Ruede wird bei anderen Hunden an der Leine aus Angst richtig wuetend

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7 Antworten

Hallo Agathe63

wenn Dein Hund tatsächlich aus Angst vor anderen Hunden und weil er nicht ausweichen und sich sichern kann - an der Leine Aggressionen zeigt, dann hilft Dir kein Aufmerksams- oder Gehorsamstraining

....auch nicht mit Leckerchenverstärkung....

Weil Angst und Panik das Grosshirn und somit das Lernen unterbindet und völlig hemmt!!

Das bedeutet - Du darfst Deinen Hund erst gar nicht in Situationen bringen, ihm diese Situationen zumuten oder gar solche Situationen gezielt suchen = bei welchen Dein Hund Angst und Panik empfindet!

Du musst lernen Deinem Hund ein Ausweichen - Bogen laufen oder ggf. auch Umdrehen zum Ausweichen und sicheres Beobachten zuzugestehen.

Das Überfluten ( Flooding) mit Angst auslösenden Reizen ist unbedingt zu verhindern. Die Ursache für Angst vor Hunden sollte versucht werden zu ergründen. Hunde kann man lebenslang resozialisieren auch an ihre Artgenossen.

Nicht ablenken von Umweltreizen welche Angst machen (leicht wird sonst Panik daraus) sondern den Hund solche Dinge vor welchen er sich fürchtet oder auf die er abwehrend reagiert = rechtzeitig "ansagen" darauf aufmerksam machen und den Hund aus für ihn sicherer Entfernung betrachten lassen

Das Ganze nennt sich Zeigen und Benennen

Wichtig dabei ist es dem Hund ein Alternativverhalten anzubieten und beizubringen. Du lernst das bei sehr guten Hundeverhaltenstrainerpersönlichkeiten!

So wird Dein Hund binnen kurzer Zeit, angeleint sicher an fremden Hunden - mit Deinem Wissen vorbei kommen und keine Angst mehr empfinden durch einen falsch reagierenden Leinenhalter sondern er lernt seine Körpersprache wieder einzusetzen um mit fremden Hunden auf Entfernung zu kommunizieren, anstatt an der Leine zu toben.

So ist der Weg offen, ihn mit Anleitung und Unterstützung des Trainers dann auch einmal im direkten Kontakt mit anderen Hunde vollkommen zu Resozialisieren!

Ein Hund welcher keine Artgenossenkontakte mehr haben kann - weil er Angst empfindet, oder Aggressionen - ist ein Armer Hund....

Das kannst Du vermeiden. Suchbegriffe zum Finden sehr guter Hundefachmenschen findest Du bei meinen Antworten.

Viel Erfolg!

Portbatus 14.03.2014, 19:15

Sehr hilfreiche Antwort

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Agathe63 15.03.2014, 00:28

Antwort finde ich echt gut,aber es gibt auch Hunde da versteht er sich gut ohne einen Mucks zu machen läuft er dran vorbei oder will spielen nur bei grossen Rüden geht richtig die Post ab,vielleicht ist es auch das er seinRevier verteidigen will.Bei uns wohnen noch andere Hunde die akzeptiert er.Aber auf seiner Gassirunde wenn dann fremde Hunde kommen macht das echt keinen Spass er flippt richtig aus,aber das Problem ist auch er hat keine Rute woran man was erkennen könnte wie er gerade so drauf ist,sonst würde ich ihn ja auch mal schnuppern lassen,der andere Hund ist ca.25m entfernt dann schaut er wer da kommt legt sich hin und wartet ist der andere dann bei uns geht es richtig zur Sache.Ich muss ihn zurückhalten,wenn sie dann weiter gehen ist alles gut,aber ich kann erst mal selber nicht weitergehen weil er sich so wehrt.

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Anda2910 15.03.2014, 09:54
@Agathe63

Agathe63 die Rute ist ein kleiner Teil des Körpers, da gibbet aber noch gaaanz vieles zu beobachten, was am Hundekörpder dran ist ;-) und an der Rutenhaltung alleine kann man nicht feststellen, welche Motivation der Hund gerade hat selbst wenn man an allen Merkmalen sagen könnte der geht nach vorne, so könnte es doch gegenteilig sein so sind solche Sachen immer mit Vorsicht zu geniessen, denn gewiss ist eines Hunde sind immer noch wie wir Menschen unberechenbar 100%ig kann man nie etwas sagen.

