Schadet es der Gesundheit wenn man kein Fleisch mehr isst?

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15 Antworten

Ja, man kann auch ohne Fleisch gut und gesund leben - und dass kommt hier von einem Fleischfresser!

Allerdings, ist es wie bei jeder Anderen Diät/Ernährungsform auch, dass man auf Ausgewogenheit und Inhaltsstoffen achten muss. Wenn man sich dazu entschließt, aus welchen Gründen auch immer, gewissen Zutaten weg zu lassen, muss man sich überlegen, wie man die Inhaltsstoffe sonst zu sich nehmen kann.

Sich vegetarisch zu ernähren - oder auch nur sehr selten Fleisch zu essen - finde ich nicht bedenklich. Bei Veganern schaut das für mich schon ganz anders aus. Da wird die Liste der "verbotenen" Zutaten schon sehr lang und man muss sich schon seht gut auskennen um keinen Mangel zu bekommen.

 

Unser Körper "braucht" kein Fleisch, er braucht die Nährstoffe, die man aus Fleisch leicht bekommen kann. Die findet man aber auch in anderen Lebensmitteln, nur nicht ganz so einfach.

Grundsätzlich sind wir Menschen als Omnivoren (Allesfresser) sehr flexibel und finden auch dann noch etwas Essbares, wenn andere, spezialisiertere Spezies hungern müssen. Wir können den Pflanzenfressern ihre Nahrung wegessen (außer Gras), wir können aber auch die Pflanzenfresser selbst verzehren, und wir vertragen auch die nahrhafte Milch von verschiedenen Tierarten.

Als Ovo-Lakto-Vegetarier, also jemand, der außer pflanzlicher Kost auch Milch und Milchprodukte und Eier isst, hast du keine Mangelerscheinungen zu befürchten. Je mehr man weglässt, desto schwieriger wird es.

Es gibt allerdings eine sehr interessante Studie von der Uni Graz, die zeigt, dass Vegetarier sich körperlich und psychisch schlechter fühlen als Mischköstler. Dabei ist nicht geklärt, ob vegetarisches Leben kränker und unglücklicher macht, oder ob kränkere und unglücklichere Menschen sich stärker der vegetarischen Lebensweise zuwenden, in der (vergeblichen) Hoffnung, dass es ihnen damit besser gehen wird.

Natürlich gibt es immer wieder einzelne Vegetarier, die sagen, es gehe ihnen jetzt viel besser als früher. Aber das genau ist der Vorzug von Studien: Sie gehen über den Einzelfall hinaus.

Ich habe im Rahmen der Blutgruppen-Diät davon gehört, dass Menschen mit Blutgruppe 0 (null) Fleisch gut vertragen und auch brauchen, um intakt zu bleiben, während Menschen mit A rh. positiv Fleisch weder brauchen noch vertragen. Zu denen gehöre ich.

Mir ging es mit Mitte 30 (damals immer noch mit Akne) richtig gut, nachdem ich auf fleischlose Ernährung umgestiegen bin. Ich hatte einen Energiezuwachs ohne Ende (habe einen Umzug, ein Studium, Studentenjobs und Haushalt parallel bewältigt), und meine Haut besserte sich zusehends.
Es dauerte dann ca. 20 Jahre, bis ich wieder Fleisch essen konnte und mochte, aber nur bio und nur Geflügel und das nur höchstens 1xpro Woche oder weniger.

Wichtig ist, auf B12, Zink und Vitamin C und D zu achten. Ich richte mich immer nach meinen Symptomen und frage nicht groß Ärzte - die können besser 'Krankheit', aber nicht 'Ernährung', darum kümmere ich mich lieber selber.

Die Theorie der Blutgruppen kann man ja mal für sich ausprobieren. Ich finde sie eine interessante Möglichkeit, plötzlich mehr Wohlbefinden mit den richtigen Lebensmitteln zu haben. (www.amazon.de/Blutgruppendi%C3%A4t-Di%C3%A4ten-spezielle-Ern%C3%A4hrungspl%C3%A4ne-B%C3%BCcher/b?ie=UTF8&node=536466).

