Rundfunkgebühren von Studenten ohne Anspruch auf BAföG?

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2 Antworten

es liegt kein verstoß vor. du hast die möglichkeit als student ohne bafög einen antrag auf härtefall zu stellen, gerade wenn der beitrag dich in bedarf geringer bafög bringen würde. der wird nach berechnung dann auch bewilligt. hilfreich ist die abweisung des bafög mit einzureichen.

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Auch wenn deine Berechnung im Einzelfall stimmen mag (es gibt ja genügend Studenten, die einen höheren Unterhaltsanspruch haben), so liegt dennoch kein Verstoß gegen Art. 3 I GG vor, weil der Gesetzgeber grundsätzlich die Regeln aufstellen darf, nach welchen Kriterien er soziale Vergünstigungen gewährt. Beim Rundfunkbeitrag wird die Befreiung entgegen deiner Annahme nicht wegen geringen Einkommens gewährt (dann läge der Gleichheitsverstoß evtl. im Einzelfall vor), sondern nur den Personen, die bestimmte staatliche Sozialleistungen mit Grundsicherungscharakter beziehen. Die Gleichbehandlung muss dann nur innerhalb dieser Personengruppe erfolgen. Die Verwaltungsgerichte haben schon häufig entschieden, dass Studenten ohne BAföG keinen Anspruch auf Befreiung haben. Das gilt für die Fälle, in denen ein Student mit noch niedrigerem Einkommen nur wegen Überschreitens der Altersgrenze kein BAföG bezieht. Auch wenn ein Student deshalb kein BAföG bezieht, weil die behördliche Prüfung seines Antrags ergeben hat, dass entweder sein eigenes Einkommen oder das seiner Eltern für BAföG zu hoch ist, steht damit durch den ablehnenden Bescheid fest, dass eine Befreiung nicht möglich ist. Damit gibt es ein klares gesetzliches Abgrenzungskriterium, nach dem alle Studenten gleich beahndelt werden.

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Kommentar von IchRastAus
10.01.2016, 01:23

Aber genau darin liegt doch die Ungleichbehandlung. BAföG wird ja gerade gewährt, um Studenten aus Haushalten mit niedrigem Einkommen finanzielle Unterstützung zu leisten, und dadurch wird ja bereits ein Ausgleich geschaffen. Die zusätzliche Befreiung hat ja nichts mehr mit der Grundsicherung und dem Ausgleich dieses Defizits zu tun. Es wird quasi als Bonus zum Ausgleich gewährleistet, und das sehe ich gerade in Anbetracht der Tatsache, dass einige Studenten die keinen Anspruch aus BAföG haben, aber weniger Geld zur Verfügung haben , als ein Student mit Anspruch aus BAföG, als ungleiche Behandlung. Man kann ja nicht darauf abstellen, dass nur weil man knapp an der Bewilligung von BAföG gescheitert ist, die Person ausreichend Vermögen besitzt, um auch noch für Rundfunkbeiträge aufzukommen.

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