Rundfunkbeitrag in einer WG: 1 Person bezieht Bafög, was ist mit dem Rest?

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3 Antworten

Hallo jusaksme,

Wohngemeinschaft / Wohnheim / Studentenbude

Die gesamte Wohngemeinschaft zahlt nur einen Rundfunkbeitrag und zwar in der Weise, dass einer zahlt. Dieser kann dann nach Absprache mit den anderen seine Beiträge anteilig umlegen. Wenn alle Mitglieder der WG vom Rundfunkbeitrag befreit sind (jeder muss einzeln einen Befreiungsantrag stellen), ist die gesamte WG befreit. Wenn aber nur ein einziges Mitglied nicht befreit ist, muss dieses zahlen, wenn mehrere nicht befreit sind, zahlt nur einer von denen. Warum die einzelnen Mitglieder befreit sind ist unerheblich, eine 3er-WG ist also auch dann insgesamt befreit, wenn zwei Mitglieder Bafög und einer ALGII bezieht und alle drei einen Befreiungsantrag stellen.

Wenn Sie in einer “klassischen Studentenbude” wohnen, also im Kinderzimmer von Rentnern, deren Kinder ausgezogen sind, sind Sie nicht beitragspflichtig, weil Sie keine eigene Wohnung haben. Beitragspflichtig ist dann der Vermieter. Aber Achtung: Wenn der nicht zahlt, können auch Sie vom Beitragsservice herangezogen werden. Von daher ist es nicht verkehrt, wenn Sie sich befreien lassen, sofern Sie die Voraussetzungen erfüllen.

Wenn Sie in einem Wohnheim wohnen, wird es schwierig. Haben Sie Bad und Kochgelegenheit für sich allein, zählt dies als eigene Wohnung und Sie müssen hierfür zahlen oder sich befreien lassen. Bei Bad/WC auf dem Gang für mehrere Zimmer ist abzuwarten, wie die Gerichte das beurteilen. Tun Sie sich mit Ihren Mitmietern zusammen und melden das gesamte Stockwerk als eine Wohnung an und teilen den Rundfunkbeitrag untereinander auf. Seien Sie aber auf eventuelle Nachforderungen und ggf. einen Rechtsstreit vorbereitet.

Wird einem WG-Bewohner eine Befreiung oder eine Ermäßigung vom Rundfunkbeitrag zugesprochen, gilt diese auch für Ehepartner oder eingetragene Lebenspartner, aber nicht für andere WG-Mitbewohner

http://www.rundfunkbeitrag.de/buergerinnen_und_buerger/index_ger.html

Es muss immer einer zahlen in einer WG. Wenn einer befreit ist, muss einer der anderen zahlen. Erst wenn ALLE, jeder einzelne Bewohner befreit ist, muss die ganze WG keine Gebühr zahlen.

Das heißt, so wie du argumentierst, wird das nicht akzeptiert, da der Befreite nicht als Zahlender ausgewählt werden darf. Jede WG muss einmal zahlen. wenn jemand befreit ist fällt dieser raus und es sich jemand anmelden, der eben nicht befreit ist.

Ich gehe mal davon aus, daß die WG als Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) keine Möglichkeit hat die Zwangsabgabe zum schlechten Programm zu umgehen. Die Daten der Meldeämter werden abgeglichen zu jedem Haushalt. Erst wenn im Haushalt bzw. der WG alle Bewohner Bafög-Berechtigt sind, könnte es eine Gebührenbefreiung geben.

Die Gebühreneintreiber wird es nicht beeindrucken, wen ihr intern als Zahlungsbeauftragten wählt.

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