Hier gibts wissenswerte Hintergründe über gesunde Ernährung:  www.zentrum-der-gesundheit.de/gesunde-ernaehrung.html, die einen richtig perplex machen können, aber einleuchten. Sicher nicht ganz einfach mit dem Druck der Werbung im Rücken und den Verharmlosern im Bekanntenkreis!
Wer dieses Wissen umsetzen kann, hat gewonnen.

Nein. Wir sind von Natur aus sowieso Früchte- und Samenesser, die sich evolutionär die Fähigkeit angeeignet haben, auch manche artfremde Nahrung wie Fleisch verarbeiten zu können. Wir müssen es in der Regel erhitzten, weil unser Verdauungssystem nicht für die üblichen Erreger ausgelegt ist, mit denen der Magen eines Fleischfressers problemlos zurechtkommt. Auch unser langer und faltiger Darm unterscheidet sich von dem kurzen und glatten Darm eines Fleischfressers.

Prinzipiell enthält Fleisch nichts, was nicht auch in pflanzlicher Nahrung enthalten wäre. Da Fleisch konzentriertes tierisches Eiweiß - wenn auch in denaturierter* Form - liefert, ist es problematisch bei allen Krankheiten, die das Immunsystem betreffen (Allergien, Infektanfälligkkeit, Ekzeme, entzündliche Erkrankkungen, usw.). Der übermäßige Verzehr belastet vor allem die Nieren und führt zu Eiweißspeicherkrankheiten (-> Lothar Wendt).

*Denaturierung meint hier die Veränderung der Tertiärstruktur und damit den Verlust der Lebendigkeit (-> Kollath, Pottenger). Die heutige Ernährungswissenschaft verwendet den Begriff leider auch für die Eiweißverdauung im Magen, was häufig zu Mißverständnissen führt.

Ohne Fleisch ist  die Versorgungung mit speziellen Vitaminen und Eisen  etwas schwieriger, aber auch gut machbar, wenn man sich gesund ernährt.

Hallo, grundsätzlich ist es nicht schlimm, wenn du kein Fleich mehr isst. Wenn du kein Fleisch mehr essen möchtest, aber trotzdem nicht auf Proteine verzichten willst, kannst du es auch auf andere Weise zu dir nehmen. Es gibt zum Beispiel vegane Eiweißshakes, mit denen du deine Ernährung gut ergänzen kannst. Du solltest allerdings darauf achten, ein hochwertiges Produkt auszuwählen, am Besten aus der Apotheke. Gerade wenn man Sport macht und Muskeln aufbauen will, ist das natürlich sehr wichtig, dass man dem Körper genügend Proteine zuführt. Wenn du Milchprodukte, Eier und so weiter isst, nimmst du auch Eiweiß auf, aber natürlich ist es etwas leichter, wenn man ab und zu einen Shake trinkt. Ich habe deswegen das Sanform Protein von Hansepharm gekauft, das löst sich leicht auf und schmeckt auch sehr gut.

Was man wirklich braucht, sind neben den Vitaminen die sog. "essentiellen Aminosäuren", die in Fleisch enthalten sind; aber auch eine Kombination von Hülsenfrüchten und Vollwert-Getreide liefert diese Stoffe, wenn man genug davon zu sich nimmt.

Auch Pflanzen enthalten alle Aminosäuren.

Die Kombinationstheorie basiert auf der Fehlinterpretation eines Buchs von Francis Moore Lappe und ist seit langem überholt. Es wurde in späteren Ausgaben richtiggestellt, geistert aber leider nach wie vor durch die Ernährungsempfehlungen

Man dachte früher, dass der Organismus alle Aminosäuren (AS) gleichzeitig zugeführt bekommen muß, um alle Proteine bilden zu können. Da bei Pflanzen die AS in unterschiedlichen Verhältnissen enthalten sind, ging man davon aus, dass die AS, die am wenigsten enthalten war (die sog. limitierende AS) die Proteinsynthese begrenzt und leitete daraus ab, dass man Pflanzen in einer Mahlzeit kombinieren müsse. Das ist aber nicht notwendig, da unser Organismus, wie man heute weiß, über einen Pool freier AS verfügt.