Achte mal auf die Mundwinkel und die Region um die Ohren, Mundwinkel sind zumeist bevor ein Hund los geht bzw. wenn er gestresst ist spitz nach hinten gezogen die Ohren nach vorne gespitzt, auch kann man oftmals eine kleine Falte erkenne je nachdem wie viel Fell da ist ;-), der Rücken wie sieht der aus ründlich nach oben so ein Halbbogen oder aber eher gerade, wie sehen die Hinter- und Vorderläufe aus, sind sie eher durchgestreckt oder aber eher einfallend bzw. eingeknickt, wie sehen die Augen aus, je nach Lichteinfall kann man die Pupillen sehen, sind diese geweitet, sind die Augen weit aufgerissen oder aber eher kleiner?

Gibt es ein Muster auf welche Hunde er reagiert? Z.B. immer schwarzer Hund oder immer kleiner Hund oder immer Hunde bestimmter Rassen und ähnliche oder so?

Weißt Du das sind alles Sachen die müßte man wissen bzw. sehen um sagen zu können, wie genau der Hund tickt und welche Motivation hinter seinem Verhalten steckt und genau deshalb wäre es wirklich hilfreicher Du würdest Dir einen qualifizierten Trainer holen, denn wir können das ungesehen wirklich schlecht beurteilen... ;-)

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Die Leine engt die Hunde ein und verunsichert viele Hunde. Das, was Du beschreibst, ist die Folge dieser Verunsicherung (und gar nicht selten; viele Hunde zeigen solche Leinenreaktionen). Das kann man mit etwas konsequentem positivem Assoziationstraining eigentlich recht gut beheben. So löse ich das bei leinen-aggressiven Hunden:

Schnall Dir eine Gürteltasche mit massig richtig rollen Leckerlis um und nimm' 'nen Clicker (geht auch ohne Clicker, aber mit Clicker ist's einfacher). Tipp: Nicht direkt nach den Mahlzeiten trainieren, sondern idealerweise vor den Mahlzeiten, wenn der Hund sehr futtermotiviert ist. Ich schiebe Trainingseinheiten mit Futterbelohnungen meist in die Zeit vor dem Frühstück und vor dem Abendessen, weil die Motivation, für Futterbelohnungen zu arbeiten, dann am größten ist.

Zuerst fängst Du damit an, dass Dein Hund lernt, dass auf einen "click" ein Leckerli folgt. Sprich: Ruf Deinen Hund zu Dir und lässt ihn vor Dir absitzen. Du clickerst, dann gibst Du dem Hund direkt ein Leckerli. Nach fünf, sechs Malen hat er den Zusammenhang begriffen: vor Dir sitzen plus Dich anschauen plus "click" = Leckerli. Das machst Du über den Tag verteilt mehrmals und führst dabei ein Kommando ein. Bei mir heißt das "watch me", aber Du kannst es natürlich nennen, wie Du willst. "Schau her" beispielsweise. Das Ziel ist, dass der Hund Dich auf Kommando anschaut, egal, was um ihn herum passiert. Bei meinem Hund ist es so, dass er sich dabei immer hinsetzt. Ich sage "watche me", der Hund setzt sich schräg vor mir hin und schaut mir ins Gesicht.

Der nächste Schritt, sobald das zuverlässig sitzt, findet dann draußen statt (Hund an der Leine): Und nun machst Du das Folgende: Wannimmer Du einen Hund oder Spaziergänger siehst, sagst Du sofort "Schau her!" oder "watch me!" oder was auch immer, und wenn der Hund dann Dich anschaut (und nicht den Spaziergänger oder Hund), sofort clickern und das Leckerli geben. Je dichter der Spaziergänger oder Hund an Euch dran ist, desto leckerer oder größer das Leckerchen (ich gebe auch mehrere Leckerchen in so einem Fall. Falls der andere Hund womöglich kläfft und selber provozierend auf meinen Hund wirkt, kriegt er auch schon mal fünf oder zehn Leckerchen in Folge - er soll wissen, dass er den absoluten Leckerchen-Hauptpreis gewonnen hat, weil er nicht den Kläffer anschaut oder gar hinrennt, sondern brav zu Dir schaut).

