Schadensersatzanspruch des AG bei fristloser Kündigung?

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4 Antworten

Es kommt auf deinen Vertrag an. Wenn dort eine Vertragsstrafe vereinbart ist, hast Du diese zu zahlen. Wenn nicht, dann nicht. Ganz einfach.

Des weiteren musst Du die im Vertrag festgelegten Kündigungsfristen einhalten. Wenn Du fristlos kündigst, dann kann dein Arbeitgeber Schadensersatz von dir verlangen (ebenfalls wenn Du blau machst und er dich fristlos kündigt). Das heißt entgangenen Einnahmen oder Mehrausgaben (z.B. durch einen Ersatzmitarbeiter) kann er von dir verlangen und sogar einklagen.

Vorschuss für zu leistende Arbeit die Du dann doch nicht leistest, musst Du natürlich auch zurück zahlen. Allerdings: Gehalt und Co. ist immer Rückwirkend und keine Vorauszahlung!

Eins ist klar: Als Arbeitnehmer ist man immer der große Verlierer, wenn man sich nicht an die Fristen hält, bzw. für die fristlose Kündigung kein ausreichender Grund vorhanden ist (und deine private Situation, also Studium, ist KEINE!).

Am Ende wird mindestens eine Schadensersatzklage auf dich zukommen, da kannst Du sicher sein.

Ach ja und die Aussage "ihm entsteht kein Schaden" ist falsch. Alleine die Kosten für den Anruf um einen anderen Mitarbeiter einzuteilen kostet schon Geld und gilt als Schaden den er einfordern kann. Des weiteren wird er sicher auch ne Stellenanzeige aufgeben um Ersatz zu suchen. Die Kosten dafür sind ebenfalls ein Schaden den Du verursacht hast und tragen musst. Kann er die Stelle nicht sofort neu Besetzen und es geht Umsatz flöten, so hast Du auch diesen entgangenen Umsatz zu tragen.

Und es gibt noch einige Sachen mehr!

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@Scaver

Umsatz entgeht ihm nicht. Biete nur kostenlose Leseproben an, d. H. Eine Woche gratis eine Zeitung zu lesen. Neue Mitarbeiter kommen zurzeit ständig, seit Monaten gibt's Anzeigen in der Zeitung. Nun gut, die paar Euro für den Anruf und evtl. Zeitungsanzeige wird er denke ich kaum einklagen, selbst wenn, dann zahle ich die eben.

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Kurz und knapp: Wenn dem Arbeitgeber duirch dein Verhalten ein Schaden entsteht, der nicht entstanden waere, wenn du dich vertragsgemaess verhalten haettest (Einhaltung der Kuendigungsfrist), kann er dich dafuer ersatzpflichtig machen. Natuerlich muss er dann aber den Schaden auch beweisen.

Es geht ja nicht um eine Vertragsstrafe sondern um den Lohn für die nicht geleisteten Arbeitsstunden.

Den zahle ich ja zurück wie gesagt, soll er zurückfordern und gut ist. Will den ja nicht einhalten, weiß ja was ich geleistet und dementsprechend verdient habe.

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Ruf halt mal beim Arbeitsgericht an. Mir hat man da schon mal Auskunft gegeben.

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