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Ich esse seit 10 Jahren keines mehr. Ob es schadet oder nicht hängt auch davon ab ob man sich sonst ausgewogen ernährt. Es gibt auch junkfood Vegetarier.
Dann kommt noch die Verträglichkeit hinzu, wenn man bestimmte Allergien hat zum Beispiel. Ich denke es ist möglich gesund ohne aber auch mit Fleisch (in Maßen) zu leben.
Sowas ist auch nicht nur von der Ernährung anhängig, Bewegung und Konsum wie Zigaretten oder Alkohol spielen da auch eine Rolle sowie Erbkrankheiten usw

Gretchenfrage aller Vegetarier und Veganer.

 

Nein der Körper braucht kein Fleisch. Er kann auch ohne überleben.

Aber eben nur das - er überlebt.

Es gibt auch wichtige Stoffe in Fleisch die der Mensch benötigt. Diese können nur schwer oder nur teilweise durch pflanzliche Nahrung ergänz werden.

 

Aber zu deiner Frage: Ja es schadet in Form von Mangelerscheinungen aber ob es tatsächlich gesundheits- oder lebensbedrohend ist - ist fraglich.

Wo bleibt der Beleg - das sind reine Behauptungen, und zwar falsche! Es gibt KEINE Nährstoffe, die der Mensch nicht auch durch andere Lebensmittel bekommen könnte. Pflanzliche Kost ist sogar gesundheitsfördernd, da in Fleisch nicht nur Antibiotika enthalten sind, sondern der Fleischkonsum auch zu den ganzen Zivilisationskrankheiten führt. Immer mehr Sportler und auch Hochleistungssportler setzen auf eine pflanzliche Ernährung. Und Mangelerscheinungen hat man immer, sobald man sich nicht ausgewogen ernährt, egal welche Ernährungsform man wählt. Einzig bei vegan sollte man Vitamin B12 supplementieren, das im Fleisch aber auch nur enthalten ist, weil es den Tieren zugefüttert wurde, also bleibt es egal, wenn man es gleich selbst aufnimmt. 

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So ein Quatsch. Welche Pflanze enthält tierische Eiweise und tierische Fettsäuren? Aber da sind wir wieder bei der Gretchenfrage.... Vegetarier und Veganer sind da ja offensichtlich beratungsresistent

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Es gibt viele verschiedene Meinungen, jeder soll sich informieren, aber für Schwangere  entsteht sicher Eisenmangel für Baby.

Man kann natürlich ohne Fleisch leben, aber gesund ist das genauso wenig wie ohne Gemüse o. Ä. zu leben. Gesundes Gleichgewicht ist wichtig, sonst hat man immer Mangelerscheinungen...

Einfach nur Bullshit! Ohne Fleisch erspart man nicht nur den Tieren Leid, sondern tut seiner Gesundheit etwas Gutes. Siehe beispielsweise "Academy of Nutrition and Dietetics", die führend auf dem Gebiet der Ernährung ist und aus Experten von Ernährungswissenschaftlern und Diätologen besteht, rät zur pflanzlichen Ernährung. Fleisch ist nicht nur nicht notwendig, sogar schädlich!

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@goodque

Das würde ich nicht so sehen ... aber jeder muss selber wissen welchen "Experten" er vertraut!

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Nein - nur die Versorgung, speziell mit Vitamin B12 und Eisen sollte man dabei beachten.

Wenn man die nötigen Stoffe wie B12 und D mit Supplementen oder hoher tierischer Lebensmittel ersetzt geht es ohne. Gesünder als eine gesunde Mischkost ist diese selbstgeiselung aber nicht.

nein natürlich nicht es gibt Veganer natürlich fehlen dir Mineralien und Vitamine Stoffe aber schädlich ist es nicht man bekommt seine Eiweiße auch anders.

Nein, es fördert die Gesundheit.

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