Ruhestörung durch Nachbarn: was kann ich dagegen tun?

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12 Antworten

Fertige ein schriftliches Lärmprotkoll über einen Zeitraum von einer Woche an. Dort schilderst du sachlich ( nicht übertreiben oder ironisch ) die Lärmbelästigungen.

Kündige eine Mietminderung in Höhe von 20 % ab 1.03.2016 gegenüber deinem Vermieter schriftlich an. Er soll Abhilfe schaffen, sonst minderst du die Miete. Das musst du ihn aber mindestens eine Woche vor dem 1.03.2016 schreiben.

Wegen einer Mietminderung darf man dich nicht kündigen, bzw. ist diese Kündigung dann formell unwirksam.

Die Minderung darf nur die Kaltmiete betreffen. Also nicht die Warmmiete ( inklusive Nebenkosten und Heizkosten ) mindern.

Nimm mit einem Handy, Tablet, Digitalkamera oder ähnliches den Lärm auf. Ruf in der Woche von 8 Uhr bis 18 Uhr das Ordnungsamt, ansonsten die Polizei an.

Wegen Verstößen gegen § 117 OwiG . ( Unzulässiger Lärm )

https://www.gesetze-im-internet.de/owig\_1968/\_\_117.html

Die Polizei kann beim zweiten eintreffen Musikanlagen beschlagnahmen. Wenn es sich nur um Kinderlärm/rumgetrampel handelt, wird es schwieriger.

Ich persönlich verstehe dich diesbezüglich mit jeder Faser. Bei sowas bekomme ich immer Mordgedanken.

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Kommentar von Torrnado
14.02.2016, 11:27

vielen lieben Dank für Deine ausführliche und hilfreiche Antwort !

leider gibts da ein Problem : es handelt sich um Kinderlärm !

ununterbrochen wird rumgetrampelt, es fällt Holzspielzeug auf den Boden und es werden irgendwelche Möbel hin und hergeschoben. und das wirklich NON-STOP ! jeden Tag. auch am Wochende und Feiertags.

und scheinbar muss man sich da als Mieter ja wohl alles gefallen lassen, oder ?

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Hallo!

Bei "Kinderlärm" muss man differenzieren: Kinder machen immer irgendwie "Krach", den man auch akzeptieren muss, wenn er sich innerhalb der gängigen Zeiten befindet (also nicht in den Ruhezeiten, etwa nachts oder um die Mittagsruhezeit).

Allerdings ist darüber hinausgehender Lärm (laute Musik, lautes Sprechen, ständiges Auf- und Ablaufen usw.) nicht tolerabel. Auch weil - wie du sagst - gesundheitliche und/oder psychische Probleme auftreten können. 

Ich empfehle dir mal den Schritt zum Mieterbund, um dich dort zu informieren: Die haben Fachleute & gute Beratungen, kennen die Gesetzeslage & sind auch bereit zu vermitteln, stellen sich meist (sofern rechtlich alles eindeutig ist) auf die Seite der Mieter und gelten als qualifiziert. Habe mit denen auch nur gute Erfahrungen gemacht, was rein fachliche Beratung anging (nicht wg. Problemen im Haus jedoch). 

Ein weiterer Rat -----------> setze dich mal mit den anderen Mietparteien zusammen, suche den Dialog & versuche die Stimmung im Haus auszuloten und wie/ob sich die anderen Parteien von dieser Familie ebenfalls gestört fühlen. Vllt. könnt ihr ja bei der Hausverwaltung eine Art "Sammelklage" einreichen, sodass die Familie Sanktionen erhält und/oder abgemahnt wird. Ist nicht die netteste Art, klar, aber man muss auch mal an sich denken & darf sich nicht alles bieten lassen!

Man sollte jedoch nicht die Hellhörigkeit vieler Mehrfamilienhäuser außer Acht lassen... da kann es gerade bei nicht isolierten, älteren Häusern oder in den 90ern nach der Wende hektisch aus dem Boden gestampften Komplexen rein bauartbedingt erhebliche Probleme geben!

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Kommentar von Torrnado
14.02.2016, 12:13

ja, das ist doch auch vollkommen okay ! wir waren alle mal Kinder und in einen gewissen Rahmen akzeptiere ich dies ja auch ! aber scheinbar hat das Kleinkind von denen absolute Narrenfreiheit. es lärmt un-unterbrochen und die Mutter unternimmt nichts, damit es mal ruhiger wird. sie lässt es herumrennen, herumschreien und ständig, wirklich ständig fällt irgendwas auf den Boden !!!!usw.usw. Ich toleriere ja Vieles, aber wenn man wirklich NIE Ruhe hat ( frühestens Mitternacht ) dann ist dieses Verhalten wirklich sehr, sehr rücksichtslos.

