Schadet kiffen der lunge und kehlkopf mehr als normales rauchen?

9 Antworten

Auszugsweise aus Wikipedia (Cannabis als Rauschmittel):

Auswirkungen auf die Atmungsorgane

Bei Untersuchungen von Cannabisrauch wurde festgestellt, dass dessen Zusammensetzung jener von Tabakrauch, mit ihren oft krebserregenden Inhaltsstoffen, ähnlich ist. Das Rauchen von Cannabis kann daher negative Auswirkungen auf die Lunge haben. Häufig wird Cannabis mit Tabak gemischt. Diese als Joints bezeichneten Mischungen gelten, auch wegen der zusätzlichen gefäßschädigenden Wirkung durch Nikotin, als besonders gesundheitsbedenklich. Ob der reine Cannabiskonsum durch Rauchen letztlich schädlicher ist als reiner Tabakkonsum durch Rauchen ist ungeklärt. Einerseits werden Joints meist tiefer und deutlich länger inhaliert, aber andererseits werden durchschnittliche Cannabis-Konsumenten deutlich weniger Joints rauchen, als durchschnittliche Tabakkonsumenten Zigaretten. In einer US-Studie (UCLA, Los Angeles) hatte hingegen zum Ergebnis, dass selbst ein regelmäßiger und vergleichsweise intensiver Cannabiskonsum (500–1000 Joints pro Jahr) weder eine signifikant höhere Lungen-, Mund- und Speiseröhrenkrebswahrscheinlichkeit, noch sonstige höhere gesundheitliche Risiken mit sich bringt.Allerdings wird die Zahl der Probanden für diese Fall-Kontroll-Studie, mit insgesamt 2.240 nachträglich untersuchten Personen, als zu recht gering angesehen um Entwarnung bezüglich des Krebsrisikos von Cannabisrauch geben zu können. Retrospektive Studien wie diese sind nur zur Aufstellung von Hypothesen geeignet, jedoch nicht zur Beweisführung. Robert Melamede von der University of Colorado, einer der führenden amerikanischen Cannabisexperten, vertritt die Auffassung, dass Rauchen von Cannabis weniger wahrscheinlich eine Krebserkrankung auslöse als das Rauchen von Tabak. THC habe sogar krebshemmende Eigenschaften. Nach einer englischen Studie wirkt THC vor allem auf Leukämiezellen ein.

Eine wissenschaftliche Untersuchung aus Neuseeland ergab demgegenüber, dass die Wahrscheinlichkeit Lungenkrebs zu bekommen, gegenüber üblichem Tabakkonsum bei hohem Cannabiskonsum, (10 Jahre täglich ein Joint bzw. 5 Jahre täglich 2 Joints) bis zu 5,7-fach erhöht ist.

Eine Langzeitstudie des amerikanischen Lungenarztes Donald Tashkin konnte hingegen keinen Zusammenhang zwischen Lungenerkrankungen und Cannabiskonsum aufzeigen. Wird Cannabis nicht geraucht sondern vaporisiert entsteht, wie unter anderem eine Studie der Universität Leiden zeigt, nur ein vergleichsweise sehr geringer Teil der krebserregenden Stoffe. Beim Vaporisieren wird das Rauschmittel nur soweit erhitzt, dass vorrangig die psychotropen Substanzen, allen voran THC, verdampfen; eine Verbrennung findet nicht statt.

Der schaden ist bei beiden gleich, weil der Tabak und hier das Nikotin das Problem ist. Nikotin ist ein starkes Nervengift. Was jedoch eine Wirkung auf die Lunge hat, ist das schockartige Inhalieren, was zu einem starken Sauerstoffabfall führt und die Lunge stärker stresst als eine Inhalation einer Kippe.

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