Sanierungsfirmen?

5 Antworten

Man sollte unbedingt einen Architekten/Planer konsultieren. Die können den Kostenrahmen halbwegs sicher einschätzen.

Ansonsten ist es sehr hilfreich auch selbst nicht ganz unbelesen in das Projekt hinein zu gehen. Heutige Bauvorschriften verlangen zur Energieeinsparung oft unwirtschaftliche Maßnahmen. Hier kann man schnell Geld versenken, was sich über Jahrzehnte nicht bezahlt macht.

Manchmal ist es nicht unbedingt notwendig, alles raus zu reißen und komplett zu erneuern. Eine Reparatur am Dachstuhl oder die Reparatur der Dachhaut kommt oft günstiger als die komplette Neuanschaffung. Dachziegel halten oft Jahrzehnte, je steiler das Dach, um so länger die Haltbarkeit.

Alte Häuser haben oft das Grundproblem Feuchtigkeit. Hier sollte nun das Dach dicht sein und Holzbalkendecken statisch geprüft werden, auch auf Pilze/Fäulnis/Schädlinge.

Ist der Keller feucht, wovon auszugehen ist, so muss dies nicht zwangsläufig an einer defekten Horizontal- oder Vertikalabdichtung liegen. Unbeheizte Keller feuchten durch Kondensat auf, hauptsächlich im Sommer, wenn der Keller gelüftet wird. Eine Unterscheidung, woher die Feuchte letztendlich kommt, ist (auch für Fachleute) sehr schwer, daher empfehle ich vorerst die preiswerteste "Sanierungsmaßnahme" der Temperierung, denn diese ist oft schon von Erfolg gekrönt.

Eine Temperierschleife/Heizrohrschleife im Sockelmauerwerk aller Kellerwände verdrängt die Feuchte aus dem Mauerwerk und dem Keller dauerhaft. Dazu bitte im Internet etwas über Temperierung lesen. Viele Firmen werden zur neuer Abdichung raten, weil damit viel Geld zu verdienen ist, jedoch hilft KEINE Abdichtung gegen Kondensatfeuchte. Hier hilft nur die (leichte) Beheizung zu Trocknung.

Generell gilt: Wenn etwas trocknen soll, sollte die Feuchtequelle abgestellt werden und dann erfolgt die Trocknung NUR über trockene Luft an der Oberfläche des Bauteils. Nur die Luft kann das Wasser in Form von Wasserdampf vom Bauteil übernehmen und abführen. Dabei gilt: Je trockener die Luft an der Bauteiloberfläche ist, um so schneller erfolgt die Trocknung.

Damit sind wir schon beim Thema Heizung/Dämmung. Der Dämmwert eines Bauteils ist in großem Maße von der Feuchtigkeit des Bauteils abhängig, denn Wasser leitet volumenbezogen die Feuchtigkeit knapp 3500 Mal besser als Luft.

Den Zusammenhang an der Ziegelwand untersuchte J.S. Cammerer schon vor Jahrzehnten. Seine Ergebnisse kann man mit der Bildersuche und dem Namen "J.S. Cammerer" googeln. Hier läßt sich erkennen, dass bei linear ansteigender Feuchte an der Wand der Dämmwert parabelförmig absinkt. Die Dämmwertänderung ist also bei den ersten Feuchteprozenten am Größten. Daher ist es nicht nur wichtig, dass die Wände trocken sind, sondern es ist für gute Dämmwerte sehr wichtig, dass die Wände knochentrocken sind.

Da trockene Luft der Wandtrocknung dienlich ist, sollte nun die zukünftige Beheizung des Hauses betrachtet werden. Neben der Frage des Energieträgers (ich habe mich für Erdgas entschieden), ist mindestens genau so wichtig, wie das Haus mit einem hohen Anteil an Wärmestrahlung zu beheizen. Warum?

