Schadet kompletter Verzicht auf Fette wie Butter, Margarine und Öl der Gesundheit?

11 Antworten

Die Frage hat ja einen Bart bis zum Boden, aber für den Fall, dass antwortsuchende Menschen noch auf sie stoßen, muss ich mich einschalten: Denn die bisherigen Antwortenden scheinen den Unterschied zwischen "Öl" und "Fett" nicht zu kennen!
Natürlich ist es überhaupt nicht ungesund, wenn man statt Ölen und anderen verarbeiteten Fetten wie Margarine und Butter auf die unverarbeiteten, die "ganzen" Nahrungsmittel ("whole foods") zurückgreift: Nüsse, Samen/Kerne, Oliven, Avocado und Kokosnuss, um mal die fetthaltigsten Nahrungsmittel, die in der Natur vorkommen, zu nennen. Aber auch Kichererbsen und Linsen können sich noch mit 13 bzw. 11 % Fett sehen lassen, ja selbst Haferflocken haben 7%.
Aus einem Salat mit ein paar Oliven und einem Smoothie mit einem Löffel Leinsamen (beispielsweise) kann man die Vitamine natürlich genauso gut (wenn nicht besser) aufnehmen, wie aus den gleichen Dingen mit Öl dran!

Zu der Sache mit dem Abnehmen: Öl macht man sich schnell mal mehr als nötig an sein Essen (1 EL hat ca. 80 kcal, die meisten nehmen sicher mehr als nur einen) und "überfrisst" sich dadurch ohne es zu merken bei jeder Mahlzeit ein kleines bisschen - voilà, so kommen über Jahre leicht überschüssige Pfunde zusammen. Bei den unverarbeiteten Lebensmitteln passiert das meist nicht so leicht (ich zumindest habe allerspätestens nach 10 Oliven genug - das sind ca. 30 kcal) - daher kann ich mir gut vorstellen, dass die besagte Kollegin damals abgenommen hat.

P. S. Ich interessiere mich sonst nicht für Kalorien, habe es aber extra hierfür rausgesucht um den Punkt zu verdeutlichen ;)

Ja, Fette und Öle sind sind Nahrungsmittel, welche die grösste Energiedichte besitzen, zudem geben sie dem Essen Geschmack und noch wichtiger sind sie für die Immunabwehr. Da wir uns heutzutage kaum noch bewegen, was das eigentlich schädliche ist, verbrauchen wir diese Energie nicht und wird dem Körper zum Problem. Auf jeden Fall sollte man künstlich gehärtete Fette (hydrogenierte und transesteresierte) meiden. Zum Braten sollte man gesättigte Fette wie Butter, Schmalz oder Palmöl verwenden, da diese sich im Gegensatz zu den ungesättigten, beim Erhitzen chemisch nicht verändern. Eine Ausnahme scheint Olivenöl zu machen, welches man praktisch zu allen Gelegenheiten zu sich nehmen kann.

Wenn Du auf tierische Fette verzichtest, tust Du dem Körper etwas Gutes. Denn die gesättigten Fettsäuren schaden eher. Anders sieht es aus mit ungesättigten Fettsäuren, die Du nur in pflanzlichen Ölen findest: Sie nützen dem Körper. Wenn es nur um die Fette ginge, könnte man sagen, ok, die Zellen basteln sich aus Kohlehydrate körpereigene Fette zusammen. Es geht aber um die positiven Wirkungen der ungesättigten Fettsäuren, wie Sauerstofftransport und Plaqe-Abbau in den Arterien, und es geht um die fettlöslichen Vitamine, wie A, D, E und K. Die können vom Körper nur aufgenommen werden, wenn gleichzeitig im Essen Öle mit enthalten sind. Also ein wenig gutes Olivenöl, Sesamöl oder Leinöl, auch mal Sonnenblumenöl, sollte im Speisplan nicht fehlen! Fette sorgen so ganz nebenbei auch schnell für ein Sättigungsgefühl. Die sind also nicht nur schlecht!

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gut recherchiert - oder gewusst? Ich wechsle auch immer die Öle und haben mindestens 3 verschiedene Sorten im dunklen Schrank (nicht Kühlschrank). ---> DH

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