Sanktion vom Arbeitsamt trotz fristgerechter Kündigung?

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4 Antworten

Hier stelle ich mir die Frage, warum du gegen die Kündigung nicht vorgegangen bist. 

Mit der vorgelegten Begründung wäre der Arbeitgeber, wenn die Kündigung nicht in der Probezeit ausgesprochen worden ist, mit großer Wahrscheinlichkeit baden gegangen. 

Nun wissen wir nicht, was der Arbeitgeber als Begründung angegeben hat. Daher ist die Überprüfung erst mal folgerichtig. Was dabei tatsächlich rauskommt, ist abzuwarten, denn auch das akzeptieren einer offensichtlich rechtswidrigen Kündigung kann eine Sanktion nach sich ziehen. 

Hier stelle ich mir die Frage, warum du gegen die Kündigung nicht vorgegangen bist.

Um gegen eine Kündigung "vorgehen" (also klagen) zu können, muss das Kündigungsschutzgesetz anwendbar sein.

Die Schilderungen der Fragestellerin legen die Annahme nahe, dass es sich um einen Kleinbetrieb mit nicht mehr als 10 (umgerechnet) Vollzeitkräften handelt, eine Klage also nicht möglich wäre (wenn es sich nicht um eine sittenwidrige, willkürliche Kündigung handelt).

Ansonsten ist Deine Antwort selbstverständlich korrekt!

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Kann man so pauschal nicht sagen: Sanktionen gibt es, wenn der Arbeitnehmer durch sein Verhalten den Leistungsfall mitursächlich herbeigeführt hat. Es soll hin und wieder Agenturen geben, welche eine Kündigungsschutzklage zur Klärung erwarten, zumindest wenn das Kündigungsschutzgesetz anwendbar ist.

Es ist ja erst Mal nur eine Anhörung. Du hast deine Gründe genannt und er muss erst mal seine Gründe nennen. Wie schon gesagt wurde muss dir grober Vorsatz nachgewiesen werden, dass du deinen Arbeitsplatz verloren hast (Bsp.: dauerhaftes zu spät kommen, Untätigkeit, ungebührliches Verhalten dem Chef oder Kollegen gegenüber)

Wenn dein Chef widererwartend solche Gründe angibt kannst du in jedem Fall in Widerspruch gehen, falls dir Sanktionen drohen. 

Auch der Arbeitgeber bekommt ja einen Anhörungsbogen. Offensichtlich hat es da abweichende Angaben gegeben. Jetzt soll das GEPRÜFT werden. Das heißt ja noch nicht, dass du eine Sperre erhältst. 

Im übrigen hättest du gegen eine unbegründete Kündigung klagen können (und müssen !)

Ohne Rechtsschutzversicherung stehst du auf verlorenem Posten. Du Must die Kosten einer Klage in arbeitsrechtlichen Angelegenheiten, egal zu wessen Gunsten sie ausgehen, immer selbst tragen

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@nadita

Die Klage vor dem Arbeitsgericht ist kostenlos und es besteht auch kein Anwaltszwang.

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Im übrigen hättest du gegen eine unbegründete Kündigung klagen können (und müssen !)

Sofern das Kündigungsschutzgesetz überhaupt anwendbar ist!!

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@Familiengerd

Gegen eine unbegründete Kündigung kann man immer klagen. Das hat mit der Kündigungsschutzklage nichts zu tun.

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@DerHans

Nein!

Nur gegen eine sittenwidrige, willkürliche, gegen den Grundsatz von "Treu und Glauben" verstoßende und das Mindestmaß sozialer Rücksichtnahme nicht beachtende und gegen eine nicht die Frist einhaltende Kündigung kann jeder Arbeitnehmer klagen, auch wenn das Kündigungsschutzgesetz nicht anzuwenden ist.

Ansonsten ist eine Kündigungsschutzklage (bei Anwendung des KSchG) nur zulässig, wenn eine Kündigung sozial ungerechtfertigt ist, also nicht aus Gründen erfolgt, die betrieblich bedingt sind oder in der Person des Arbeitnehmers oder in seinem Verhalten liegen.

Alleine die Tatsache, dass Kündigungsgründe nicht genannt wurden, ändert nichts daran, dass das Kündigungsschutzgesetz in einem Kleinbetrieb nicht anwendbar ist.

Selbstverständlich kann auch der Arbeitnehmer eines Kleinbetriebes gegen eine nicht begründete Kündigung klagen, wenn er im Prozess beweisen kann, dass einer der von mir ganz oben genannten Umstände vorliegt!

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