Wenn Ihr das eine zeitlang übt, dann wird es irgendwann zum Automatismus, dass Dein Hund Dich ohne vorheriges Kommando von alleine anschaut, sobald er einen Spaziergänger oder Hund erblickt. Und wenn das das erste Mal passiert (dass er also ohne vorheriges Kommando zu Dir schaut), dann kriegt er den Leckerchen-Jackpot! Was auch immer das Top-Leckerchen ist - Rindfleischwürfel, getrocknete Leber, Bananenscheiben - was auch immer. Feiere ihn, als hätte er soeben die Hundeweltmeisterschaften gewonnen.

Wenn das einmal zuverlässig sitzt, dann kann man die Clicker- und Leckerchenfrequenz runterschrauben. Mein Hund kriegt allerdings hier und da noch immer Leckerchen - ich arbeite schließlich auch nicht für umme und freue mich über Bonuszahlungen. :-)

Je nach Hund dauert es eine Woche oder einen Monat mit konsequentem Training, bis er zuverlässig auf Dich schaut und nicht mehr auf die anderen angeleinten Hunde. Eine Woche oder ein Monat Training, das sich wirklich lohnt. Als ich meinen aktuellen Aussie bekam, war er ca. 1,5 Jahre alt und so leinenaggressiv, dass er mir fast die Schulter ausgekugelt hat, wenn uns andere Hunde begegnet sind. Jetzt benimmt er sich derart gut, dass ich immer grinsen muss, wenn andere Hundebesitzer ihn loben und zu ihren Hunden sagen: "Wieso kannst du dich nicht so gut benehmen wie dieser Hund da?" :-)

Noch ein Tipp: Weil Du in der Trainingsphase vermutlich sauviele Leckerchen verbrauchen wirst, achte darauf, die Futterportionen gegebenenfalls zu reduzieren. Es ist vollkommen in Ordnung, wenn der Hund ca. ein Drittel seines Futterbedarfs "erarbeiten" muss; nur musst Du die Futterrationen zu den normalen Mahlzeiten dann natürlich anpassen, denn der Hund soll ja nicht dick werden.

Und schließlich: Unbedingt am Abruf arbeiten. Besorg Dir dafür eine Schleppleine, sofern Du keine hast. Auf Dauer ist es für Dich und für Deinen Hund angenehmer, wenn Du ihn ableinen kannst, aber dafür muss der Abruf natürlich zuverlässig sitzen. Aber das ist ein Ziel für die Zukunft; erst einmal arbeite an der Leinenaggressivität. Die oben beschriebene Methode habe ich schon bei X Hunden erfolgreich eingesetzt. (Arbeite ehrenamtlich mit Tierheimhunden als Hundetrainerin und bin auch ehrenamtlich für eine Hundenothilfe tätig. Da kommen mir häufig "Problemhunde" an die Leine, und über ständige positive Reize und Belohnungen zu arbeiten, klappt immer.)

taigafee 14.03.2014, 14:26

Tolle Antwort!

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wichtig ist auch dein verhalten, deshlab kann man so wenige generelle tipps geben... der hund braucht einen entspannt und klar handelden hundehalter - und evtl bist du selber schon bei so einer begegnungsituation sehr anbgespennt -und deine hund bellt und knurrt deshalb...

am besten ist es konflikte weitgehend zu vermiden -anderen hunde weitraeumig zu umgehne und den hund hinter dir zu fuehren, dem hund durch haltung und worte vermitteln -ich klaere das, es besteht keine gefahr...

am besten waere es wenn du dich an einen guten hundetrainer oder an eine hundeschule wendest -dort lernen menschen und hunde das friedliche begegnen...achte bitte sehr, daruf, dss die gewaltfrei arbeiten!

Liebe Agathe63,

es ist bei solchen Hunden wichtig, ihnen die Möglichkeit zum ausweichen bzw. ihnen eine Alternative zu ihrem bisherig gezeigtem Verhalten zu geben, die den selben Erfolg verspricht wie sein bisher gezeigtes Verhalten, vermutlich wenn es wirklich Angst ist Erleichterung d.h. die Entfernung zum Angstauslöser.

Beschäftige Dich doch mal mit der Technik des Zeigen & Benennens besser noch Du setzt Dich mit einem qualifiziertem Hundetrainer in Verbindung, der Dir diese Technik näher bringt.

Bitte höre nicht auf solche vermeintlichen Tipps wie von SheldonCooper21, denn das hat in keinster Weise etwas mit einer Qualifikation zu tun.