Wärmestrahlung erwärmt Oberflächen direkt und läßt die Luft kalt. Die Luft erwärmt sich nachrangig an der wärmeren Oberfläche. Wenn sich Luft erwärmt, bekommt sie ein größeres Wasserdampfaufnahmevermögen. Die rel. Luftfeuchtigkeit sinkt, die Luft wird dadurch trockener. Das geschieht nun bei der Beheizung mit viel Wärmestrahlung im unmittelbaren Wandkontakt, wodurch die Wand getrocknet und trocken gehalten wird. Kapillaraktive (mineralische) Innendämmungen werden dadurch vor Befeuchtung aus der Raumluft geschützt.

Die andere Möglichkeit, die Wärme in den Wohnraum zu bringen, ist die Lufterwärmung durch Heizkörper. Heizkörper bieten ca. zu 3/4 Warmluft und zu 1/4 Wärmestrahlung. Die Warmluft steigt zur Zimmerdecke, kühlt an der Außenwand ab, sinkt unter weiterer Abkühlung (Wärmeübertragung an die Wand) nach unten, wobe die relative Luftfeuchte in der sich abkühlenden Luft ansteigt und durch Feuchteausgleich die Wand den Feuchtewert der Luft an der Oberfläche übernimmt. Die Folge ist eine feuchtere Wand mit einem entsprechend schlechterem Dämmwert. Bei starker Auffeuchtung kann es auch zu Schimmelbildung führen, hauptsächlich in den unteren Wandbereichen und in den Raumecken, wo die Warmluft der Heizung kaum noch Wärme zur Oberflächenerwärmung an die Wand übertragen kann. Luft ist ein sehr schlechter Wärmeträger.

Wird also mit viel Wärmestrahlung beheizt, bekommt man warme, trockene Wände mit einem hohen Dämmwert, die weitere Dämmmaßnahmen unwirtschaftlich machen.

Flächenheizungen (Fußboden-/Wandheizungen) bieten dem Raum viel Wärmestrahlung. Da die Nachrüstung im Bestandsbau oft sehr aufwändig und damit teuer ist, empfehle ich immer gerne hydraulische Heizleisten (mal googeln). Diese erwärmen durch einen Warmluftschleier (Prozessluft genannt) die innere Wandoberfläche der Außenwände und sorgen für ein hervorragendes Raumklima.

Mein lieber Freund, da kommst einiges auf dich zu.

Firmen gibt es viele, die können auch alles, aber die große Frage ist - wie?

Die Fallstricke und Unwägbarkeiten sind vielfach, besonders wenn man nicht vom Fach ist.

Es gibt da Fachleuten ( Architekten / Baubegleiter) die dich bei einer solchen Sanierung beratend und besonders bei den Abnahmen verantwortlich begleiten sollten. Kostet etwas aber du bist dann auf der sicheren Seite, weil die die Verantwortung tragen.

Du musst vorher genau wissen was du willst oder das Unternehmen wird für dich unkalkulierbar.

Die Unternehmen freuen sich auf Kunden die immer wieder Änderungen haben wollen.

Die Aufträge müssen wasserdicht sein, nicht bezahlen vor der endgültigen Abnahme oder aber max. die Materialkosten. Achte auf die AGB der einzelnen Unternehmen.

Bevor du anfängst im Net suchen.

Hoffentlich konnte ich dir helfen. MfG

Es gibt ein Sprichwort: "Schuster, bleib bei Deinem Leisten!"

Jedes Unternehmen spezialisiert sich in der Regel auf ein Fachgebiet, also zum Beispiel auf Dächer, Heizungen, Fenster etc. Ich kenne kein Unternehmen, welches komplett alle Arbeiten anbietet, die bei einem Hausbau anfallen (können). Denn für viele Bereiche im Handwerk ist heute noch immer ein Meister erforderlich. Ein Unternehmen kann nun nicht für jeden Fachbereich extra einen Meister einstellen.

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