Schaffen Drogen andere Realitäten?

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Die Annahme, dass Drogen andere Realitäten schaffen, ist irrational.

Begründung:

  1. Es gibt kein Beispiel dafür, dass es eine Realität gibt, die wir uns als Menschen nicht teilen. In allen Beispielen, die wir kennen, teilen wir dieselbe Realität
  2. Ein Effekt, die der Drogenkonsum hat innerhalb der Realität, die wir teilen, ist: Dass die Menschen, die Drogen konsumieren MEINEN, dass die andere Realitäten erfahren.
  3. Wenn man die postulierten Realitäten unterschiedlicher Drogenkonsumenten miteinander vergleicht, spiegeln diese Realitäten immer nur eine verzerrte Wahrnehmung derselben einzigen Realität wieder, die auch diejenigen erfahren, die keine Drogen konsumieren. Diese höchstpersönlichen Erfahrungen sind durchzogen mit Wünschen, Hoffnungen und Stimmungen.
  4. Sollten sich Drogenkonsumenten in ihren Vorstellungen komplett unterscheiden, gibt es keine Möglichkeit objektiv zu unterscheiden zwischen Irrtum bzgl. der für alle erfahrbaren Realität und einer tatsächlich anderen Realität, aufgrund rein subjektiver Schilderungen.
  5. Die geschilderten Erfahrungen sind nicht zu unterscheiden von der Stimulation gleicher Hirnareale ohne Drogen oder wenn Menschen bestimmte Hirnschäden erlitten haben.

Ja, jeder nimmt die Realität anders wahr. Und unter Drogenkonsum sind diese Wahrnehmungsverzerrungen womöglich größer. Aber es gibt nicht einen objektiven Hinweis darauf, dass es andere Realitäten gibt.

Zum Beispiel gibt es die eine Realität, die jeder Mensch kennt, die normale von außen sichtbare

Selbst das ist bereits eine "persönliche Realität", denn obwohl objektiv betrachtet alle Menschen das gleiche sehen, bewerten sie es völlig unterschiedlich und aufgrund ihrer vorgefassten Konzepte und Konditionierungen sehen sie letztlich etwas anderes.

Person A ist auf einer Party und findet das Essen ungenießbar, die Frau am gleichen Tisch unattraktiv, und die ganze Feier insgesamt langweilig.

Person B ist auf der gleichen Party, findet das Essen richtig lecker, die Frau super sexy, und fühlt sich vor Ort pudelwohl und glänzend unterhalten.

Diese Realität ist aber keineswegs fest, sondern kann sich beispielsweise aufgrund von Emotionen oder neuen Umständen schlagartig ändern.

Person A kippt Ketchup auf das Essen und findet es nun brauchbar, mit ein paar Drinks wird die Frau gleich attraktiver und die Party durch gute Witze lustiger. ;-)

Unsere scheinbar so fest definierte Realität ändert sich also, sobald wir unsere Bewertungen ändern, oder womöglich fallen lassen.

Schaffen Drogen andere Realitäten?

Meiner Ansicht nach sind Drogen lediglich ein künstlicher Eingriff in die Hirnchemie, der beispielsweise dazu führt, dass äußere Reize auf eine andere Weise verarbeitet werden - das sind dann verschiedene Formen von Halluzination.

Es gibt die Geschichte von einem Mann der davon träumte, eine Geldbörse gefunden zu haben. Er griff danach - doch sie war am eisigen Boden festgefroren. Also pinkelte er auf das Eis, packte den Geldbeutel - doch aua, das tat weh!

Der Mann wachte auf, hatte seine Hoden in der Hand und das Bett war nass.

Seine "Traumrealität" hat ihn genau so wenig reich gemacht, wie ein Drogentrip zu einem dauerhaft tieferen Verständnis geführt hätte. Drogenkonsum ist für mich einfach eine neurologische Vergewaltigung.

Natürlich ändert es die Wahrnehmung zeitweise und regt evtl. auch zu bislang nicht bewussten philosophischen Ansichten an. Letztlich ist es aber nur eine künstliche Realität, in die man flüchten kann.

Es gibt da so einen schönen Spruch... "Realität ist nur eine Frage der Wahrnehmung..."

