Schadenersatzforderung nach Auszug und Wohnungsübergabe

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2 Antworten

Der Vermieter hat vieles richtig gemacht. Es ist jedoch zweifelhaft, ob er im Fall einer Schadensersatzforderung die Schäden ersetzt bekommt. Steckdose, etwa 30€, könnte aber passen, da die Nachbesserung nur durch eine Fachkraft ausgeführt werden darf. Wenn der ehemalige Mieter die Qualifikation selbst hat, dann muss er nicht zahlen. Türen müssen vermutlich nicht ausgetauscht werden, aber die Schäden können durch ein selbständiges Beweisverfahren ordentlich beziffert werden. Der Wert der Türen ist hier wohl ausschlaggebend, ob dieses Verfahren überhaupt Sinn macht. Ein Vergleich ist wohl ohne RA und Gericht kostengünstiger, da der Mangel selbst nicht bezweifelt wird.

Vielen Dank für die ausführliche Antwort.

Einige Sachen sind mir jedoch noch unklar:

Summa Summarum beläuft sich die Elektriker-Rechnung auf knapp Zweihundert Euro (zwei Blenden wurden noch angebracht. Prüfung der Elt-Anlage vorgenommen, Anfahrtkosten). Mieter M ist übrigens gelernter Elektriker, auch wenn er seit längerem nicht mehr in seinem Beruf arbeitet ... Weiterhin vergingen zwischen Wohnungsübergabe und der ersten Besichtigung des E-Fachbetriebs 14 Tage, eine unangemessene Verzögerung der Neuvermietung hätte daher meines Erachtens der Vermieter selbst zu verantworten oder täusche ich mich da?

Zu den Türen bleibt noch zu sagen, es handelt sich um billige Baumarkt-Presspappe-Türen, die durch die kleinen Kinder des Mieters einige Dellen abbekommen haben und daraufhin mit einer Art Spachtel verfüllt, geglättet und farblich dem Holzdekor angepasst wurden. Wie der Vermieter einräumt, scheint diese Ausbesserung tatsächlich auf dem ersten Blick nicht aufzufallen, auch ist es keineswegs die Intention des Mieters gewesen den Vermieter zu täuschen. Die Funktion der Türen ist natürlich noch gegeben ... Der Vermieter beziffert den Gesamtschaden für den Austausch der Türblätter auf ca. €500,00.

Die Frage die sich mir stellt; kann der Vermieter überhaupt eine fachgerechte Instandsetzung der Türen verlangen, insbesondere dann wenn im Übergabeprotokoll nichts vermerkt wurde? Theoretisch könnten doch die Schäden auch nach der Übergabe der Wohnung verursacht wurden sein.

Der Vermieter ist übrigens grundsätzlich offen für eine Vergleichslösung, droht aber auch mit einer gerichtlichen Durchsetzung seiner Interessen, sollte sich der Mieter nicht innerhalb 7 Tagen telefonisch melden.

Wie sollte sich der Mieter verhalten?

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Der Vermieter hat sich selbst ans Bein gepinkelt denn: Ohne angemessene Frist zur Ausbesserung einen Macken selbst zu beheben bedeutet dass er diese Kosten selbst tragen muss. Außerdem hat er kein Anrecht darauf die Türen tauschen zu lassen so lange die Funktion durch die Dellen nicht eingeschränkt ist.

Ordnungsgemäß ist ein sehr dehnbarer Begriff.

Hab selbst einen sehr ähnlichen Fall im Moment an der Backe und unser Ex Vermieter bleibt auch auf seinen Kosten sitzen da er uns keine Frist gesetzt hatte.

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