Sanitätsdienst DRK

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1 Antwort

Moiin,

ich bin jetzt seit Dezember 2010 beim DRK in der Bereitschaft(vorher 6 Jahre Jugenrotkreuz). Also ich bin jetzt nicht nur Sanitäter(Sanitätshelfer--> zwei "Ausbildungsstufen" unter dem Rettunssanitäter), sondern auch noch im Betreuungsdienst, der Verpflegungstruppe und in der Technik unterwegs.

Ich konnte bisher meist positive Erfahrungen sammeln. Zum einen kommt man überall kostenlos rein(Veranstaltungen wie Konzerte,Theater,Festspielaufführungen, Shows, Sportveranstaltungen, usw), man bekommt bei vielen Veranstaltungen "backstage" Zugang, es gibt bei 95% der Dienste kostenlos Essen und Trinken (in Maßen) und, was ich noch sehr wichtig finde, man bekommt überall sehr viel Anerkennung, wird von den Leuten wahrgenommen, bekommt hier und da ne kleine Spende(die jedoch ans DRK gehen sollte), man kann den Leuten Anweisungen geben, was in Zivil nicht klappen würde(,, Achtung hier ist das Rote Kreuz, machen sie bitte den Weg frei!") und, und, und ...

negative Aspekte sind, das dies alles sehr Zeitintensiv ist. Man muss Lehrgänge, Fortbildungen, Dienstabende, die Dienste selber wahrnehmen können. Außerdem bekommt man sehr viel zu sehen, was einem lieber erspart geblieben wäre...(auf Festen und Feiern passiert es leicht, dass sich betrunkene vor einem oder auf einem übergeben, oder schwere unfälle mit offenenbauchtraumen--> Gott sei dank aber eher die Seltenheit)

zu den Voraussetzungen:

Man muss einfach die Zeit und Motivation dafür haben. Halbwegs sportlich zu sein schadet auch nicht. Und man muss die "Idee" des Roten Kreuzes verstanden haben und muss bereit sein, nach den Grundsätzen zu handeln und zu denken(MUNUFEU), man muss mit traumatisierten, kranken, teilweise ekligen, schwer verletzten Menschen zurrecht kommen können und dies auch für sich verarbeiten können.

zur Arbeit selbst:

Ich habe mehr als einfach nur großen Spaß bei der Arbeit. Einfach dieses Gefühl der Verantwortung, Autorität bei der Arbeit. Dieses dankbare Leuchten in den Augen der Leute, denen man vielleicht auch nur nen heißen Tee auf der Autobahn gegeben hat, oder auch nur mal mit ihnen geredet hat und ihnen nach einem schweren unfall zugehört hat. Das treibt mich an und hält meine Moral oben. Aber um es zu erleben musst du einfach mal bei eurem DRK vorbeischauen und bei den Dienstabenden mitmachen. Nach der Ausbildung gehts an die Dienste. Meist heißt es nur Pflaster kleben. Aber es lohnt sich trotzdem.

LG Bantha

Princessjanii 15.07.2011, 20:56

Eine sehr gute Antwort finde ich und auch sehr richtig, zumindest meiner Meinung nach ;-)

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Doody 20.07.2011, 01:25

Wow, Dankeschööön!!!!!

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baertl 29.08.2011, 06:27

Gute Antwort, Respekt!

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