Säumniszuschlag Steuer

3 Antworten

Wenn Du direkt nach Abgabe der Voranmeldungen gezahlt hast oder dem Finanzamt einen Abbuchungsauftrag erteilt hast, können Säumniszuschläge eigentlich nicht entstanden sein. Es kann sich dabei dann nur um Verspätungszuschläge handeln, die allein auf die verspätete Abgabe von Steuererklärungen und Voranmeldungen unabhängig von der Zahlung festgesetzt werden. Hier stellt sich die Frage: wann hast Du Deinem Steuerberater die Unterlagen für die Voranmeldungen übergeben? Wenn das erst am 10. 11.. war, konnte er die Voranmeldung nicht am selben Tag erledigen, denn er musste erst Deine Belege buchen lassen und daraus die Voranmeldung erstellen. Waren die Belege schon am 1.11. bei ihm, hätte er genug Zeit gehabt. Und noch ein Hinweis: Es ist für einen Steuerberater nicht zulässig, eine geschätzte Voranmeldung ohne irgendwelche Unterlagen abzugeben!

...es geht ja anscheinend um Umsatzsteuer für das ganze Jahr seit Februar, oder? Du hättest dem Stb ja monatlich deine Unterlagen geben müssen, ... also da kommt es einfach drauf an, wer es verschuldet hat. Hatte er deine Unterlagen nicht, dann ist es ganz klar deine Schuld. Hast du ihm monatlich deine Belege gebracht und er hat nichts getan, dann ist es seine Schuld.

Zunächst ist es eine Frage des Verschuldens. Wann hast Du Deinem Steuerberater denn Deine Unterlagen zur Verfügung gestellt? Welchen Umfang hat Deine Buchführung?

SZ werden immer zwangsweise (siehe § 240 Abgabenordnung) erhoben:

(1) 1Wird eine Steuer nicht bis zum Ablauf des Fälligkeitstages entrichtet, so ist für jeden angefangenen Monat der Säumnis ein Säumniszuschlag von 1 Prozent des abgerundeten rückständigen Steuerbetrags zu entrichten; abzurunden ist auf den nächsten durch 50 Euro teilbaren Betrag. 2Das Gleiche gilt für zurückzuzahlende Steuervergütungen und Haftungsschulden, soweit sich die Haftung auf Steuern und zurückzuzahlende Steuervergütungen erstreckt. 3Die Säumnis nach Satz 1 tritt nicht ein, bevor die Steuer festgesetzt oder angemeldet worden ist. 4Wird die Festsetzung einer Steuer oder Steuervergütung aufgehoben, geändert oder nach § 129 berichtigt, so bleiben die bis dahin verwirkten Säumniszuschläge unberührt; das Gleiche gilt, wenn ein Haftungsbescheid zurückgenommen, widerrufen oder nach § 129 berichtigt wird. 5Erlischt der Anspruch durch Aufrechnung, bleiben Säumniszuschläge unberührt, die bis zur Fälligkeit der Schuld des Aufrechnenden entstanden sind.

(2) Säumniszuschläge entstehen nicht bei steuerlichen Nebenleistungen.

(3) 1Ein Säumniszuschlag wird bei einer Säumnis bis zu drei Tagen nicht erhoben. 2Dies gilt nicht bei Zahlung nach § 224 Abs. 2 Nr. 1.

(4) 1In den Fällen der Gesamtschuld entstehen Säumniszuschläge gegenüber jedem säumigen Gesamtschuldner. 2Insgesamt ist jedoch kein höherer Säumniszuschlag zu entrichten als verwirkt worden wäre, wenn die Säumnis nur bei einem Gesamtschuldner eingetreten wäre.

Also immer bei verspäteter Zahlung. Da die Umsatzsteuer Oktober (ich denke mal, um die geht es) erst am 18.11. gemeldet wurde, kannst Du sie natürlich unmöglich am 10.11. (+3 Tage Schonfrist) gezahlt haben. Verständige Dich auf jeden Fall mit Deinem Steuerberater, um Klarheit zu schaffen.

sind eigentlich Säumniszuschläge bei einem Festsetzungsbescheid rechtens, und wenn ja wo steht das?

...zur Frage

Warum erhalte ich keine KFZ-Steuerbescheid mehr, wie klage ich Säumniszuschläge beim Amt ein?

...zur Frage

Darf ein Steuerberater wegen offener Rechnungen die Arbeit verweigern?

Ich bin selbständig. Da die wirtschaftskriese auch vor mir nicht halt macht, kann ich die hohe Rechnung meines Steuerberaters nicht bezahlen. Darf er die erstellung der laufenden Steuererklärungen, z.B. UST- Voranmeldungen verweigern? Ich bekomme mitlerweile riesen Probleme mit dem Finanzamt...

