Schäden im Hirn?

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7 Antworten

Hallo Sonym,

kurze Antwort auf Deine Frage, ja es können bleibende Schäden im Gehirn entstehen.

Dabei ist das ganze jedoch in mehreren Ebenen zu betrachten, wodurch das Ganze dann nicht mehr ganz so schlimm aussehen kann.

  1. Die Häufigkeit: Du hattest 3 registrierte Anfälle, das ist nicht sehr viel. Ein Vergleich, den ich sehr passend fand und als Vergleich gut gesehen werden kann ist ein Vollrausch durch Alkohol. Dabei kann man auch die gleiche Menge Hirnzellen verlieren.

  2. Je nach Art und Weise Deiner Anfälle kann durchaus etwas bleiben, die Wahrscheinlichkeit, dass es sich dabei jedoch um Nebenwirkungen Deiner Tabletten handelt, die Dich beeinträchtigen und von vielen als bleibender Schaden gesehen werden ist jedoch viel größer. Alles weitere gilt es von einem guten Neurologen, am besten einem Epileptologen, oder Fachklinik abzuklären.

  3. Das Gehirn kann ziemlich gut mit Schäden umgehen und sich umstellen. Diese Adaption verhindert größere Auswirkungen möglicherweise beeinträchtigter Gehirnregionen.

Von dem her besteht nun mal die große Betonung auf KANN, da bei den verschiedenen Krankheiten, die unter Epilepsie zusammengefasst sind, IMMER INDIVIDUELL betrachtet werden muss! Ich habe im Laufe meiner Jahre und vieler Krankenhaus- und Rehaaufenthalte viele dutzende, wenn nicht hunderte an Epilepsie erkrankte Menschen kennenlernen dürffen und kein einziger unter ihnen hatte eine identische Krankheit.

Meine Empfehlung:

Auch bei mir waren die Anfälle ganz plötzlich aufgetreten, im Nachhinein stellte sich aber heraus, dass sie vorher nur nicht als das erkannt worden waren, was sie waren. Das einzige, was ich Dir empfehlen kann, ist Dich so gut wie möglich zu informieren, was Du mit Deiner Krankheit alles machen (auch arbeiten) kannst und darfst und vor allen Dingen, Dich nicht unterkriegen zu lassen.

Es lässt sich auch mit mehreren Anfällen am Tag seit nun über 15 Jahren bekannter Epilepsie recht gut leben, wenn man sich mit den Einschränkungen arrangieren kann, und das ist einfach eine Notwendigkeit.

Ein guter Anfang ist schon einmal MOSES, das gibt gute Einblicke für Einsteiger (gibt es auch auf Amazon oder) direkt über Bethel.

Alles Gute!

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Hallo Sony, Was viele hier so schreiben stimmt nicht. Nicht nur Kinder können von Krampfanfällen Schäden zurück behalten, sondern auch erwachsene. Aber nur bei den großen Grand -Mal Anfällen und wenn man einen Status bekommt. Ebenso wenn man über Tage mal einen fokalen Status bekommt,z.B. komplexe fokale Anfälle. Und es kann passieren, wenn man so etwas hat, dass sich eine Körperhälfte verkrampft und man trotzdem klar da ist aber Schmerzen hat. Leider verwechseln viele Ärzte so einen Status mit einen Spasmus. Von den Medis selbst gibt es nur das Clonazepam und Valproinsäure die im Kleinhirn bei langer Anwendung Schäden verursachen können. Ebenso kann Phenhytoin Zahnfleischwucherungen verursachen was für Gebißträger oder die die Implantat haben sehr unangenehm und teuer werden kann. Ansonsten lösen diese Medis keine Schäden aus. Man muss natürlich auch mal den Beipackzettel lesen. Nimmt man 2 Medis wie z.B Zentropil und Ergynyl, kann sich das negativ auf das EEG auswirken und es können vermehrt Anfälle auf treten. Aber alle Einzelanfälle sind, wenn sie normal ablaufen ungefährlich für das Hirn.Manche Neurologen sagen - doch auch bei einem Anfall sterben Hirnzellen ab und ein anderer sagt - es ist nicht so. Da ich auf einer Neurologie tätig bin bin ich mir schon sicher, dass ein Einzelanfall nichts anrichtet. Was nimmst du denn für Medis? Und was für Anfälle hast du? LG:

Tamara

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Dein Gehirn könnte Schaden nehmen, wenn die Krampfanfälle zu häufig auftreten. Deshalb solltest Du abklären lassen, warum sie auftreten. Lass Dich also an eine Klinik mit neurologischer Abteilung überweisen.

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Wenn Dein Neurologe Dir diese Fragen nicht beantwortet, dann such Dir einen neuen. Am besten einen Epileptologen, Adressen bekommst Du unter www.dgfe.info.

Eine Epilepsie kann grundsätzlich in jedem Lebensalter auftreten und nicht immer kann die Ursache geklärt werden (leider :-( ). Zu einer Untersuchung nach den ersten Anfällen gehört neben einem EEG auch ein MRT, da solltest Du nachfragen, wenn noch keins gemacht worden ist.

Anfallsauslöser wie z. B. Schlafentzug kann man auch selber beeinflussen.

Einzelne epileptische Anfälle verursachen keine Schäden im Gehirn, auch die Tabletten schaden nicht. Natürlich kann alles, was eine Wirkung hat ,auch eine Nebenwirkung haben, das würdest Du dann merken.

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Es ist kaum vorstellbar, aber in der Regel hinterlassen epileptische Anfälle KEINE Schäden im Gehirn. Ausgenommen sind hier die Blitz- Nick- Salaam- Anfälle, auch West- Syndrom genannt, die bei den Kleinkindern bei Nichtbehandeln zu schweren Schäden führen. Da diese Petit- Mal Anfälle aber im Kindesalter auftreten, kannst du an denen nicht erkrankt sein.

Weißt du denn schon, um welche Form von Epilepsie es sich handelt?

Warum sagen dir die Ärzte nicht, warum du daran so plötzlich erkrankt bist? Weil sie es vermutlich selbst nicht wissen! Deine Krampfschwelle ist niedriger geworden, warum das so ist, kann nicht immer geklärt werden. Wichtig ist, dass du medikamentös gut eingestellt wirst. Sammle Fragen die du hast und quetsche die Neurologen aus :-)

Alles Gute

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Kommentar von COWNJ
10.04.2012, 21:50

Epilepsie wäre eine Möglichkeit, ein Gehirntumor eine andere.

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Kommentar von sonym
10.04.2012, 22:28

Ja, die wissen es auch noch nicht, dankeschön!!!

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Ob es epileptische Anfälle sind, wissen wir nicht. Auch Krampfanfälle mit oder ohne Bewusstseinsverlust müssen unterschieden werden. Die Medikamente vom Arzt sollen Dir helfen und nicht schaden, Gehirnschäden entstehen dadurch nicht. Gute- Frage -Nutzer können Dir hier nur raten, wende Dich an den Arzt.

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Frage das lieber Deinen Arzt, und mache Dich nicht verrückt. Gute Besserung!

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Kommentar von sonym
10.04.2012, 21:29

war ja schon sehr oft beim Neurologen und so die haben noch nicht einmal festgestellt, wieso ich jetzt plötzlich Krampfanfälle erleide.

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