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Ich kann mir vorstellen, wie es dir geht. Man wohnt wie unter einem Preßlufthammer, kommt nicht mehr zur Ruhe, und das Privatleben kommt zum Erliegen. Da hilft nur eine Konsultation bei einem Anwalt. Nutze vielleicht auch die Gratis-Konsultationen, die mancherseits angeboten  werden (z.B.für Zeitungsabonnenten). Grundlage sollte dann ein sg. Lärmprotokoll sein (Uhrzeit, Dauer, Art des Krachs)

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Kommentar von Torrnado
14.02.2016, 11:13

Lärmprotokoll ? das ist nicht nötig, weil die machen

un-un-terbrochen Lärm ! ich habe nichtmal für 5 Minuten Ruhe !

und mit Anwälten vom Mieterverein habe ich nur schlechte Erfahrungen gemacht. da hat man gegen den Vermieter kaum Chancen - und das Problem ist, daß meine Vermieterin ( die für meine Lage NULL Verständnis zeigt ! ) selbst Juristin ist.

das macht die Sache noch schwieriger.....

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Wenn noch nicht erfolgt, solltest du schleunigst schriftlich per Einwurfeinschreiben diesen erheblichen Mangel (nachhaltige erhebliche Störung des Hausfriedens) dem Vermieter anzeigen und eine angemessene Frist zur Abstellung setzen. Zwei Wochen wären da möglich.

Ab Inkenntnissetzung des Vermieters dürftest du bei diesem Ausmaß (aber nicht früher) auch rückwirkend bis zu 6 Monate die Miete um 20% mindern.

Seit wann gibt es diesen Zustand? Falls du weder den V. informiert hast und auch die Miete bisher nicht mindertest, könnte bei langzeitiger Duldung möglicherweise dein Minderungsrecht verwirkt sei.

Erzähl mal dazu Näheres.

Der Vermieter ist verpflichtet, die Abstellung des Mangels herbeizuführen, notfalls nach fruchtloser Abmahnung  darf er sogar kündigen.

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Kommentar von Torrnado
15.02.2016, 00:03

habe den Lärm schon seit letztes Jahr August

( seitdem wohnen die hier ) - nun habe ich ernsthafte Bedenken, daß mein Anspruch auf Mietminderung verwirkt ist. dennoch gebe ich den Kampf nicht auf. ich werde morgen meiner Vermieterin nen " scharfen " Brief schreiben, weil das ist nicht mehr länger zumutbar. ich geh psychisch und körperlich kaputt, habe nicht mal 3 Minuten Ruhe am Tag.

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Oh je, die lieben Nachbarn...

Im Grunde ist es doof, dass viele Wohnungen so gebaut sind, dass Du das mitkriegst, was die über Dir machen.

Mhm bei uns wohnt auch ein Kleinkind nebenan. Kinder sind von Baby bis Kleinkind eigentlich laut (da ist die Nationalität komplett egal). Noch dazu ist der Nachbar ein recht aktives Kleinkind, der rennt nonstop; wär' halt perfekt ein eigener Garten, ist halt in der Stadt nicht gegeben. Mein Glück, ich kenne die Familie und den kleinen Kerl ganz gut, weiß also wann sie laut sind, wann es ruhiger wird, wenn er gerade brüllt wie am Spieß (Pyjama-anziehen ist als trotziger fast-3-jähriger wohl der Horror, da hilft alle Geduld der Eltern nix. Geht vorbei.). So ein quiekender kleiner Floh ist mir persönlich allemal lieber als ein renitenter Teenie, der die Bässe bei seinem Verstärker ganz toll findet. Oder Nachbarn, deren Hund gerne kurz nach Mitternacht das halbe Haus aufweckt (alles schon gehabt - ganz schlimm wenn er dann im Stiegenhaus bellt- boaaah).

Was bei Spaniern aber dazukommt, viele (je nach Region und Charakter) sind vom Naturell her eigentlich total gerne draußen, also sobald es wärmer wird, könnte sich Dein Problem von allein verringern. Vielleicht geht der Spatz ja bald Kindergarten?

Ich würde versuchen, Deine Belastung zuerst einmal zu verringern. Kannst Du Gehörschutz tragen - ob jetzt diese Stöpseln, die Baustellen-Ohrhörer oder Kopfhörer mit Musik im Ohr? Das würde mal bedeuten, dass Du nicht ständig darauf achten musst, was denn oben wieder los sei.

Kannst Du versuchen regelmäßig raus zu kommen (Hobby, Verein - vielleicht auch ein Kleingartenverein)?

Bevor ich den Rechtsweg gehen würde: versuche mal die Situation zu deeskalieren. Dialog mit Nachbarn ist gut, wenn man sich kennt und nett findet ist es viel leichter auf andere einzugehen.

