Rufbereitschaft fair bezahlen

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2 Antworten

Danke für die Info. Nachdem nichts in den Arbeitsverträgen steht, haben wir uns darauf geeinigt eine entsprechende Betriebsvereinbarung einzusetzen. Wir haben diese auch soweit gemeinsam erarbeitet, bzw. haben entsprechende Musterverträge für uns angepasst. Hier sind wir uns inhaltlich alle einig.

Vom Prinzip geht es jetzt eigentlich wirklich nur um das Finden einer Entlohnung die für beide Seiten fair ist. Ich hab mal offen in die Runde gefragt was sie sich vorstellen, aber da hat auch keiner so recht eine Idee. Wir haben Zahlen von 75€ bis 150€ als Pauschale für die Rufbereitschaft und 3 Stunden Arbeitseinsatz. Was darüber hinaus geht, wird mit Freizeitausgleich abgegolten.

Wären 100 € hier angemessen? Das wäre zumindest ein Betrag den wir stemmen könnten.

Verstehe ich das richtig, jeder Mitarbeiter soll die gesamte Zeit Rufbereitschaft haben? Wie sind dann die vorgeschriebenen ununterbrochene Ruhezeiten von 11 Stunden gewährleistet? Wenn ein Arbeitnehmer bis 23 Uhr arbeitet (sprich es ruft dann wirklich ein Kunde an), dann darf er / sie eigentlich am nächsten Morgen erst wieder um 10 Uhr beginnen. Praktisch musst du das nicht kontrollieren, es deinen Angestellten aber zumindest freistellen später zu kommen. Und auch das Notfallhandy muss dann aus sein.

Ob 100€ fair sind, kann ich nicht beurteilen, dafür müsste ich den zugrundelegenden Stundenlohn kennen. Für 60h Rufbereitschaft (die ich sowieso für nicht machbar halte) ist das aber zu wenig.

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Ich würde in dem Fall c.a. 1/5 der Rufbereitschaft als Arbeitszeit anrechnen. Du solltest das aber mit deinen Arbeitnehmern ausdiskutieren. Denke die haben ihre Arbeitsverträge schon, und da steht nichts von Rufbereitschaft drin. Dann haben die das Recht zu sagen, Rufbereitschaft gibt es nicht, das ist Arbeitszeit.

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