Schaffe ich eine Ausbildung zur Köchin als paranoid Schizophrene?

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10 Antworten

Nun, das solltest du ehrlich erklären. Denn irgendwann wird es jemandem auffallen oder jemand kennt dich, dann kommt es sowieso ans Licht. Lieber von vornherein damit ehrlich umgehen, dann weiß auch ein Arbeitgeber, wie er mit dir umgehen kann und soll, wenn es dir schlecht geht.

Allerdings wirst du dich dann auch auf unangenehme Fragen einstellen müssen. Die solltest du dir im Vorfeld auch schon stellen:

Du hast bereits Ausbildungen abgebrochen, weil man dich in der Schule gemobbt hat. Mobbing oder Abneigungen von anderen scheint ein großes Thema bei dir zu sein. Woher kommt das? Wäre es nicht erstmal sinnvoller daran zu arbeiten? Denn es wird IMMER jemanden geben, der dich nicht mag und der das auch zum Ausdruck bringen wird. Damit muss man leben können. Ich habe das auch lernen müssen und ich wurde in der Schule auch massivst gemobbt.

Wie sieht es aus, wenn du in Stress gerätst? Denn der Beruf des Koches ist sehr stressig...das weißt du ja. In der Küche kannst du dich auch nicht einfach zurückziehen. Wie geht das weiter?

Überlege dir gut, wie das weitergehen soll, denn du wirst immer in Situationen geraten, die für dich unangenehm sein werden. Bist du bereit für eine Ausbildung? 3 Jahre Praxis und Schule? Stress?

Lieber erstmal an Dir arbeiten und zusehen, dass du ein gesundes Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein bekommst. Das ist Grundlage für beruflichen Erfolg und Durchhaltevermögen.

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MarilynG 03.03.2016, 16:37

Eigentlich wurde ich schon mein ganzes Leben gemobbt, aber fand immer Leute dich mich akzeptierten. Mir ist es egal, wenn ich Einzelgänger bin, nur die Angst eine Psychose zu bekommen ist groß, da bin ich immer Selbstmordgefähred, weil die Stimmen mich überreden wollen....Die Psychosen sind der Horror für mich. Ja, und im April habe ich einen Termin bei einer Psychologin....

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Eosinophila 03.03.2016, 16:43
@MarilynG

Dann solltest du zuerst den Termin wahrnehmen und zusehen, dass du dich in der Persönlichkeit festigst. Und ganz ehrlich, das ist meine persönliche Erfahrung, wenn ich schon mit der Einstellung rangehe: Da werde ich bestimmt wieder gemobbt! Dann passiert das auch. Wichtig sind die Leute, die gut zu dir sind und die zu dir stehen, aber du musst dir selbst erstmal der Nächste sein und dich mögen.

Und dann kannst du auch äußere negative Einflüsse besser wegstecken, bzw. ein dickes Fell aufbauen.

Aber du musst dir bewusst sein, dass Koch ein wirklich stressiger Beruf ist. Und mit dem Stress musst du dann umgehen können.

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Wenn Du schon zig Ausbildungen zur Köchin abgebrochen hast - woher nimmst Du die Zuversicht, dass es jetzt klappt und Du das durchhältst?

Es liegt mir fern, Dich zu entmutigen, aber erklär das bitte mal.

Irgendwas ist schließlich immer und Koch ist durchaus stressig, anspruchsvoll und da geht es in den Küchen der Republik nach meinem Wissen auch schon ordentlich zur Sache ...

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MarilynG 03.03.2016, 16:28

Ich weiß doch wie ich früher war, ziemlich abgehärtet und in Kanada als Souschef gearbeitet und der Chefkoch war auch nicht gerade lieb.

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Pudelwohl3 03.03.2016, 16:33
@MarilynG

Hmm, "wie Du früher warst" ... aber jetzt hat sich doch etwas verändert, oder?

Du nennst Dich selbst paranoid schizophren - das ist eine - Entschuldigung - Hammer-Diagnose und -Selbstbeurteilung.

Außerdem hast Du meine Frage nicht wirklich beantwortet ... 

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MarilynG 03.03.2016, 16:40
@Pudelwohl3

Wie gesagt, der perfekte Betrieb, da kann ich schnell nach Hause fahren, bei Teilschicht....

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MarilynG 03.03.2016, 16:46
@MarilynG

Ja, und die Diagnose musste ich googeln, weil zwei Psychologen zu dämlich waren, um es zu checken also 2012 als es anfing....

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Ich habe schon zig Ausbildungen zur Köchin abgebrochen, weil ich bei einer in der Schule gedisst wurde,

Da sollte man drüber stehen und nicht bei der kleinsten Kleinigkeit die Flinte ins Korn werfen. Du schreibst außerdem nur den Grund warum du eine Ausbildung abgebrochen hast... es wird immer einen Grund für dich geben, fürchte ich

Laß mal ein berufspsychologisches Gutachten machen und dich beraten, welche Berufe geeignet sind.

Köchin ist sehr anstrengend, stressbelastet, ungünstige Arbeitszeiten und rauher Ton. Mit einer schwachen Psyche hält man das glaube ich nur sehr schlecht durch.

Sieh dich mal nach Plan B um, welcher Beruf noch in Frage kommen könnte

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Ich habe auch paranoide Schizophrenie allerdings ohne Stimmen sondern mit visuellen Hallos, Depression. Zudem Missbrauch in der Kindheit. Ich wurde vom Jobcenter zum Gutachter geschickt. Folge: ich darf höchstens 15 Std. wöchentlich arbeiten und nur auf dem zweiten Arbeitsmarkt.

