Scharfstellen bei alten Kameras?

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4 Antworten

Hallo

70er Jahre Kameras haben entweder unterschiedliche Wechselmattscheiben oder eine meist fest verbaute Kombinationsmattscheibe.

Das Kernproblem ist das eine Mattscheibe entweder für Lichtstarke Optiken gebaut ist und dann abgeblendet oder mit lichtschwachen Optiken abdunkelt oder eben für lichtschwache Optiken oder Makroarbeiten optmiert ist aber man damit nicht denn "Schärfesprung" bei lichtstarken Optiken hat.

Auch deswegen haben Profis damals meist noch generel Messsucherkameras eingesetzt und SLR nur da wo es nicht anderst ging bzw Sinn machte.

Als Kompromiss gab es meist die Universal Mattscheibe mit einem Mikroprismenbereich in der Mitte bzw einem Schnittkeilkreis.

Bei Schnittkeil im Zentrum muss das Auge auf eine Winkelminute in der Sichtachse der Optik sein weil sonst ein Keil abdunkelt.

Bei denn Rollei 35SL gab es die Made in Germany Version und die Singapore Version (Die dann zuletzt bei Photo Porst und Foto Quelle für kleines Geld verscherbelt wurden)

- Germany hatte Mikroprismen in der Mitte und einen Fresnelring drumrum
- Singapore hatte einen zentralen 45° Schnittkeilstreifen mit Mikroprismenhalbschalen

Wie die Funktionieren und wo die Grenzen sind ist eigentlich selbsterklärend, man sieht es ja.

- www.fotolehrgang.de/glossar/mikroprismenring.htm

Dioptrenkorrektur machte man mit einer handelsüblichen 1" (25,4mm) Korrekturlinse in der aufsetzbaren Gummimuschel.
Das kann man sich heute zb bei Nikon einkaufen.

In denn 70ern kamen dann Fortschritte bei Mattscheiben durch Mikrostrukturätzung auf Glas (Pentax, Olympus) oder

Mikrowabenlinsen auf Plastik (Minolta, Leica).
Rollei hat erst ab der 2000er SLR Serie High D "Beattie Intenscreen" Mattscheiben eingesetzt.
Die SL35 ist im Kern ja noch eine 60er Jahre Reflex mit einem recht dunklem Sucher (Im Vergleich zu dem was damals bei den meisten Japanern in der Preisklasse verkauft wurde war die SL35 eine dunkle Höhle selbst die Canon, Chinon, Carena, Cosina, Petri,, Billigkameras hatten einen besseren Sucher). Das war mit eine Grund warum die Rollei SLR der Ära schwer verkaufbar war und nur die Leica SL bzw R und Contax aus deutscher Produktion von Profis gekauft/eingesetzt wurde. Das ganze konnten die Käufer schon bei einem Blick durch denn Sucher erkennen. Damals kaufte keiner nach Prospektwerten sondern die Käufer konnten noch selber sehen und denken. Deswegen war die SL35 erst durch das vermarkten über Versender/Kataloge ein "Verkaufserfolg" geworden (da war Rollei schon in Konkurs). Im Fachhandel konnte jeder im Direktvergleich mit einer japanischen Reflex sehen das Rollei sich eher bei Praktika oder Exakta gruppierte. Mit aus dem selben Grund kamen auch die Rollei Mittelformat in die Kriese. Die Japaner hatten einfach die besseren Sucher für die hälfte des Preises. Rollei hat dann die teueren mikrostrukturgeätzten Hasselblad Mattscheiben verbaut (hiess dann erst mal "Hellscheibe").

Aber dann haben sich ja die billigst herstellbaren EOS Autofdoofocus aus Japan durchgesetzt.
Für Autodoofocus braucht man keine teuere Bauteile wie Pentaprisma und Mattscheibe. Auch braucht man keine Präzision mehr im Kamerabau und konnte damit billige Vollplastikkameras mit Vollplastikoptiken herstellen und teuer als Fortschritt und High Tech verkaufen.

Warte auf Sonnenschein, öffne die Blende ganz, stell auf das Motiv scharf, schließe die Blende auf F5,6/F8. und drücke ab.

Wenn Du nicht soviel Film versauen möchtest, Kauf dir eine spiegellose Systemkamera und den entsprechenden Adapter damit die Rolleiflex Objektive da dran passen. Da siehst Du schon im Livebild was Du da machst und kommst dann sicher besser mit der Rolleiflex klar.

Ich habe einen Canon 6d las Hauptkamera das mit dem Analog ist mehr ein Experimet aber danke für die Antwort. Mit meiner älteren Zenit e habe ich garkeine Probleme

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@xXSimonZz

Dann hast doch auch keinerlei Probleme die Daten von einem gelungenen Bild an der Canon direkt auf die Rollei zu übertragen. ISO steht ja auf dem Film, Blende wie gesagt F8 und Verschlusszeit übernimmst du von der Canon mit gleicher Brennweite, Blende und ISO.

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Die hatte noch keine Springblende glaube ich. Daher musst du fuers scharf stellen erst das Objektiv ganz aufblenden, also auf 2,0 oder 2,8 stellen. Dann sollte das Sucherbild hell sein und du siehst, wie die Schaerfe "wandert", wenn du den Fokusring drehst.

Danke für die Antwort. Allerdings kann ich die Blende einstellen wie ich will scharfstellen geht nicht gecheit egal ob die Blende auf f1.8 oder f16 Steht

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Erstmal ist die Frage, ob die Mattscheibe richtig eingestellt ist. Siehst du durch den Sucher alle Symbole darauf scharf?

Als nächstes sind die Entfernungszahlen auf dem Objektiv nur Näherungswerte. Genau einstellen muss man immer nach Augenmaß im Sucher.

Auch hilft es, die Blende zu schliessen, dann hast du eine erhöhte Tiefenschärfe.

Das einzige was ich im Sucher sehe ist der Zeiger des Belichtungsmeesers auf der rechten Seite welche Symbole meinst du denn? Das mit der Blende hat nicht wirklich einen Effekt es wird nur, logischerwiese, dunkler allerdings lässt sich dadurch leider nicht besser scharfstellen

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