Schaden Zahlen bei Elementarschäden?

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3 Antworten

Hallo, bei meinen Großeltern ist ein Giebel der Scheune aufgrund der
starken Regenfälle im letzten Monat fast komplett zusammengestürzt

Aber ganz sicher nicht alleine deswegen.

Eine wichtige Info ist das die Scheune an einem Hang liegt und die Erde
ca. 3 m an der Wand hoch geht (Gesamter Giebel ca 6 -7 m)

Das ist zwar machbar, muss aber unter Berücksichtigung des ggfs. auftretenden Hangwassers sowie des Druckes durch den aufgehenden Hang entsprechend statisch und technisch abgefangen respektive berücksichtigt werden bei Erstellung. Es ist stark zu vermuten, dass das nicht oder nicht in ausreichendem Umfang geschah.

Anfangs lief das Wasser durch die Scheune und Sie bemerkten das die
Bruchsteinwand sich verschoben hatte. Nachdem unser Versicherer vor Ort war und wir zur Begutachtung diverse Gegenstände zur Seite geräumt
hatten fiel schon der erste Teil.

Das klingt eher danach, als ob durch das Starkregenereignis sich die bereits lose Vermörtelung der Bruchsteinmauer gelockert hätte. Und wenn das erstmal ins Rutschen kommt, kann man es nicht mehr stoppen.

kam ein Gutachter dieser meinte es müsse gewachsener fester Boden sein und dürfe damals nicht gegen die Wand aufgeschüttet worden sein.

Das kann schon sein, bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass nicht der Hang über die Jahrzehnte (?) hinweg Druck auf das Fundament der Mauer ausgeübt haben könnte; das Eine steht dem Anderen nicht entgegen.

Das Bodengutachten bestätigte dies nun, jedoch heißt es plötzlich die Wand wäre weder wegen des Regens noch wegen den angeblich nicht verschobenen Erdmassen eingestürzt.

S.o. - das ist durchaus möglich. Wenn die Mauer selbst bereits vor dem Starkregen marode / baufällig war, wäre der Regen nicht schadensverursachend gewesen. Selbst eine Elementarschadensversicherung - so diese denn bestünde - würde hier wohl nicht oder wenn nur auf Kulanz (und dann bestenfalls teilweise) leisten, da der Schadensverlauf leider in der Tat sehr stark darauf hindeutet, dass die Wand bereits vorher baufällig war. Und die Gebäudeversicherung versichert keine Regenwasserschäden. M.E. handelt es sich hierbei um einen klassischen Vermögensschaden, und damit um ein nicht versichertes Ereignis.

Regen zählt nicht als mitversicherte Schadensursache bei einer Gebäudeversicherung.

Aus deinem Text kann ich nicht herauslesen, dass es sich um eine Überschwemmung handelt. Auch ein Bergrutsch geht aus deinem Text nicht hervor.

Dann stellt sich mir die Frage, wie alt war die Scheune und könnte es sein, dass sie schon etwas baufällig war.

Ich vermute mal, dass der Schaden über die Gebäudeversicherung nicht erstattet wird.

Ich denke, das hat nix mit Elementarschäden zu tun. Es gehtn ja nicht um eine Überschwemmung oder einen Erdrutsch. Vielmehr sollte nachgeprüft werden, ob noch eine Statik vorhanden ist und falls - ob damals berücksichtigt worden ist, dass Erdreich am Mauerwerk anliegt. Aber selbst wenn das so wäre, handelt es sich vermutlich um Baufälligkeit - und da zahlt keine Versicherung.

Richtig. Und da Bruchsteinwände im Scheunenbau seit gefühlten 100 Jahren nicht mehr ausgeführt werden (sieht man mal von Renovierungen denkmalgechützter Objekte ab), wird es wohl auch keinen Schuldigen geben, der zur Verantwortung gezogen werden könnte.

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