Schaffe die Trauerphase des Liebeskummers nicht (nach anderthalb Jahren)

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5 Antworten

das was du erlebst ist im prinzip normal. bei dir scheint es einfach sehr heftig zu sein. vielleicht hilft es dir, die liebe (in diesem fall) wie eine drogenabhängigkeit zu sehen. Je mehr du weiterhin damit zu tun hast, um so schwieriger wird es davon loszukommen. es ist hart, denn es ist ein "liebesentzug". doch je radikaler du die sache angehst, dest schmerzhafter ist es aber ist ist auch umso schneller vorbei. ich denke nach 1.5 Jahren wäre es vielleicht zeit abzuschliessen. insbesondere da es auch keine perspektive gibt.

bei dir scheint diese trennung allerdings mehr zu sein als eine einfache trennung. oft haben menschen, welche so etwas erleben, bereits radikale ablehnung in ihrer geschichte erlebt. sie suchen sich immer wieder die gleichen situationen um die erlebnisse zu wiederholen. die psyche erhoft ich so, etwas verarbeiten zu können was sie bis anhin nicht konnte). nicht selten liegt eine hystrionische oder narzisstische thematik zu grunde (diese begriffe sind medizinisch und haben nichts mit den üblichen vorurteilen zu tun). jetzt sind wir aber bereits im sehr psychologischen und spekulativen bereich. sprich deine/n therapeut/in einfach mal darauf an.

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Kommentar von DeliaCarter
03.09.2013, 16:41

Das klingt logisch, nur fällt mir im Moment nichts ein wo ich schonmal abgelehnt wurde.. Ja meine Therapeutin wird mir bestimmt was sagen können.

Danke & LG :)

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Kurz und knapp gesagt: Hör auf zu heulen! Ich hatte schon ähnliches wie du erlebt, hatte Monate lang rum geheult .. ! Wenn es nicht passt, dann passt es einfach nicht. Es gibt tausende von Jungs/Mädchen, und einer von denen wird schon zu dir passen. Fang an jemand Neuen zu suchen, lass dich frisch verlieben ..dann vergisst du sie schon stück für stück. .. Bestimmt hörst du das oft, als ich diese Phase hatte dachte ich dass wär alles nur rumgelaber .. aber wie wenig man es auch glauben will, es ist echt so! :)

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Kommentar von DeliaCarter
02.09.2013, 19:34

Ja das hör ich echt oft :/ Aber ich versuch mal es einfach zu lassen und das heulen zu unterdrücken.. vllt klappt es ja.. & danke für die Hilfe :)

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Akzeptieren !!!!! Auch wenn es schwer fällt !!!

Eine Hilfe darüber weg zu kommen ist , wenn du mal aufzählst ( vielleicht aufschreiben ) was in deiner gegenwärtigen Lebenslage schön ist : z. B. liebe Freunde , gute Eltern , schönes Zuhause , gut in derr Schule , schöne Natur , usw .

Und dann das Beste wäre dem zu danken , der dir das alles hat zukommen lassen , das ist Gott . Wenn du ihm alles erzählst von deinem Liebeskummer , dann wird er deiner Seele helfen darüber hinwegzukommen . Denn ich denke , er war es , der das so geführt hat , daß es mit der Freundin aus ist , damit du nicht immer weiter Enttäuschungen erleben mußt . Es ist so verletzend , wenn der eine Partner es tief und echt meint und der andere will bloß ausprobieren . Da würde ich nicht gerne mit dem anderen zusammen sein , wenn ich so vera scht würde .

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Kommentar von DeliaCarter
03.09.2013, 16:38

Ja leider :/

Das probiere ich mal, nur erscheint es mir zurzeit so dass ich kein wirklich schönes Leben habe. Habe zwar Freunde, mit denen ich mich aber so gut wie nie treffe und auch nicht telefoniere oder schreibe. Ich arbeite 8 Stunden am Tag, lebe quasi für's arbeiten (hab gestern die Ausbildung begonnen). Ich weiß einfach nicht was ich noch schönes habe. Das einzig Schöne war der Kontakt zu ihr bis vor zwei Tagen...

Danke für die Antwort.

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Radikales akzeptieren von Gefühlen und Ereignissen

Oftmals wird das Befinden gestört (zerstört) von schlechten Nachrichten, Ereignissen oder Hindernissen bzw. Zurückweisungen. Enttäuschungen und Niederlagen können schwer verarbeitet werden.

Eine Möglichkeit, damit klar zu kommen, ist die, sich dagegen zu wehren und zu versuchen, die Gegebenheiten zu verändern. Allerdings ist dies manchmal ein selbstzerstörerischer Weg, da man nicht immer die Situation verändern kann. Niemand kann eine schlechte Schulnote von jetzt auf gleich ändern, Streit in der Familie verpufft nicht sofort und löst sich in Freude auf, der Strafzettel vom Falschparken wird bestimmt nicht deswegen aufgehoben, weil Sie sich nicht gut damit fühlen.