Leinenrucks sind nicht nur gesundheitsgefährdend sondern beinhalten sie auch die Gefahr von Fehlassoziationen (Fehlverknüpfungen) d.h. Dein Hund schaut zu einem Hund hat schon Angst, dann ruckt man an der Leine der Hund verspürt Schmerz und verknüpft diesen mit dem was er gerade sieht, ergo dem anderem Hund. So entsteht die Verknüpfung anderer Hund = Schmerzen = Aggression und Ziel des ganzen wird die Distanzvergrößerung zum anderen Hund sein. Hier ist es wichtig effektiv und systematisch vorzugehen, ein Hund lernt wie ein Mensch und somit braucht er auch eine gewisse Zeit zum umlernen, besser ist man hat dann jemanden an seiner Seite, der das Verhalten auch richtig einschätzen kann und Dir qualifizierte Ratschläge geben kann.

D.h. such Dir bitte einen qualifizierten Trainer, der KEINE Leinenrucks anwendet, nicht von Rang- oder Rudelgedöns redet, kein anschreien oder anderweitige aversive Tipps gibt wie auch körpersprachliche Bedrohungen in Form von frontalem vorn überbeugen zum Hund, fixieren mit den Augen oder gar Rütteldosen oder Wasserspritzer empfiehlt, so etwas gehört in kein qualifiziertes Hundetraining rein, dass wenden Leute an die leider nicht wirklich gut informiert sind, denn Gewalt fängt da an wo Wissen aufhört!

SheldonCooper21 14.03.2014, 01:09

Leinenruck nochmals für Anfänger erklärt:

Das typische Ziehen und straffen der Leine ist ähnlich einem lenken der Pferde die dadurch schlichtweg in eine Richtung gelenkt werden sollen.

Aber vielen Dank, dass ich nochmals von jemanden qualifizierten aufgeklärt werde ;)

Ich werde es der nächsten Halterin sagen, deren Hund einfach zuviel zieht obwohl die Leine schon zu Ende ist. Ja, am besten sollte der Halter dann loslassen.

Besonders gut ist auch das Leine lassen bei jungen Hunden. Egal ob Katze oder Hundehaufen, alles ist so interessant und beachtenswert. Ich zeige und benenne, während mein Hund vom Auto überfahren wurde und der andere sich eine schlimme Infektion eingefangen hat.

Ich denke, ich werde die Leinenhersteller verklagen. Hätten Sie doch eine Stopp-funktion eingebaut. Schade

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Anda2910 14.03.2014, 01:20
@SheldonCooper21

Natürlich und ich spiele weiterhin den Rudelführer, den es nicht gibt, komme mal in 2014 an und rede nicht von Dingen, die Most mal verbreitet hat!

Wie oben schon bemerkt woraud Du ja nicht eingehst, entstehen beim Leinenrucken Fehlassoziationen und nach dieser Aussage "massiv zurückgezogen werden" hört sich das für mich nicht nach einem lenken an.

Genau und wenn ich da mit primären Verstärkern arbeite habe ich innerhalb recht kurzer Zeit einen extrem kommunikativen Hund, somit brauche ich weder ein Leinenrucken oder "lenken" wie Du vorgibst zu meinen, sondern nur Köpfchen.

Na Du bist ja nen ganz schlauer hmmm?

Ja wie gut das Du hiermit klar und deutlich bewiesen hast, wie viel Kenne vom Hundetraining in Dir steckt, aber zum Z&B gibbet genug Artikel, dass brauch ich nicht näher zu erläutern.

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spikecoco 14.03.2014, 16:57
@SheldonCooper21

ich finde es schon erstaunlich, warum ich in all den Jahren es nicht für nötig befunden habe, einen Hund mittels Leinenruck irgend etwas vermitteln zu wollen. Man was bin ich für ein Naturtalent. Vielleicht solltest du deiner nächsten Halterin mit einem ziehenden Hund einfach mal ein geeignetes Training nahelegen, was den Hund binnen kürzester Zeit zu einem gut leinenführigen Hund macht. Und einen Jungspund durch Motivation von anderen unerwünschten Dingen fernhält. Die Stoppfunktion einer Leine ist ein verantwortungsbewusster Hundeführer.

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Kein Tier der Welt hat "Manieren", das ist eine menschliche moralische Lebenweise und kann einem Tier in dem Sinne nicht anerzogen werden.