...zur Frage

Krankenversicherung/Steuerberater

Bevor ich die Frage stelle, erläutere ich kurz die Vorgeschichte: Ich bin bei meinen Mann in der Familienkrankenversicherung mitversichert, Ich informierte mich beim Steuerberater über meine Einkommensgrenze für meine Gästezimmervermietung damit ich meine Familienversicherung nicht verliere. Unser Hof wurde mir von meinen Eltern übergeben mit einem landwirtschaftlichen Nebenerwerb (Dammwild), den ausschließlich mein Mann betreibt. Auch im Landwirtschaftsamt ist ausschließlich mein Mann registriert. Unser Steuerberater hat jedoch das geringfügige landwirtschaftliche Einkommen auf meinen Namen in der Steuererklärung eingetragen. Ich habe dies zwar bemerkt, aber ignorieirt, da es keinerlei Auswirkungen hatte. Im Oktober 2011 bemerkte eine Angestellte der TK bei der Überprüfung der Sachbearbeiter, dass ich dadurch über die Einkommensgrenze gekommen bin. Seitdem möchte ich gerne beweisen, dass die Landwirtschaft nicht ich sondern mein Mann betreibt, was sie mir auch glauben, aber dennoch alle Beweise ablehnen. Somit wiesen sie mich zuerst auf eine Nachzahlung von 5 Jahren, dann von 1 Jahr und nun von 4 Jahren hin. Auch das Steuerbüro hat sie auf den Fehler ihrerseits hingewiesen, jedoch ohne Erfolg. Nun zu meiner Frage: Kann die TK nach so vielen Jahren eine Nachzahlung fordern, nachdem sie diesen Fehler selber nicht bemerkten? Dürfen sie Beweise ablehnen ? Überhaupt, ist es nicht auch ein Fehler des Steuerberaters? Zum Schluß möchte ich noch erwähnen, dass ich diese hohe Summe keinenfalls aufbringen kann.

...zur Frage

AfA rückwirkend ändern bzw. neue Afa nutzen

Hallo,

2010 haben wir ein ferienhaus gekauft, es bis Mitte 2011 renoviert und fortan vermietet. für den steuerbescheid 2011 hat unser steuerberater eine afa-berechnung durchgeführt, bei der er den wert des hauses m.e. falsch ermittelt hat. lt. bodenrichtwert müsste der bungalow doppelt so viel wert sein. dies wollte ich im kommenden jahr anpassen, habe das manuell auch eingegeben, doch der alte wert wurde weiter berechnet. was soll ich nun für die steuer 2013 und weitere tun? a) die berechnung des steuerberaters weiter nutzen b) fortan die eigene schätzung des bungalowwertes nutzen und eine neue afa (+400€) ansetzen c) wie b und das finanzamt um korrektur der steuerbescheide von 2011 und / oder 2012 bitten

für eure fachlichen antworten wäre ich sehr dankbar. bitte keine meinungsbilder, wie ich denke, glaube, vermute...

Beste Grüße

...zur Frage

Muss ich diese Steuerberater- Rechnung bezahlen?

Anfang des Jahres übergab ich meinem Steuerberater Unterlagen wie üblich zur Erstellung meiner BWA. Nach einer Woche bekam ich eine Email von meinem Steuerberater meine Unterlagen seien fertig und ich könne Sie gegen Barzahlung abholen. Ich war sehr überrascht warum ich auf einmal bar bezahlen sollte, da sonst immer alle BWA´s auf Rechnung erstellt wurden. Da ich die Unterlagen dringend brauchte um Geld von Finanzamt zurück zu bekommen mit welchem ich dann die Rechnung begleichen hätte können war ich nun in einer blöden Lage. Der Steuerberater weigerte sich mir die Unterlagen ohne Bezahlung raus zu geben und ich hatte meine Unterlagen fürs Amt nicht. Hätte er mir nich vorher sagen müssen das ich Bar zahlen muss bzw. Vorkasse leisten muss? Ich sagte meinem Steuerbüro dann das ich seine Unterlagen dann nicht möchte weil ich die Rechnung erst nach Erhalt bezahlen kann eben weil ich die Unterlagen ja fürs Amt brauche um mein Geld zu bekommen. Also erstellte ich mir die notwendigen Unterlagen selbst und verzichtete auf die Arbeit des Steuerbüros. Nach wie vor stellen diese mir aber die BWA in Rechnung und möchten ihr Geld obwohl ich es garnicht in Anspruch genommen habe und sie nun auch nicht mehr benötige. Muss ich diese Rechnung (mittlerweile Mahnbescheid) bezahlen oder kann ich hier Einspruch einlegen weil sie mich hätten vorher informieren müssen wenn etwas im Voraus bzw. bar zu bezahlen ist? Danke für die Rückmeldungen.

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?