Sagt die Krankenkasse irgendwann was bei Hypochonder?

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4 Antworten

Meines Wissens hat die Krankenkasse da keine Handhabe.

Die freie Arztwahl ist ein hohes Gut in unserem Gesundheitssystem und daher wird auch kein Eingriff diesbezüglich in die Arzt-Patienten-Beziehung seitens der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) erfolgen dürfen.

Allerdings darf ein Arzt die Behandlung irgendwann verweigern (solange der Patient nicht mit einer akuten Erkrankung kommt).
Hypochonder und Patienten mit Somatisierungsstörungen neigen aber dazu, immer neue Ärzte zu suchen, um immer dieselbe Diagnostik wieder zu durchlaufen, weil sie Angst haben, dass etwas vom alten Arzt (der ihnen nicht helfen konnte) etwas übersehen wurde. Das Spiel kann jahrelang gehen.

Stoppt das nie jemand?

Doch. Sobald die zerebrale Flatulenz erst einmal exakt diagnostiziert ist, dann wird man auch versuchen, sie zu behandeln. Allerdings sind die Behandlungsmethoden erstens auch nicht gerade preiswert und zweitens sind sie nicht immer erfolgversprechend. Zudem handelt es sich bei der Erkrankung häufig um eine rezidivierende Form, was die Situation nicht besser macht.

Kasse kann ihn rauswerfen. Das ist schon möglich. Dann wird er schwer eine neue Kasse finden. Ist aber viel zu selten. Wirklich Kranke bekommen wegen solchen immer weniger bezahlt und müssen wegen solchen Typen leiden.

So ein Quatsch. Die gesetzliche Krankenversicherung kann den Patienten nicht kündigen.

Wenn ich einen Sonderfall nicht kenne, wäre ich dir für eine Erläuterung mit Quellenangabe zum Nachlesen dankbar.

"Solche Typen" sind übrigens schwer krank und benötigen Hilfe. Teil der Krankheit ist aber auch eine fehlende Einsichtsfähigkeit. Das macht die Therapie sehr schwierig.

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@Maxxismo

Hey du Typ mit deinen "superschlauen" ( dummen Bemerkungen) maxxismo. Klingt bei Dir nach Betroffene Hunde bellen. Jeder Patient ist also ausnahmslos selbst an seiner Krankheit schuld? Muss ich mich wieder entschuldigen, weil Tausende ihre Nierenfunktion verloren haben und an der Maschine hängen? Jeder Krebspatient raucht und säuft ja? Ein nach einem Unfall verletzter LKW-Fahrer gehört gleich in den Sarg? Du bist nicht normal, da bei Dir ja nur eingebildet Kranke für nichts behandelt werden sollen.

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@onidagori

Du behauptest, die GKV könne eine Patienten rauswerfen. Mir ist weder ein Fall dazu bekannt, noch wüsste ich, auf welcher Grundlage das möglich sein sollte. Kannst du das näher erläutern?

Jeder Patient ist also ausnahmslos selbst an seiner Krankheit schuld?

Ich verstehe nicht, wie du aus dem was ich geschrieben habe, zu diesem Schluss kommst.
Ich habe doch im Gegenteil geschrieben, dass Hypochonder und Menschen mit Somatisierungsstörungen teilweise schwer krank sind und daher behandelt werden müssen. Also dass sie eben nicht fallen gelassen werden dürfen.

An welcher Stelle genau schwerkranke Patienten jetzt genau wegen Hypochondern leiden, ist mir trotz deiner differenzierten Darstellung leider nicht klargeworden.

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@Maxxismo

Onidagori, ich kann deine Schlußfolgerungen auch nicht nachvollziehen. Das was Maxxismo geschrieben hat, trifft doch den Punkt. Ich schätze im Übrigen ihre (oder seine?) Beiträge.

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Das kommt wohl ganz darauf an, was dein Arzt an die Krankenkasse weiter gibt.

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