Schadet Joggen den Gelenken?

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9 Antworten

Auf den richtigen Laufstil kommt es an

Viele Freizeitläufer klagen über Schmerzen in Knien oder Achillessehne. Auch verhärtete Waden und Schienbeinmuskeln zählen zu den häufigsten Läuferproblemen. Die Ursache dafür kann - neben Überlastung oder den falschen Schuhen - schlichtweg ein schlechter Laufstil sein. Um die Gelenke zu schonen, empfehlen Sportwissenschaftler das Abrollen des Fußes über die Ferse. Laufmediziner Matthias Marquardt ist allerdings vom Gegenteil überzeugt. In seinem Buch Warum Laufen erfolgreich macht und Grünkernbratlinge nicht plädiert er für den so genannten Vorfußlauf. Dabei federt der Läufer über den Ballen ab und berührt mit der Ferse kaum den Boden. Diese Technik soll die natürliche Laufbewegung des Menschen imitieren und die Leistung steigern. Doch was ist für Hobbysportler besser - Abrollen oder Vorfußlauf?

Abrollen schont Gelenke Der Sportwissenschaftler und Orthopäde Tomas Buchhorn rät Hobbysportlern vom Vorfußlauf ab. In seinem Buch 300 Fragen zum Laufen geben Fitnesstrainerin Nina Winkler und er Tipps zum "richtigen Laufen". Ihrer Meinung nach läuft der Sportler nur gesund, wenn er gut abrollt - also von der Ferse über die Außenkanten und den Ballen. Dadurch wird die Dämpfungsfunktion der Knie optimal genutzt und die Stoßkraft durch den Federmechanismus des Fußes gemildert. Wirbelsäule und Gelenke sollen so besonders geschont werden.

Zehenspitzen anziehen Damit das Abrollen reibungslos funktioniert, muss der Fuß laut Buchhorn ebenso stark wie beweglich sein. Andernfalls können Gelenkprobleme auftreten. Der Expertentipp: Jogger sollten beim Laufen immer wieder daran denken, die Zehenspitzen anzuziehen. Dann setzen die Füße irgendwann automatisch mit der Ferse auf dem Boden auf. Auch das Abstoßen soll dadurch einfacher von statten gehen.

Vorfußlauf nur für Geübte Läuft man dagegen auf dem Vorfuß, geht nach Meinung von Buchhorn ein Vielfaches des Körpergewichts fast ungefedert in die Knie über. Das Fußgewölbe und die Wadenmuskulatur federn beim Laufen über den Ballen den Stoß ab. Die Folge: Muskeln an Füßen, Waden und Schienbein verhärten leichter und verkrampfen. Deshalb ist der Vorfußlauf nur etwas für Sportler, die in diesen Bereichen über eine ausgeprägte Muskulatur verfügen.

Krafttraining ist notwendig Dieser Ansicht ist auch Laufmediziner Marquardt, der Joggern den Vorfußlauf empfiehlt. Seiner Meinung nach entspricht dieser der natürlichen Laufbewegung des Menschen und steigert die Leistung beziehungsweise Geschwindigkeit. Er rät Sportlern, die vom Fersenlauf auf den Vorfußlauf umstellen wollen, Fuß-, Waden- und Schienbeinmuskeln nicht nur gut zu dehnen, sondern auch extra zu kräftigen. Kurze Ausdauerläufe, Krafttraining, Stretching und motorische Übungen helfen bei der Umgewöhnung - die allerdings ein paar Monate Zeit braucht.

Barfuß über den Rasen Zudem sollen Umsteiger öfters barfuß auf dem Rasen laufen. Das stärke die Fußmuskulatur und gebe dem Läufer ein gutes Gefühl für den neuen Laufstil. Läufer, die bislang über die Ferse abgerollt haben, benötigen meist auch neue Laufschuhe. Übergewichtigen rät der Laufmediziner zwar vom Vorfußlauf ab, ansonsten kann seiner Meinung nach aber jeder problemlos auf das "natural running", also den Laufstil der afrikanischen Massai, umstellen - solange es vorsichtig und allmählich geschieht.

Quelle: T-Online 27.08.07

Deine Freundin hat voll und ganz recht. Joggen geht nicht nur über die Fuß- sondern auch über die Kniegelenke. Die Folge: Arthrose. Das ist sehr schmerzhaft und kann mit einem künstlichen Gelenk enden. Fahr doch lieber Rad. Das ist definitif gelenkschonender.

Wenn man joggt, sollte man sich als erstes um vernünftige und ordentliche Laufschuhe bemühen..das ist der sicherste Schutz für die Gelenke und danach alles schön langsam aufbauen um den Körper an diese neue Art der Belastung zu gewöhnen..

Wenn Du mit sehr hohem Übergewicht zu Joggen beginnst, solltest Du auf jeden Fall sehr gute Laufschuhe und Waldwege wählen, die Dein Gewicht beim Laufen abfedern. Knie und Wirbelsäule werden es Dir danken.

Alternativ empfiehlt es sich auch, zunächst zu schwimmen, Rad zu fahren oder einen Nordic-Walking-Kurs zu beginnen. NW ist definitiv schonender für die Gelenke und verbrennt bei richtiger Ausführung mehr Fett als Joggen.

Joggen schadet den Gelenken. Stimmt nicht! Zwar werden einige Gelenke durch die Bewegung ganz schön belastet - bei jedem Schritt mit dem zwei- bis dreifachen Körpergewicht. Dennoch verbessert Joggen ihre Funktionsfähigkeit. Denn dabei wird mehr Gelenkflüssigkeit produziert, und sie wird dünnflüssiger. Die Folge: Der Knorpel kann optimal mit Nährstoffen versorgt werden und bleibt länger in Form. Wer regelmäßig läuft, schützt sich sogar vor Arthrose. Wenn Sie allerdings übergewichtig sind oder starke X- oder O-Beine haben, sollten Sie zunächst mit Walking beginnen. Dann können sich die Gelenke langsam an die Belastung gewöhnen.

Quellehttp://www.forum-ernaehrung.at/cms/feh/dokument.html?ctx=CH0100&doc=CMS1145603484473

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Lieber Wolfgang Joost,

und noch einmal: bitte achte in Zukunft darauf die Quelle anzugeben, wenn Du zitierst.

Die Beachtung der Urheberrechte ist uns wichtig.

Vielen Dank im Voraus und viele Grüße.

Verena vom gutefrage.net-Support

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Bei Gelenkproblemen empfehlen sich Sportarten wie Nordic-Walking oder Schwimmen. Radeln nur, wenn man keine probleme mit den Knien hat. Hab selber mit den Gelenken zu kämpfen.

Richtige Laufschule und der Laufweg sind sehr wichtig, um die Gelenke nicht so stark zu belasten.

Bei geteerten strassen schadet es den Gelenken Aber bei Waldwegen und so weiter schadet es nicht

Im Prinzip ja; es kommt natürlich auf Dein Gewicht an.

Wie wär's mit Schwimmen?

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