Schach: Springer oder Läufer?

3 Antworten

Grundsätzlich sind im Schach Springer und Läufer gleich stark und ihnen wird der Wert von 3 Bauern zugemessen. Durch einen Abtausch allein erzielt also keine Seite einen Vorteil.

Wie wertvoll Springer und Läufer in einer Schachpartie sind, hängt von der Stellung und den Möglichkeiten, wie sie sich entwickeln kann, ab. In der Tendenz sind Springer in eher geschlossenen Stellungen mit starrer Bauernstruktur, in der wenig Aussicht besteht, die Bauern vorwärtszubewegen, stärker. Läufer sind dagegen in der Tendenz eher in offenen Stellungen, in der sie sich ungehindert auf langen Diagonalen bewegen können, stärker.

Im Endspiel ist ein Läuferpaar meistens ein Vorteil. Zwei Springer und ein König können den gegnerischen König nicht mattsetzen.

In einem Schachverein, einem Buch zu Schachstrategie oder mit einer Schachsoftware zum Lernen für den Computer ist es möglich, Hinweise für eine erfolgversprechende Strategie zu erhalten.

Ein guter Spieler gewinnt auch ohne Springer/Läufer/Dame... wie auch immer. Von daher werte ich die Spielfiguren gleich. Und Strategien können sich auch innerhalb eines Spieles sehr schnell ändern, so dass plötzlich auch ein Bauer von großer Wichtigkeit sein kann.

Das kommt darauf an, ob Du um die Ecke denken kanst, oder ob Du besser Querdenken kannst. Noch besser, Du kannst beides kombinieren.

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