung. Während des Trennungsjahres wird sie in der Wohnung verbleiben dürfen, da man auch getrennt wirtschaften kann.

Und hier genau sehe ich eigentlich das Problem: wenn sie spitz bekommt, dass die Verkürzung des Trennungsjahres für sie erhebliche Nachteile bedeuten, dann könnte sie auf die Idee kommen zu behaupten, dass du sie dazu gedrängt hast. Anhand z.B. eines gemeinsamen Kontos oder vorher noch getätigter gemeinsamer Anschaffungen, kann sie sehr schnell nachweisen, dass das Trennungsjahr keineswegs schon zu einem früher Zeitpunkt war.

Um einen Anwalt wirst du nicht umhin kommen und den solltest du auch für die Ersteinschätzung aufsuchen. Schlage ihr vor, dass ihr für die Scheidung einen Anwalt nehmt. Das kommt günstiger und er arbeitet im Grunde dennoch für dich!

Ihr seid 2 Jahre verheiratet... Nachehelicher Unterhalt tendiert damit gegen Null! Kurze Ehedauer, keine Kinder... Warum sollte man sie fürs Nichtstun bezahlen?

An deiner Stelle würde ich erstmal die tatsächliche Trennung vollziehen (wenn auch in der gemeinsamen Wohnung). Es wird nichts mehr eingekauft für sie, Konten strikt getrennt, etc.

Dann stellst du (vielleicht auch Mithilfe eines Anwaltes) eine Rechnung auf: wie hoch ist die Miete, Nebenkosten, Strom, Heizung, etc. Davon verlangst du die Hälfte! Sie müsste dann zum Amt, da sie ja nicht meint arbeiten zu können. Das erwartet, dass sie sich um den ihr zustehenden Unterhalt kümmert und so schließt sich der Kreis wieder... Du zahlst, sie muss davon dir zahlen... eine Frage deines Verdienstes, was sie dann wirklich übrig hat. Mache ihr klar, dass die Scheidung kein Ponyhof ist und sie sehr wohl nach der Scheidung arbeiten muss...

Im übrigen: die Kosten für den Anwalt hast du im Grunde schnell wieder rein, wenn du bedenkst, dass sie fürs Wohnen nun zahlen muss...

Ja, Du bist ihr unterhaltspflichtig.

Die ganze Frage, ob sie während Eurer Ehe irgendwas gezahlt hat oder nicht, spielt überhaupt keine Rolle.

Nach Ablauf des ersten Trennungsjahres muss sie aber eine Vollzeitstelle annehmen. Wenn sie behauptet, keine Stelle finden zu können, muss sie das beweisen. Sie muss dann pro Arbeitstag mindestens eine ernsthafte Bewerbung nachweisen. Nachzuweisen, dass man GAR NICHTS findet, also auch keinen Job bei Ikea, an der Tankstelle oder wo auch immer, ist freilich ziemlich schwierig.

Hallo Isa,

das ist eine echt gute Frage. Ich kann dich sehr gut verstehen, schließlich hat deine Frau finanziell wohl ziemlich von dir profitiert. Im Falle einer Scheidung solltest du dir das aber nicht mehr gefallen lassen, denke ich.

Die Rechtslage ist folgendermaßen: Verliert oder Unterhaltsberechtigte (deine Frau) ohne ihr Verschulden die Arbeit, so reicht es nicht allein, sich beim Arbeitsamt arbeitslos zu melden. Es wird vielmehr verlangt, dass der Arbeitslose monatlich etwa 20 bis 30 Bewerbungen verschickt.

Da deine Frau das offenbar nicht tut, musst du auch kein Unterhalt zahlen. Erst, wenn sie nachweisen könnte, dass sie arbeitsunfähig ist, müsstest du ihr Unterhalt zahlen. Das ist aber offenbar nicht der Fall.

Daher bist du in der stärkeren Position und kannst sie "guten Gewissens" rausschmeißen. Sie kann dir gar nicht drohen.

Alles Gute!

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Rechtswissenschaft (Jura)

solange ihr im Trennungsjahr seid also noch nicht offiziell geschieden musst du für sie Trennungsunterhalt zahlen. Erst nach der Scheidung muss sie selbst für sich sorgen

Sie meinte sie will ein Schreiben haben das wir ein Jahr schon getrennt sind, dass würde anscheinend sofort wirken und es gabe kein trennungsjahr

1
@isa2607

Das ist das beste, was Dir passieren kann, denn Du kannst Dich sofort scheiden lassen. Da Ihr keine Kinder habt, hat sie keinen Anspruch auf Unterhalt, sobald Ihr geschieden seid.

0
@Giwalato

Das wäre für mich natürlich super, sofern sie es dann auch umsetzt. Ich habe jetzt drei Jahre alles gezahlt und sie lebte kostenlos bei mir. Ich werde einen Anwalt zu Rate ziehen müssen, denn ich sehe es nicht mehr ein. Auch ob sie so bald wie möglich aus der Wohnung raus muss.

1
@isa2607

Du solltest auf jeden Fall so bald wie möglich zum Anwalt.

1

Im Falle einer Trennung wirst du Trennungsunterhalt zahlen müssen.

Nach einer Scheidung dürfte eine Unterhaltspflicht eher unwahrscheinlich sein.

Was möchtest Du wissen?