Sachen verkaufen aber nicht losschicken Betrug?

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10 Antworten

Hallo,

das ist ein Betrug, so wie ich ca. 20 Fälle auf dem Schreibtisch habe.

Dieser wird selbst bei einem Ersttäter in der Regel abgeurteilt, also von der Staatsanwaltschaft zur Anklage gebracht und vom Richter verurteilt.

Eine Handtasche würde nicht als Brief, sondern als Paket versendet werden, daher gäbe es eine Trackingnummer. Diese hätte sie nicht, daher kann sie nicht nachweisen, dass die Tasche verschickt wurde. Bei einer Strafanzeige wären die Ermittlungen daher schnell vorbei (und wie gesagt, solche Anzeigen stapeln sich vor mir zu Haufen...)

Kommentar von TheMentaIist
23.05.2016, 15:56
so wie ich ca. 20 Fälle auf dem Schreibtisch habe

Als was arbeitest du denn?

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Kommentar von Damage11
23.05.2016, 15:58

Da ich ja hier einen Experten habe, frag ich direkt mal :

Was wäre denn wenn Sie ohne das der Verkäufer einen versicherten Versand fordert das Paket unversichert losschickt & dann einfach sagt sie hätte die Quittung weggeschmissen? So wie ich weiß muss doch nachgewiesen werden das sie das Paket nicht losgeschickt hat und sie muss nicht nachweisen dass sie es losgeschickt hat oder?

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Kommentar von Damage11
23.05.2016, 16:13

Okay vielen Dank schonmal. Werde ihr es dann mal Ausreden. Mit was hätte sie den zurechnen wenn sie 22 ist und Ersttäter? Also realistisch gesehen? Oder müsste sie nur das Geld zurück zahlen?

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Kommentar von Damage11
23.05.2016, 16:27

Danke dir

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Hallo,

natürlich wäre das Betrug, u.U. sogar ein schwerer Betrug.

Und so eine teure Tasche wird man ja nicht einfach so per Warensendung versenden, sondern als versichertes Paket - und dann wäre nachweisbar, dass das Paket erst gar nicht versendet worden ist, denn sie könnte ja keine Einlieferungsquittung vorzeigen.

Und ein Käufer überweist mit Sicherheit keine 2000 Euro mal so auf "blauen Dunst" .....

Und ja, das wäre strafbar

"Das Gesetz sieht als Strafmaß Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren
oder Geldstrafe vor. Eine Verurteilung wegen Betruges führt zu einem
Eintrag in das das Bundeszentralregister und wird regelmäßig in ein
Führungszeugnis aufgenommen."

Damit wäre dann das Leben schon gelaufen ...

Zum einen wäre es natürlich Betrug, wenn sie von Anfang an nicht vor hat die Tasche zu verschicken. Zum anderen wird sie das per versichertem Paket verschicken müssen. Jeder, der eine 2.000.-€ teure Tasche kauft wird auf einen versicherten Versand bestehen. Da bekommt man eine Versandbestätigung. Kann sie die nicht vorlegen, dann steht sie für das "verlorene" Paket selbst gerade.

Da stehen bis zu 5 Jahre Gefängnis darauf. Die wird sie zwar nicht bekommen, aber 2.000.-€ sind auch keine Kleinigkeit. Ich vermute sie wird als Ersttäterin eine saftige Geldstrafe bekommen (und natürlich die 2.000.-€ zurück zahlen müssen).

Kommentar von ellaluise
23.05.2016, 17:37

+ zusätzlicher Kosten!

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Woha red der das mal lieber aus das ist Betrug und wenn sie dann auch noch sagt sie hätte das ding los gesickt (Es gibt da genug aufzeichnungen von den Post) ist das dann auch noch eine Falsch aussage und ist sie mehr als nur die 2000 euro und die Tasche los

Wenn der Käufer halbwegs klug ist, wird er bei einem Wert von 2000€ auf einen versicherten Versand bestehen und nach einer Sendungsnummer verlangen.

Die Straftat wäre hier Betrug.

Natürlich ist  das Betrug.

§ 263 StGB - Betrug

(1) Wer in der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt, daß er durch Vorspiegelung falscher oder durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen einen Irrtum erregt oder unterhält, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Der Versuch ist strafbar.

https://dejure.org/gesetze/StGB/263.html

Der Empfänger wird mit Sicherheit auf versichertem Versand bestehen. Da kann der Paketdienstleister nachvollziehen ob die Sendung unversehrt zugestellt wurde oder nicht.

Dann wird es sicherlich eine Anzeige wegen Betrugs geben und die Polizei wird ermitteln. Zeugen werden vernommen, evtl. auch Du.

Willst Du wirklich unter Eid vor Gericht aussagen dass sie die Tasche verschickt hat?

Du machst Dich evtl. damit der Beihilfe zum Betrug nach § 27 StGB sowie mindestens der uneidlichen Falschaussage nach § 153 StGB wenn nicht eines Meineids nach § 154 StGB  schuldig.

Hallo! Wie kommst Du darauf, dass ihr nichts passieren könnte. Wenn sie das bei mir machen würde, käme nach sehr kurzer Zeit die Strafanzeige. Sie wäre dann in der prekären Situation zu belegen, dass sie die Ware verschickt hat. Ganz abgesehen davon kann das auch zu privaten Racheakten führen. Die sind dann allerdings auch nicht legal.

Rechtlich wäre das zumindest Betrug. Bei einem Schaden von 2000 € ist das dann auch schon keine Bagatelle mehr.

alleine der gedanke ist schon eine frechheit ich hoffe es fällt jemand drauf rein und du bekommst dein gerechte strafe stell dir vor man würde sowas mit dir machen also ich würde dich auf suchen und dir zeigen was man mit betrügern macht.

Der Käufer wählt hundertprozentig versicherten Versand bei so einer hohen Summe, dann muss der Beleg mit Nummer auch dem Käufer mitgeteilt werden, da steht auch die Verfolgungsnummer drauf.

Betrug ist es in jedem Fall und ich würde die Person sofort anzeigen.

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