Hunde erfahren als Baby im Rudel die sogenannte Sozialisierungsphase, die jedoch jäh unterbrochen wird, wenn man den Welpen VOR der 12. Woche wegreißt. Somit fehlen ihm wichtige Ausdrucksmöglichkeiten bei Hundebegegnungen. Die Hundesprache und die die Beschwichtigungssignale sind damit nicht komplett gelehrt worden, und dementsprechend asolzial kann sich draufhin der Hund verhalten. An der Leine wird diese Ausdrucksmöglichkeit noch mehr eingeschränkt, und das ist der Grund, warum viele so reagieren.

Du kannst hier beschwichtigend einwirken, in dem Du an der Leine VOR Deinem Hund gehst, und ihm dadurch zeigst, dass Du Dich mit dem anderen Hund und der Begegenung auseinandersetzt. Bleibe gerade in solchen Situationen extrem gelassen und ruhig und lass Dir in keiner Weise irgendeine negative Regung anmerken, denn das stachelt Deinen Hund nur noch mehr hoch.

Wow Anda & SheldonCooper, was ihr da betreibt ist schon wie ein persönliche Fehde, unschön zu lesen wenn Mann um Ratschläge fragt :-/ !!!! Und Anda: ich kenne dich nicht, aber du kommst auf mich als sehr besserwisserisch rüber, du kritisierst andere Leute ohne selber konkret mit Lösungen zu kommen! Schade, weil ich lese schon aus deine Beiträge das du absolut ein Herz für Tiere hast und bestimmt auch das nötige Wissen, aber das kommt hier leider nicht zur Geltung!

Und um mich jetzt nicht in einen Wespennest zum begeben ;-) : Agathe, geh mit dein Hund in einen vernünftigen Hundeschule! Da lernst du sooo viel ua. auch wie ihr euer Problem lösen könnt! Viel erfolg!!

Beutelkind 14.03.2014, 07:26

Mit Deinem Beitrag hast Du Recht cvksat! Derartige "Fehden" sind es u.a., die mich hier immer kürzer verweilen lassen...^^

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YarlungTsangpo 16.03.2014, 16:24
@Beutelkind

Nö, ne - sowas sollte niemanden ins Bockshorn jagen.... das haben schon die Gebrüder Grimm in ihren Märchen geschrieben !

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Ich rate Dir zum Training deines Hundes.

Er muss lernen mit anderen Hunden, insbesondere wahrscheinlich Rüden, Seite an Seite zu laufen und sich auch mal beschnuppern zu lassen.

Dazu am besten jemanden suchen, der ebenso einen Hund (bevorzugt männlich) hat und du dann gemeinsam Stück für Stück das Gehen und Gehorchen üben kannst.

Auch müssen Hunde, so lieb wie sie sind, manchmal massiv zurückgezogen werden. Fehlverhalten des Hundes durch die Länge der Laufleine steuern.

Anfangs etwas mit Leckerlis arbeiten um das Belohnungszentrum dese Hundes und damit sein Lernverhalten zu aktivieren. Hütehunde neigen gern zur Überreaktion , sei es aus Schutzgründen oder da sie doch ausgeprägtes Revierverhalten haben.

Ganz wichtig!!!

Einen Kommandoton beim Hund entwickeln.

Der Hund soll nur am Klang der Stimme schon erkennen, dass das Alphatier (solltest du als Hundeführerin sein?) bestimmt wieweit er sich bewegen darf.

Alles Training, mit genug konsequenter Haltung durchaus machbar =)

https://www.facebook.com/pages/Mycat/273192122844829

Anda2910 14.03.2014, 00:43

Solch ein Quatsch!!!!

Unter Stress und Leinenrucks setzen einen Hund enorm unter Stress lernt kein Hund und so wird nicht sein Lernverhalten aktiviert, denn lernen tut ein Hund genauso wie ein Mensch ständig, dazu mal bitte ein bischen mit Verhaltensbiologie beschäftigen noch wichtiger mit der Lerntheorie!!!

Hütehunde neigen nicht gern zu Überreaktionen sondern nennt sich das Erregungslage des Hundes und auf die kann man mit effektiver Auslastung und GEWALTFREIEM Training zum Teil Einfluss nehmen.

Auch ein Kommandoton sollte nicht entwickelt werden, ein Hund hört wesentlich besser als ein Mensch, so brauche ich bei weitem keinen Kommandoton.

Ausserdem gibts keinerlei lineare Rangfolge und eine Rangfolge bildet sich wenn überhaupt nur unter artgleichen aus auch dazu mit Verhaltenbiologie befassen.