Vielleicht gibt es ja eine Ausbildung zur Köchin in geschütztem Rahmen für Dich. Hast Du einen GdB von mind. 50? Falls ja hast Du spezielle Möglichkeiten. Wirst Du von einer Behindertenstelle betreut?

Ganz ehrlich Du kannst nicht mehr so wie früher arbeiten sonst kommt wieder ne Psychose. Grad in der Küche gibts viel Stress zu den Stoßzeiten. Mute Dir nicht zuviel zu und steh zu Deinen Grenzen! Wirst Du noch medikamentös und psychiatrisch behandelt? Erhöhe notfalls in stressigen Phasen die Medikation mit Absprache des Arztes.

Du schaffst es sicher aber mach langsam und achte auf Dich.

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Hi, die Diagnose "paranoide Schizophrenie" sagt eigentlich überhaupt nichts über die tatsächliche Leistungsfähigkeit aus. 

Mit vier psychotischen Schüben innerhalb weniger Jahre sollte auf jeden Fall eine medikamentöse Vorbeugung gegen neue erfolgen, und dann stellt sich die Frage, wie Du die Medikation verträgst. Müdigkeit, Antriebsamut, motorische Störungen sind vor allem möglich und schränken die Leistungsfähigkeit ein. Das Durchhalten eines 8Stunden-Tags wird schwierig, und Wechselschicht ist sowieso problematisch, weil sie eine Störung des Schlafrythmus mit sich bringt und das Rückfallrisiko erhöht.

Nach vier psychotischen Schüben innerhalb weniger Jahre habe ich auch Zweifel, dass Du eine dreijährige Ausbildung durchhalten kannst.

Außerdem bist Du möglicherweise durch eine "Minussymptomatik" in der Leistungsfähigkeit eingeschränkt.

Es kann aber vielleicht auch gut gehen.

Soweit ich verstehe, bist Du bereits in der Ausbildung.

Und vor allem: Mach` Dich kundig, was gut tut, wie man Schüben vorbeugen kann, was man vermeiden sollte (auf jeden Fall Alkohol und Drogen). Such` Dir wirklich kompetente Berater, die auch Zeit haben, bei den Fachärzten, Klinikambulanzen, Sozialpsychiatrischem Dienst, Selbsthilfegruppen.

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PS: Was die Beantragung eines Grades der Behinderung beim Versorgungsamt betrifft, so bringt das Vorteile, wenn man eine feste Stelle hat. Wenn man arbeitssuchend ist, schreckt ein GdB einen potentiellen Arbeitgeber eher ab, weil dann ein Kündigungsschutz besteht. Mit einer Psychose ohne sonstige internistische oder orthopädische Krankheiten scheint es mir auch gar nicht sicher, ob Dir das Versorgungsamt den ggf. nötigen Grad der Behinderung überhaupt zubilligt. Auch hier empfehle ich, sich erst beraten zu lassen, evtl. beim VdK.

Was das Outen bei einer Bewerbung betrifft: Ich hoffe, dass es sich vermeiden lässt, eine Diagnose "Schizophrenie" anzugeben. "Psychose" anzugeben wird sich spätestens bei der Einstellungsuntersuchung wohl nicht vermeiden lassen.

Es sei denn, die Diagnose ist falsch gestellt, und es waren paranoide Reaktionen, psychophysische Erschöpfungszustände, was auch immer.

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Das Problem was ich sehe: der umgangston in der Küche ist rau. Ob du mit deiner Vorgeschichte damit umgehen kannst kann ich natürlich nicht beurteilen. Außerdem wird ein Betrieb finden natürlich nicht ganz einfach mit bereits abgebrochenen Ausbildungen jubelt natürlich kein Betrieb sofort bei der Bewerbung.

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Ich bin ein Verfechter von Ehrlichkeit und Offenheit, denn nur dann kannst Du sicher sein, wenn das Alles kein Problem ist, den richtigen Ausbildungsplatz gefunden zu haben. Bestimmt gibt es Ausbildungsplätze, die da sagen, wenn sie immer weiter an einer Ausbildung dieser Art festhält, dann muß sie das schaffen.......die beste Voraussetzung , wenn man etwas unbedingt will.....und es nicht aus den Augen verliert......toi toi toi

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Was für einen GdB hast du denn?

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MarilynG 03.03.2016, 16:29

Bin nicht behindert....

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ettchen 03.03.2016, 16:31
@MarilynG

Du hast also trotz paranoider Schizophrenie keinen Behindertenstatus? Normalerweise wird der Antrag im Rahmen der therapeutischen Maßnahmen gestellt.

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MarilynG 03.03.2016, 16:42
@ettchen

Nee, wurde nicht gemacht in der Psychiatrie, außerdem kann ich mich gleich erschießen, wenn ich in einer Behindertenwerkstatt ende...

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ettchen 03.03.2016, 16:46
@MarilynG

Das hat damit ja nichts zu tun. Mit GdB hat ein Betroffener ja durchaus Vorteile.

Nun, wie auch immer. Gibt es bei dir in der Gegend vielleicht eine Selbsthilfegruppe für Betroffene? Dort können Betroffene meist gute Tipps erhalten.

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Klar, warum auch nicht ?
Wenn du dir etwas vornimmst zu schaffen und du motiviert bist dann schaffst du das auch :)

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