Deswegen der andere Weg - Radikale Akzeptanz Akzeptieren Sie die Situation so, wie sie ist. Sie können sie jetzt nicht ändern, warum also die eigene Kraft damit vergeuden?

Was sich jetzt vielleicht etwas seltsam anhört, hat tatsächlich mit dem Training der Streßtoleranz zu tun, also der Schwelle, ab der negative Einflüsse sich negativ auf Ihr Gefühlsleben auswirken.

Borderline-Erkrankte haben eine ohnehin relativ niedrige Streß-Schwelle, so daß selbst leichte negative Erfahrungen zu selbstverletzenden Attacken führen können. Es ist also wichtig, diese Schwelle wieder zu erhöhen, so daß Druck von außen nicht zu Druck von innen führt.

Dabei bedeutet eine radikale Akzeptanz keinesfalls, daß man ab sofort jeden und alles für gut findet, vielmehr bedeutet es eben, zu erkennen, daß man JETZT nichts ändern kann und lernt, dies zu akzeptieren. Also zum Beispiel, daß der negative Bescheid vom Finanzamt eben von den Zahlen her kommt, die man vorgelegt hat, und nicht daher, daß sie der Finanzbeamte nicht mag. Wenn man sich dessen bewusst ist, so kann man leichter damit umgehen und für die nächste ähnliche Situation vorbeugend lernen, wie es besser laufen könnte. Wichtig ist jedoch, daß man unter dieser negativen Situation nicht zusammenbricht.

Die Radikale Akzeptanz bedeutet also nicht, sich seinem vermeintlich schweren Schicksal zu fügen, vielmehr soll gelernt werden, manches so zu akzeptieren wie es ist und Wege in neue Verhaltensweisen zu ergründen. Schmerzhafte Erfahrungen bleiben schmerzhaft, auch für "gesunde" Menschen, allerdings wird der Umgang mit diesen Schmerzen gelernt, so daß sie einen nicht jedes Mal wieder umwerfen.

Im Modul Streßtoleranz der DBT, in dem die radikale Akzeptanz beinhaltet ist, wird die Fähigkeit vermittelt, wie man mit negativen Gefühlen umgehen kann, wie Hindernisse, Enttäuschungen oder Zurückweisung zu bewältigen sind, so daß man jetzt stabil bleibt.

Oftmals hört man "Aber mein Leben ist so schwer, immer erwischt es mich, warum immer ich?", aber das bringt Sie auf die Dauer nicht weiter! Besser ist es zu lernen, wie man damit umgehen kann und wie man manche "Schicksalsschläge" vielleicht auch vermeiden kann.

Radikale Akzeptanz kommt natürlich nicht von heute auf morgen, da ist einiges an Übung nötig. Wenn also mal wieder ein Auto durch eine Pfütze fährt und Sie dadurch naßspritzt, so versuchen Sie nicht, dem Wetter die Schuld zu geben oder dem Fahrer. Das Wetter ist eben so, wie es ist, der Fahrer hat vom ganzen Vorfall wahrscheinlich gar nichts mitgekriegt. Und übrigens hilft Jammern jetzt auch nicht weiter, weil davon werden Ihre Klamotten auch nicht schneller trocken. Helfen kann nur eines: Nehmen Sie es so, wie es ist, und versuchen Sie, trockene Kleidung zu bekommen. Nehmen Sie vielleicht ein wärmendes Wohlfühlbad und/oder eine gute Tasse Tee, so hat der Vorfall sogar noch ein schönes Ende gefunden. Und vor allem: Ärgern Sie sich nicht, es war nicht Ihre Schuld!

Nochmals zusammengefasst - Warum sollte ich etwas radikal annehmen? - Bevor man eine Situation ändern kann, muß man sie akzeptieren - Auch Kleinigkeiten können üben helfen, bei großen Schwierigkeiten kühlen Kopf zu bewahren - Ich muß nicht immer Angst davor haben, daß mich in naher Zukunft eine Situation überfordert - Wenn Sie eine negative Situation nicht akzeptieren, sondern sich dagegen auflehnen, werden Sie sie niemals verarbeiten können. Alleine das Akzeptieren schafft die Möglichkeit der Lösung für den Konflikt.

Sätze, die helfen können: Es ist wie es ist

Ich habe schon öfters Tiefen erlebt, aber es kamen auch wieder schöne Zeiten

Auch wenn es jetzt weh tut, ich kann es aushalten ohne mir weh zu tun

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Nicht mehr heulen. Das Leben muss weitergehen!

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