Sehr philosophisch aber wahr denn:

Wahrnehmung ist geprägt von Gefühlen, Erfahrungen, assoziirungen und der Fähigkeit zu erkennen und verstehen... Es ist gleichzeitig der Grund warum jeder eine Situation anders wahrnimmt und ein Team immer mehr findet als ein einzelner Mensch..

Psychoaktive Substanzen verändern unsere Wahrnehmung für den Moment..

Nun die Frage die man such selbst beantworten kann:

Wenn Realität nur eine Frage der Wahrnehmung ist und wir die Wahrnehmung ändern, ändern wir dann auch die Realität? Die Fakten ändern sich nicht egal was wir uns einschmeißen :) Realität ist aber mehr als zahlen Daten und Fakten ^^

Was auf einem Trip geschieht ist keinesfalls nicht real es ist viel mehr eine andere Sichtweise die wir aufgrund unserer komplexen Psyche nur nicht immer verstehen :)

Lg

Ist der Mensch gut oder böse?

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Nehmen wir als Beispiel einen Menschen, der an Tourette erkrankt ist. Jeder hat bestimmt schon einmal gesehen, wie er tickt. Zum einen zeigen wir Mitleid, weil wir überzeugt sind, dass er viel leidet. Andererseits aber finden wir seine Ticks in eine gewisse Weise doch irgendwie witzig - wir wollen diese unsere Macke aber möglichst unterdrücken, weil wir das Mitleid für gut halten, das Lachen darüber für schlecht. Nur manchmal sind wir so von Ernsthaftigkeit und Mitleid überdeckt, dass der innere Lacher unbemerkt ist. Aber er ist immer da und will immer zum Vorschein.

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Gibt es wirklich Himmel und Hölle wirklich?!

Hallöchen :) Bin noch ziemlich neu hier! Und hab mal eine Frage an euch... Gibt es wirklich den Himmel und die Hölle ???? Ich hab mich noch nie mit den Thema eigentlich beschäftig, aber seit paar Tagen, hab ich mich mal aus Neugier darüber belesen... Weil ich schon oft davon gehört habe, und nie dran geglaubt habe... Sehr viele Menschen hatten schon Nahtoterscheinungen und sagen das es nach den tot noch weiter geht...(wenn man viel Liebe schenkt, kein Selbstmord begeht, und keinen Menschen umbringt kommt man in den Himmel) ???? Ich weis nicht, mir geht das auch irgendwie nicht aus den kopf :/ seit Tagen wo ich mich belesen habe... ich hab Angst das ich in die Hölle komme. Denn ich war früher auch kein Engel ( hab Menschen belogen, hab auch schon früher gern mal misst gebaut mit meinen Freunden, geraucht, getrunken bis zum umfallen Leute voll geschnauzt, drogen genommen usw.) Klar bin ich auch hilfsbereit, wenn mich jemand braucht bin ich zur Stelle, hab eigentlich nie Gewalt begangen an anderen Menschen, bin nett, und freundlich, und hab mich eigentlich immer endschuldigt wenn ich mal großen Mist gebaut habe !!!!!

Mich macht das jetzt alles irgendwie zu schaffen :( hab irgendwie schon bissel Angst das ich in die Hölle komme.... Bin auch nicht gläubig... Also zumindestens hab ich meinen eigenen glauben ! Mh vllt könnt ihr mir paar Tipps geben das ich darüber nicht mehr so viel nachdenken muss :/ ! Würde mich sehr sehr freuen auf eine Antwort von euch !

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Vernebelter Traumzustand?! Venlafaxin und Atosil...

Hallo zusammen,

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Leide seit einigen Jahren an einer immer wieder kehrenden Depression und zeitweise in diesen Phasen an einer emotionalen Instabilität. Daher bin ich auch momentan krankgeschrieben. Wenn Ihr Ideen habt woher das kommen könnte, ob von Medikamenten oder einfach aus mir selbst heraus, würde ich mich schon mal freuen. Bin wirklich verzweifelt und habe echt Angst, weil sich das alles so geändert hat.

Liebe Grüße Lilly

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Kommunismus und Existentialismus verträglich?

Hi all! Eine Frage an philosophisch und politisch Interessierte! Beschäftige mich seit kurzem mit Philosophie, Camus und Existentialismus und habe immer wieder gehört, dass viele von Ihnen (inkl. Camus) Kommunisten waren.

