Schach mit verbundenen Augen?

3 Antworten

Mein Tipp ist: Spielen ohne verbundene Augen. Und zwar intensiv und lange.

Einmal die Woche eine Stunde ist dafür viel zuwenig. Möglichst mehrere Stunden am Tag. Wenn du das dann mehrere Wochen/Monate betreibst, dann "brennt" sich das Brett automatisch in den Kopf und du bekommst ein deutliches inneres Vorstellungsbild vom Brett und den Figuren. Wie TheoBN auch schreibt, merkst du dir dann eher die Cluster (typische Figurenaustellungen = Erfahrungswerte) als einzelne Figuren. Aber das geschieht dann schon fast von selbst.

Erstmal intensiv und lange Schach spielen (optimalerweiße an einem realen Schachbrett um die Vorstellungskraft zu trainieren). Übe dich in komplizierten Stellungen und versuche weit vorauszurechnen. Und dann kannst du dass Brett anfangen weg zu nehmen.
Versuche im Kopf mal eine eigene Partie nachzuspielen. Löse Taktikstellungen im Kopf.

Blindschach ist eine Königsdisziplin und eine Gedächtniskunst. Nur die wenigsten können das wirklich gut. Das zu können erfordert intensives üben, viel Konzentration und eisernen Willen.

Woher ich das weiß:Hobby – Ich spiele seit über 20 Jahre erfolgreich Turnierschach.

Blindschachspiel ist natürlich viel Training und Spielpraxis.

Nach dem ich viele Jahre als Vereinsspieler trainiert und Ligaspiele gespielt habe, konnte ich in Gedanken meine Partien in Gedanken nachspielen und auch Partievarianten im Kopf durchgehen können.

Eine große Hilfe ist dabei, sich Figurenkomplexe, Eröffnungsvarianten und Endspielabläufe als Ganzes vorstellen zu können.

Beispiel: Rochadestellung auf dem Königsflügel.
Beteiligt sind dabei 4-6 Figuren, die man sich nicht als Einzelfiguren merken muss sondern als Komplex: Die Bauerstruktur, Turm, Springer, König, ...

So merkt man sich sozusagen einen Block und keine 4-6 Einzelfiguren und kennt seiene Wirkungsfelder, Schwächen und Stärken.

Ebenso sind z.B. im Endspiel verschiedene Positionen vorstellbar, in denen man nicht einzelne Züge durchgehen muss sondern Abspielblöcke, z.B. in einem Turmendspiel, Bauerendspiel.

Was ein menschliches Gehirn leisten kann, erkennt man auch daran, dass ein Spieler simultan gegen 40 Gegner blind Schach spielt und noch dazu die meisten Partien gewinnt bzw. remisiert.

Wozu braucht man das? Für ne bestimmte Art von Wettbewerb ?

Sich die Felder geistig vorstellen können. Die Züge vom Gegner merken, die eigenen merken. Fühlen können welche Figur man hält und natürlich üben.

Es gibt Turniere bei denen man sa spielt aber ich mache es nur für die Herausforderun... und man sagt welche Züge man macht zb e5 als Eröffnung (Königsbauer zwei nach vorne) dann zb Springer f3 (wenn nicht klar welche Figur bewegt wird - wie zb hier wäre auch Bauer auf f3 möglich gewesen - wird die Figur genannt) usw..

Aber das spielt man idr ohne direkt selbst die Züge an einem Schachbrett zu machen

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