Schadensersatzanspruch bei falschen Angaben zu Haushaltsnahen Dienstleistungen in der NK-Abrechnung, wer haftet: Vermieter oder Messdienstleister?

... komplette Frage anzeigen

3 Antworten

Eine Forderung gegenüber dem Messdienstleister dürfte für die Zeit vor Abrechnungsjahr 2011 in jedem Fall verjährt sein.

Du bist nicht Vertragspartner des Messdienstleisters. Vermutlich würde die Firma Forderungen, die Du stellst, sowieso zurück weisen.

Bleibt Dein Vermieter als Dein Vertragspartner. Dieser wird sich an die Hausverwaltung wenden, wenn das Haus durch eine HV betreut wird oder ansonsten mal die früheren Abrechnungen durch sehen. Und dann ist die Frage, legt er sich quer oder hilft er Dir.

Er könnte nun auch die früheren Abrechnungen entsprechend korrigieren und Dir als Korrektur geben. Dementsprechend könntest Du noch einmal beim Finanzamt vor sprechen. Schau mal Deine Steuererklärungen an, ob die endgültig oder vorläufig sind. Viele sind vorläufig, weil noch gemäß irgend einem Paragraphen oder Urteil noch eine endgültige Entscheidung viele Jahre auf sich warten läßt. Bei allen Steuererklärungen, die noch offen sind, könntest Du versuchen, eine Änderung des Bescheids zu erreichen.

Falls das für das ein oder andere Jahr nicht klappt, wirst Du Dich vermutlich wieder an den Vermieter wenden. Dieser wird sich das nicht gerne gefallen lassen, dass er für etwas einstehen muss, das er nicht verursacht hat. Dennoch würde es wohl an ihm hängen bleiben.

Was würde ich als Vermieter tun: Wenn es sich nicht gerade um einen 4-stelligen Betrag handelt, den der Mieter fordert, würde ich die Forderung akzeptieren um mit dann im Gegenzug sofort zu überlegen, um wieviel ich die Miete erhöhen könnte, um die Ausgabe baldmöglichst wieder rein zu holen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von lipsi007
30.04.2016, 12:03

Vielen Dank für die sehr aufschlussreiche und gut nachvollziehbare Antwort!!! Besonders interessant ist für mich der Hinweis, dass der Vermieter mein Vertragspartner ist, und nicht der Messdienstleister.

Es handelt sich um einen kleinen dreistelligen Betrag, von welchem ja
auch nur 20% die Steuerlast tatsächlich mindern, aber über die Jahre
gerechnet summiert es sich einfach.

Für eine Mieterhöhung bedarf es dann aber doch noch "ein paar" weiterer Kriterien... ;-)


0

Du hast sowieso einen gedeckelten Höchstbetrag für die Absetzbarkeit von haushaltsnahen Tätigkeiten. Falls Du noch mehr abgesetzt hast, hat es vielleicht gar nichts ausgemacht.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von lipsi007
29.04.2016, 14:36

Danke für die umgehende Antwort, den Höchstbetrag kenne ich. ;-) Mir ist über mehrere Jahre hinweg tatsächlich Schaden entstanden, da ich durch die falschen Angaben des Messdienstleisters zu viel Steuern gezahlt habe.

0

Wieso gibt es so viele Essneurotiker und Essgestörte? Das sind doch alles Luxusprobleme und nur in reichen Ländern möglich.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Akka2323
29.04.2016, 14:36

Entschuldigung, falsche Frage beantwortet!

0

Was möchtest Du wissen?