Natürlich kann man das mit Rechtsweg, Lärmprotokoll, ... machen, aber wenn Dir jetzt schon überall Wind entgegenweht, wofür denn Kämpfen? Gegen den Lärm eines Kindes?

Der bellende Hund hat mich damals die Hölle genervt. Habe aber auch versucht die Leute kennenzulernen um besser zu verstehen, was da denn abgeht. Irgendwann konnte ich darüber lachen, dann ist es auch leichter sich daran zu gewöhnen - und war immer eine lustige Geschichte im Freundeskreis.

Wie Du schreibst: eine ruhige Wohnung zu finden ist schwer - und Du weißt bei einer neuen Wohnung noch weniger, wie die gebaut ist, wie die Nachbarn sind. In der vorigen Wohnung hört ich es, wenn einer im Haus "sein Geschäft" machte (echt, akustisch alles verstärkt), über 20 Wohnungen, mit 2-4 Leute pro Wohnung... Wie gesagt, unglaublich, dass man sowas bauen kann, ich würde Bauleute&Architekten gerne zwangsverpflichten in ihren Gebäuden eine Weile zu wohnen ;-)

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Als erste Hilfe: Kauf dir Ohropax - die guten aus Wachs, sag das in der Apotheke so. Es gibt auch welche aus Schaumstoff, aber die taugen nichts und jucken außerdem nach einiger Zeit. Die aus Wachs kannst du notfalls die ganze Nacht tragen.

Was für ein Lärm ist denn das? Schreit einfach das Kind? Dagegen kannst du nichts tun. Aber wenn die vielleicht auch noch bis Mitternacht laut Musik laufen lassen, kannst du die Polizei rufen. 

Viel Erfolg bei der Suche nach eine neuen Wohnung! Probier es vielleicht mal auf www.wg-gesucht.de - vielleicht findest du so zumindest eine Übergangslösung.

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Ich würde trotzdem immer ein Auge drauf haben, eine neue Wohnung zu finden. Alles andere kostet auch Nerven und Kraft. Einfach nicht aufgeben und ausziehen.

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Kommentar von Torrnado
15.02.2016, 08:10

ja, ich werde den Kampf nicht aufgeben sonst geh ich in dieser Bude vor die Hunde

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Du hast ja schon sehr gute Antworten bekommen.Versuche doch erst mal für ein paar Tage bei Freunden oder Verwandten unter zu kommen, damit du zur Ruhe kommst.Da kannst du dir ja dann überlegen, ob du dir nicht doch lieber eine neue Wohnung suchst, denn so geht es ja nicht mehr weiter.Meine Schwester hatte das gleiche Problem.Sie war nur noch ein Nervenbündel. Sie ist dann mit ihrem Mann umgezogen, und jetzt hat sie ihre Ruhe.ich wünsche dir alles Gute, und überlegen dir das mit einer anderen Wohnung.

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Ich sehe, du hast dein Problem immer noch nicht gelöst. Darum kann ich dir nur raten, dass du dir endlich eine andere Wohnung suchst.Die Ratschläge hier, wiederholen sich nur. Ein Garantie, dass es wo anders besser ist, hast du allerdings nicht. lg

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Spanier sind halt gesellig. Da hilft nur Ohropax oder wie die Dinger heißen. Und sich nicht ärgern. Der Lärm ärgert dich. Jedoch kannst du nicht ausziehen. Folglich mußt du dich damit abfinden. Abschalten. Sonst wirst du krank. Suche also nach Möglichkeiten um abschalten zu können.

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Kommentar von Torrnado
14.02.2016, 22:42

" gesellig " ?

ach, und daß muss man nun wohl so alles hinnehmen, was ?

auch die haben sich an die Hausruhe zu halten ! da ist es egal, welcher Nationalität man angehört. Ohropax habe ich wegen denen eh jeden Tag etliche Stunden in den Ohren, aber die sind dermaßen laut, daß man es trotz Ohropax hört. und das Schlimmste : der Lärm hört fast nie auf. nicht mal 3 Minuten. ununterbrochen. nur nachts ist Ruhe

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Erst Mahnung, dann Polizei.

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Lärm-Troll! Fragen wegen der Lärmbelästigung hast Du schon x-mal hier gestellt. Jedesmal mühen sich die Leute ab, Dir zu helfen und gute Ratschläge zu geben, aber offenbar ignorierst Du diese einfach.

Hier meine Ratschläge:

Ohropax, wenn Du es ganz ruhig haben willst.

Kopfhörer auf und die Musik Deiner Lieblingsband reinziehen.

Arbeit suchen.

Dann mittel-/langfristig andere Wohnung suchen.

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