Schadensersatz Photovoltaikanlage wenn der errechnete Ertrag nicht erreicht wird

...komplette Frage anzeigen

4 Antworten

52% Prozent des errechneten Ertrages? Ich würde die Anlage prüfen lassen. Am besten vorgestern. Das ist kein Problem der Ertragsberechnung!

Niemand kann im Vorfeld genau sagen, wie das Wetter wird - und davon ist der Ertrag nun mal abhängig.

Um Schadenersatzansprüche geltend machen zu können, musst du der Firma konkrete Fehler nachweisen können.

Du solltest die Anlage von einem Dritten prüfen lassen. Wurden vielleicht minderwertigere Module verbaut ? Ist die Verkabelung korrekt ? Ist möglicherweise ein Wechselrichter oder ein oder mehrere Strings defekt ? Oder wurden gar Kabel verpolt ? Ich habe auch schon viele Anlagen gesehen, wo die Wechselrichter gar nicht zur Anlage passten, viele Firmen sparen da und verkaufen 10 KW auf dem Dach aber nur 6-7 KW Wechselrichter...

Für diese und weitere aufgezählten Fehler wäre die Firma haftbar, nicht aber für die Berechnung.... die basiert i.d.R. auf dem Solar-Strahlungsatlas der letzten X-Y Jahre. Mangels aktueller Daten werden in ländlichen Gebieten auch schon Mal Zahlen aus den 1980ern herangezogen. Das stand auch sicherlich so in deinem Vertrag, den du unterschrieben hast.

"voraussichtlich"

Ich denke das "Gutachten" wird so formuliert sein, dass kein Gericht dir Schadensersatz zusprechen wird.

Die Frage ist natürlich auch, wieso du weniger Ertrag hast.

Steht vielleicht ein Baum im Weg?

Gibt es im Internet keine kostenlosen Rechner?

Die Faktoren (Dachneigung, Ausrichtung, Lage) sind ja nicht so kompliziert.

PS: Sprichst du von Betrag (Geld) oder Ertrag (Strom) ?

Nein, denn keine Firma wird für voraussichtliche bzw. erforderliche Sonneneinstrahlung garantieren.

Was möchtest Du wissen?