Sattelproblem, tep, Tipps?, erfahrungen?

2 Antworten

Lass Dich erstmal nicht von der Marke leiten.

Lass den Sattler kommen, schildere ihm das Problem und bitte ihn, bei der Auswahl zu beachten, dass der Sattel gut veränderbar ist, denn das Pferd wird sich noch einige Male ändern. Oder frage ihn, ob er einen gebrauchten Sattel wüsste, der für die Aufbauzeit passen würde und den er danach idealerweise auch wieder in Zahlung nehmen würde, wenn Du erst nach dem Aufbau den endgültigen kaufst.

Weil Dea2010 Kieffer empfohlen hat: Wenn Du einen sehr alten gebrauchten findest, ja. Von den neueren Modellen würde ich keinen mehr kaufen. Seitdem die in China fertigen, ist die Qualität auch entsprechend, die sind mehr bei der Reparatur als auf dem Pferd.

Aber unabhängig davon: Wie jeder Schuhhersteller für einen bestimmten Leisten fertigt, so haben einige Sattelhersteller auch nur Sättel für einen bestimmten Pferdetyp oder zwei und ein bisschen was geht mit Änderung. Aber nur wenige Marken fertigen so breitbandig, dass für jede Rückenform ein Sattel im Programm ist. Dann muss der Sattel nicht nur dem Pferd passen, sondern auch Dir - wenn Du nicht zum Sitzen kommst, weil Dir der Sattel schlicht und ergreifend unbequem ist, wird Dein Pferd auch nicht wieder aufmuskeln - und deshalb würde ich probieren, was dem Pferd passt und dann entscheiden.

Dem Sattler sag vorab am Telefon folgende Eckdaten: Größe, Rasse, Körperbau so gut wie möglich beschrieben, Vorgeschichte, Deine Ausrichtung beim Reiten, Deine persönlichen Vorlieben, evtl. sogar mit Beschreibung, warum, damit er das einschätzen kann ... dann hat er viel mehr passende Sättel im Auto als wenn Du nur anrufst "brauche einen Sattel für ein Pferd".

Um Deine restlichen Fragen zu beantworten:

Von diesen Pads würde ich Abstand nehmen, es sei denn, der Sattler rät Dir zu einem. Für einfach so ins Blaue hinein kaufen mit dem Risiko, dass es das ganze nur verschlimmert und Dir Dein Sattler sagt, das geht gar nicht, sind die Dinger einfach zu teuer.

Wintec Sättel kann man auch nicht anpassen, weshalb die für mich komplett ausfallen. Sie kosten im ersten Moment weniger als beispielsweise ein Passier oder Prestige, die als enorm gut anpassbar bekannt sind, aber dann muss man irgendwann neu kaufen, weil nix mehr geht:

Die Kissen der Wintec haben eine bestimmte Form. Diese Luftkammerkissen kann man wohl relativ einfach härter oder weicher machen, aber nicht in ihrer Form verändern, was man mit loser Polsterwolle schon kann. Nimmt man nicht diese, sondern einfach gefüllte Polster, so hat man das Problem, dass die mit einem durchgehenden Schaumstoffstück gefüllt sind (wie übrigens auch die billigeren Modelle vieler anderer Hersteller) statt mit loser Füllung. Da meint man im ersten Moment, wenn man umpolstern muss, nimmt man halt den Schaumstoff raus und gibt eine lose Füllung rein. ABER: Man sollte beachten, dass bei los gefüllten Polstern ein Füllloch an einer statisch günstigen Stelle ist, durch das man den Schaumstoff nicht raus bekommt. Man muss also das Kissen sehr weit öffnen und verändert die komplette Statik, der Sattel ist nachher nix mehr, mit dem man sinnvoll auf das Pferd einwirken kann.

Das Kopfeisen kann man zwar tauschen, aber das kann der Sattler bei jedem herkömmlichen Sattel auch weiten, verengen, austauschen ... und ohne Sattler sollte man das eh nicht machen, weil bei einer Kopfeisenänderung in 90% aller Fälle auch eine Änderung des Baums mit nötig wird, sonst verändert sich komplett die Schwerpunktslage und er beginnt aufzuliegen.

Und der Baum ist bei den Wintec nicht änderbar. Das Risiko, dass er dabei kaputt geht, ist so hoch, dass sich da kaum ein Sattler ran wagt. Aus diesem Grund rate ich auch von den teuren "Maßsätteln" mit handgeschnitzten Bäumen ab - was es kostet, wenn da der Baum geändert werden muss, kann man sich ausrechnen und besser als ein top angepasster von der Stange ist der Sattel auch nicht.

Sattler kommen lassen und umpolstern lassen! Und wenn die Muskeln wieder da sind, dann erneut umpolstern lassen.

Ja das hatte ich auch schon überlegt aber dabei hat sich rausgestellt dass der sattel nicht zu verändern ist. Dafür müsste ich einen neuen kaufen

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@Ostwind99

Dann würd ich sagen, neuen oder neuen (gebrauchten) Sattel kaufen. Lieber Geld ausgeben, als deinem geliebten Pferd Schmerzen oder Schäden zuzufügen...

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@Ostwind99

Kieffer, Lemetex, Stübben... je nach Ausformung des Rückens.

Meine Stute hatte auch nen wandernden Sattel (nach hinten), der passte der Gran Bernina von Lemetex am Besten, beim Wallach wars der Kieffer (VSD, Modellname weiss ich grad net) und beiden passte der Stübben.

Ist dann ne Preisfrage.

Kieffer und Lemetex lassen sich umpolstern und auch im Baum ändern, Stübben ist Geschmackssache, nicht jeder kann drin sitzen, muss man probieren.

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