Ja machbar aber nicht wenn wie hier Symptomarbeit betrieben wird und der Hund danach entweder in der erlernten Hilflosigkeit lebt oder aber absolut bissig wird, letzteres wird ihm vermutlich ein Leben im TH bescheren, also bitte erst mit Hunden beschäftigen, informieren, lernen und dann Tipps geben, denn das hier ist ja mehr als nur ala Most Gequake...

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SheldonCooper21 14.03.2014, 01:03
@Anda2910

Yupp^^

Genauso wie die irrige Annahme, das Hunde alle von Natur aus friedlich und liebevoll sind. ;)

Eine gute Bekannte hat einen Hütehund mit schweren "Störungen" die Radelfahrer anfallen, Inlineskatern in die Waden beißen und genau genommen jeden anderen Hundebesitzer mit anbellen bzw schnappen.

Auch ein Hütehund, auch dominant.

Liebe Anda,

ein Hund der sein Hundeleben auslebt (mit kleffen, bellenb und beißen) ist deswegen NICHT unter Stress. Vermenschlichung hin oder her, der Hund bleibt Hund.

An der Leine ziehen ist keine Gewalt (lach), sondern ein effektives Lern- und Erziehungsmittel. Erst recht bei "Problemhunden".

Das nächste Mal rate ich Dir, lieber User Anda, mich nicht unqualifiziert von der Seite her anschreiben zu wollen. Über lineare Reihenfolge unterhalten wir uns beim nächsten totgebissenen Baby durch einen Pitbull oder ähnlich, da diese laut deiner Aussage nur ihresgleichen "maßregeln"

Weiterhin gibt es unzählige Hundebesitzer auf der Welt die leidliche Erfahrungen damit haben wenn der Hund einen Machtkampf versucht. Die meisten Halter haben sich jedoch vorab darüber informiert, dass der Husky nunmal kein Golden Retriever ist, anspruchsvoller, mit ausgeprägterem Revierverhalten und manchmal, nunja leider auch statistisch bissiger als der typischste unter den Familienhunden.

Ein Kommandoton, über Stimme und Pfiff, ist das ÄLTESTE Mittel der Kommunikation zwischen Hund und Mensch.

Ich denke ich bin rundum informiert, langjähriger Tierfreund, stolzer Kenner von zig Tierbesitzern.

Ich lasse mich gerne mit Fakten schlagen bzw. Anregungen. Nicht jedoch von selbsternannten Tierschützergurus ;)

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Anda2910 14.03.2014, 01:47
@SheldonCooper21

Ja wenn der in Deinen Händen war, ist klar das der schwere Störungen hat ;-)

Natürlich dominant, klar die haben alle keinerlei andere Verhaltensweisen als dominant zu sein. Traurige Welt! Definiere doch bitte erst einmal Dominanz.

Der Hund bleibt Hund und von Antropomorphismus redet hier auch keiner, sondern spreche ich von effektivem, systematischem Training!

Aggression gehört zu JEDEM Lebewesen dazu, denn es schützt das überleben, aber das nur mal am Rande somit ist KEIN Hund gestört, der irgendeinen anderen anbellt. Mit dieser Verhaltensweise übrigens ist JEDES Lebewesen ausgestattet.

Fehlassoziationen kannst Du googeln falls Dir die Informationen fehlen und allem Anschein nach tun sie das zu Hauf...

Das an der Leine ziehen nennt man fachsprachlich übrigens pos. Bestrafung und sollte man tunlichst unterlassen, wie schon geschrieben, Gewalt fängt da an wo Wissen aufhört. Erst recht sollte man das bei "Problemhunden" unterlassen, ich habe übrigens 3 ehemalige Problemhunde zum Teil 4 aber das nur mal am Rande.

Was ist bitte eine lineare Reihenfolge ich habe von einer linearen Rangfolge gesprochen, zumindest nennen das qualifizierte Menschen so!

Ich habe nirgendwo geschrieben, dass Hunde nur ihresgleichen "maßregeln" genaugenommen habe ich in keinem einzigem Satz etwas von maßregeln geschrieben, also bitte erst lesen UND verstehen und dann denken und dann erst schreiben, dass wäre eine lineare Reihenfolge ;-)

Tja, wenn die Hundehalter genauso bewandert sind wie so manche hier, dann ist es kein Wunder das Pitbulls Babys totbeissen übrigens haben meine ehemaligen das nie getan, seltsam ich scheine etwas falsch gemacht zu haben, dabei habe ich doch tatsächlich 2 Kinder, die sogar noch alle Gliedmassen besitzen...