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Mein Verständnisproblem:

Wenn ich aber vom Gleichheitsideal spreche, so leite ich dieses aus allgemeinen Anschaungen und Wertvorstellungen ab, konstituiere somit wieder apriori ein Menschenideal (ähnlich wie in der Religion, nur eben immanent und nicht transzendent) und lasse somit das Individuum mit seinen individuellen Wünschen und Wertvorstellungen unberücksichtigt.

-> Wie kann sich sowas (Kommunismus) mit Existentialismus vertragen?

Und in konkreten praktischen Umsetzungsversuchen des Kommunismus ging somit genau dieser Individualismus unter (z.B. Verbannung eigenständiger Künster in der Udssr, Blaue Ameisen in China, usw, usw...). Und das lag doch sicher nicht an den (untauglichen) Umsetzungsversuchen der utopischen Kommunismusidee..der Untergang des Individuums steckt ja schon in dieser...

Ich könnte noch einiges mehr dazu schreiben.Vielleicht habe ich lediglich etwas grundsätzliches falsch verstanden..bin ein Anfänger in Sachen Philosophie .

Danke fürs Lesen :) !

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Guten Abend,

ich möchte euch mal ein wenig was über mich erzählen und am Ende gerne eure Meinung dazu wissen und ob ihr mich als Depressiv einschätzen würden?
PS: Ich empfinde mich selbst nicht als Depressiv und liebe jeden Moment!

Also dann fang ich mal an.
Ich persönlich liebe sehr "Deep"-Talk mit Freunden. Themen wie den Tot interessieren mich sehr stark. Abends wenn ich im Bett liege denke ich auch oft darüber nach. Ich stehe den ganzen Thema recht offen entgegen.
Ich bin so darauf gespannt was nach dem Tot passiert, da ich glaube, dass es danach weiter geht. Ich spiele ab und zu ein Szenario im Kopf ab.
Es sieht so aus, dass alle meiner Familienmitglieder nicht mehr da sind und ich der letzte meiner Familie bin, außer eventuellen Kinder etc., aber keiner Eltern oder Geschwister mehr vorhanden sind. Kaum etwas was mich an die Menschheit hält. So ist der Wille bzw. die Neugier was danach kommt größer als der Wille zu leben bzw. überleben. Ich hoffe ihr könnt mir bis hier hin folgen.
Natürlich sind das alles jetzt nur Gedanken und nichts davon Realität, aber ich kann es mir schon zutrauen, dass es in 30 Jahren so weit ist, dass die Neugier stärker ist als der Wille nach mehr Lebenszeit.
Meine Freunde sagen, dass der Gedanke depressiv ist. Ich sehe das eher neutral.
Wie seht ihr das?

Desweiteren bin ich eher ein Mensch der nur im kleinen Kreis gerne ist. Nicht so gerne unter Menschenmassen ist und lieber nur mit Leuten unterwegs ist die man kennt. Ich bin nicht Scheu vor anderen Menschen oder Menschenmassen, aber ich fühle mich dort nicht so wohl. Lieber bin ich Zuhause in meiner schönen warmen Wohnung und bin dort unter Freunden oder alleine vor dem PC, TeamSpeak o.Ä.

BITTE UMFRAGENANTWORT BEGRÜNDEN!

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Wenn ich neue Leute kennen lerne und diese eher "gesprächig" sind erzählen sie mir gerne über ihr Leben...

Dann kommen sehr oft harte Geschichten und wirkliche Vergangenheiten zum Vorschein... Ich hoffe ihr versteht wie ich das meine (Drogen, gewalttätige Eltern, oft umgezogen, Familienbrüche.... usw....)

Ich wünsche mit das natürlich auf keinen Fall und mir tun die Leute oft sehr leid... Aber dann kommt oft die Frage: Erzähl doch jetzt mal über dich was.... ??????

Ich habe keine "MEGA" Geschichten zu erzählen... Natürlich es gibt Höhen und Tiefen aber ich habe keine harten Erlebnisse durchlebt... Aber das heißt doch nicht das es mir nie schlecht ging oder? Ich fühle mich dann oft als nicht normal weil ich habe zwar auch schlimme Zeiten durchlebt aber das sind Kleinigkeiten im Gegensatz zu solchen Sachen...

Wenn die Frage kommt kann ich nur antworten: Was soll ich den erzählen? bzw. Was willst du den wissen?

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