Es gibt keinerlei Hunde die einen Machtkampf versuchen sowas geistert nur in unwissen Köpfen rum, Hr. Most ach ne sorry SheldonCooper einer von meinen 3 Hunden zum Teil ja 4 ist rein zufällig ein Mix aus einem Husky und einem Schäferhund von ca. 69 cm einen Goldi hatte ich auch 15 Jahre um genau zu sein und ich konnte weder bei meinem Goldi noch bei meiner jetzigen Dame etwas von Machtkämpfen ausmachen, seltsam auch da scheine ich irgendetwas falsch zu machen, vielleicht sollte ich mich auf den Boden begeben und die Rangordnung ausfechten, vielleicht noch den Backengriff und die Alpharolle anwenden? Nein danke, sowas brauchen wir hier nicht, wir leben wirklich sehr harmonisch zusammen, würde ich sowas anfangen, dann wäre es wohl vorbei mit der Harmonie.

GENAU und da sind wir auf den Punkt gekommen Kommandoton, Militär usw. Ich sag doch Most, sollte Dir ja ein Begriff sein, wenn Du Dich so gut auskennst wie Du vorgibst.

Wie geschrieben, les Dir mal die Technik zum Z&B durch, fange am besten mit assoziativem Lernverhalten an oder noch besser fange bei Säugetierverhalten an, dann beschäftigst Du Dich mit Stimulus-Response, Dir sollten Namen wie Most, Bradshaw, Miklosi, Mech, Halgren, Skinner und auch J.B.Watson bekannt sein, dass Wort Dominanz sollte man auch richtig definieren können und nicht zu vergessen die Lerntheorie von Säugetieren ist extrem hilfreich im Umgang mit aggressiven Hunden sowie auch Calming Signals.

Ich denke Du bist nicht ansatzweise informiert, sonst könntest Du ja mit den Begrifflichkeiten so einiges anfangen, ich weiß ist nicht mal so eben gegoogelt hmm ;-)

Wie gut das ich nur beruflich damit zu tun habe, aber ansonsten hast Du Recht Hundepsychologie ist ein Hobby von mir und mit Hobbys kennt man sich ja bekanntlicherweise besser aus, als wenn man das nur beruflich macht. ;-)

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taigafee 14.03.2014, 06:47

Gott sei Dank gibt es inzwischen Verhaltensforscher, die das alles widerlegt haben, so dass man Hunde mit sehr viel mehr Sachverstand sozialisieren und erziehen kann.

DH, Anda!

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inicio 14.03.2014, 08:21
@taigafee

toll -Anda -deine links..ich befuerchte irgendwelche vorgestrigen wollen es aber immer noch nicht begreifen...

kein hund muss massiv zurueckgezogen(=gewuergt) werden -kein hund muss gezwungen werden, alle anderen hunde zu lieben...oder immer wieder einen konflikt aushalten zu muessen..

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SheldonCooper21 14.03.2014, 20:34
@inicio

Danke für den Beweis, es gibt doch noch Hundehalter und Freunde die zwischen Kontrolle (ziehen und lenken) und hilflosem "Du-hast-Würgen" doch noch unterscheiden können.

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spikecoco 14.03.2014, 17:00

jetzt ahne ich, woher Sheldon Coopers Methoden stammen.

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SheldonCooper21 14.03.2014, 20:53
@spikecoco

Um nochmal anzumerken:

Der von mir genannte "Problemhund" hat mich bisher als EINZIGSTEN männlichen Part neben seinem Frauchen akzeptiert. Im Genaueren bin ich der einzige den er noch nicht gebissen hat, ebenso hat sich das Gehorchen auf Kommandos bei weitem verbessert.

Dummerweise hat die Halterin aus Gründen der Putzigkeit ihres Hundes nicht weiter mehr Strenge bewiesen, was dazu geführt hat, dass der Hund auf kurz oder lang eingeschläfert werden muss. Zumindest wenn er einmal die falsche Person beißt.

Die Halterin selbst ist übrigens mehrfach von ihm gebissen und angeschnappt worden, und nein, der Hund wurde von mir weder gequält noch misshandelt.

Nachdem mir selbst die Charakteristika von Hütehunden klar sind war nunmal wichtig, dass der Hund seine dominante Schutzrolle nicht weiter wahrnimmt.

Sein Schutzverhalten war und ist rein auf den Garten und die Wohnung zu reduzieren in seinem Fall.

Demzufolge hat mich der Hund als Leittier anerkannt, was ihn bei weitem weniger nervös und unruhig gemacht hat ,wenn ich bei ihm war.

Nunja, um doch etwas Vermenschlichung ins Thema Hund zu bringen:

Sorry liebe Fraganten, aber gäbe es ein Geheimrezept zum schnellen Training, dann befüchte ich fast, dass die meisten Links oben wertlos sind. =/ Jeder sollte wissen:

Erziehungsstile sind unterschiedlich und müssen der entsprechenden Situation angepasst werden. Problemhunde können nicht nach gleichen Mustern "behandelt" werden, ebenso wenig wie es die ultimative Erziehung bei Kindern gibt.

Nochmals, EINE Methode ersetzt keine andere und liebe ANDA,

ich fühle mich geehrt, dass du Links postest. Etwas, wozu ich bisher nicht fähig war und worauf ich nie in meinem Leben gekommen wäre.

Achja, es gibt Fraganten die suchen sich Themen gezielt aus, da sie vll doch etwas Ahnung haben ;)

Ich werde weiterhin Autorität bei Hunden bleiben und sehe das meiner Meinung nach vollkommen richtig.

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Anda2910 14.03.2014, 21:25
@SheldonCooper21

Tja ich sag ja genau so sieht es aus, dass ist dann das Ende des Liedes, würde Frauchen mal nicht auf inkompetente Aussagen hören und ein Training im Sinne der Lerntheorie anstreben, so müßte der Hund nicht eingeschläfert werden, es ist unfassbar und genau sowas macht mich unglaublich traurig!!!

Verstehst Du das nicht oder aber möchtest Du das nicht verstehen, ich meine einen Versuch ist es doch wert bevor der Hund eingeschläfert wird, oder was ist Dir lieber, bleibst Du lieber bei Deiner Einstellung und möchtest damit beweisen wie fachkundig Du bist oder aber das Leben des Hundes?

Der Hund nimmt keinerlei dominante Schutzrolle wahr, sondern versucht er auf biegen und brechen sein Leben zu verteidigen und das sollte hier mal erkannt werden und dafür wird er dann eingeschläfert, weil irgendjemand nicht bereit ist dazuzulernen!!!

Der Link oben erlernte Hilflosigkeit er hat nicht Dich als Leittier anerkannt, ein Leittier falls es solch eines bei Hunden geben würde, verhält sich nicht aversiv, unberechenbar oder bedrohlich sondern souverän, liebevoll und auch konsequent, aber Konsequenz sei hier bitte nicht mit gewaltvoller Durchsetzung von "Kommandos" gleich zu setzen.

Nein es gibt Erziehungsstile und wissenschaftlich fundierte Tatsachen, ich möchte Dir gerne mal einen Vorschlag machen, nehme mal Urin oder Speichel oder ne Blutprobe letzteres dürfte sich schwieriger gestalten, dass lässt Du dann mal auf Cortisol, Adrenalin und Noradrenalin testen und dann hast Du Deine Antwort auf die Aussage "...was ihn bei weitem weniger nervös und unruhig gemacht hat..."

Diese Dinge laufen IM Körper ab und Du willst doch nicht wirklich behaupten wollen, dass es diese Hormone nicht im Hundekörper gäbe, oder?

Übrigens hast Du geschrieben Du würdest Dich mit Fakten schlagen lassen, ich möchte gar niemanden schlagen, aber das was die Links beschreiben sind nun einmal eben Fakten...

Ach ja und es ist immer noch sehr schade, dass Du nicht wirklich auf meine Fragen eingegangen bist!!!

Es ist traurig und erlahmend zu gleich festzustellen und genau deshalb machen mich solche von Dir getätigten Aussagen wütend und hilflos zu hören, dass ein Lebewesen sein Leben lassen muß nur weil es in Hände geraten ist, die nicht bereit sind über den Tellerrand zu schauen und eben genau wie Du beschreibst, nicht nur Muster Alpha sondern auch mal Muster "ich versuche Dich zu verstehen" anzuwenden und das nur auf Grund ihrer immensen Selbstverliebtheit!

Herzlichen Glückwunsch dazu, dass Du dazu beitragen durftest, dass ein Hund eingeschäfert wird, ich hoffe es glauben nicht weitere hilflose Hundehalter solchen nicht haltbaren und vermeintlichen Tipps, weitere Opfer brauchts nun wirklich nicht...

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