Rüde verhält sich aggressiv gegenüber anderen Rüden?

5 Antworten

Genau so hat es sich bei meinem Rüden auch abgespielt. Das ist das Alter in dem sie sexuell reifen und dazu gehört dann auch (für den Halter überraschend) plötzliches Konkurrenzverhalten.

Das muss nicht unbedingt nur entstehen weil ein läufiges Weibchen in der Nähe ist, im Gegenteil beruhigt das meiner Erfahrung nach eher sogar die Lage weil es sich den Rüden quasi aussucht, sondern vor allem bei spontanen Begegnungen mit fremden, unkastrierten Rüden.

Du schreibst, bei manchen schnappt er über und bei anderen nicht. Beobachte mal die Körpersprache des anderen Hundes. Starrer Blick, aufgestellter Körper und erhobene Rute sind Zeichen, die dein Hund früher als du wahrnimmt und dementsprechend (und total natürlich und gesund) in Abwehrhaltung geht. Er ist direkt kampfbereit, denn eine solche Haltung signalisiert:

Ey, ich habe gemerkt dass du auch ein potentes Männchen bist und ich stelle gleich mal klar wer hier der Boss ist. Ich provoziere dich jetzt und schau mal was du machst.

Es geht dabei nicht nur um Weibchen, sondern oft auch um Herrchen/Frauchen und die Gassiroute an sich. Um Ressourcen! Übrigens können sich auch Hündinnen so verhalten. Es kommt auf den Charakter an.

Dein Hund verhält sich völlig natürlich. Trotzdem sollte es bestenfalls NIE zu ernsthaften Beißereien kommen. Und selbst ein "Showkampf" wird von den meisten fremden Haltern als übertriebene Aggression gesehen (die checken einfach nicht wenn ihr eigener Hund der Auslöser war...) und man ist unten durch.

Das einzige Mittel dagegen ist Beziehung, Beziehung, Beziehung. In solchen Situationen ist ein eindeutiges, eingespieltes Vertrauensverhältnis vorausgesetzt.

Mein Hund stellte immer den Kamm auf und suchte Blickkontakt. Ich wusste das zu deuten und sagte "nein". Dann gingt ich zwischen meinem und dem fremden Hund während der Begegnung. Dann wusste er, er muss sich nicht selber kümmern, ich habe ihn verstanden. Jedes mal sehr aufregend, aber das muss man sich antun wenn man den Hund Hund sein lassen und sich trotzdem frei bewegen will :D

Eine nachträgliche Kastration nützt da übrigens nicht viel. Wenn der Hund das Verhaltensmuster einmal drauf hat, ändert sich das nicht mehr. Der einzige nenneswerte Effekt ist, dass er für die anderen Rüden nicht mehr wie ein Rüde riecht und evtll. weniger angegangen wird.

Puh.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Da solltest Du Dir einen gewaltfrei arbeitenden Hundetrainer suchen und diesen das beurteilen lassen.

Kastration ersetzt keine Erziehung und es kann danach sein, dass sich das Verhalten verschlimmert. Sicher ist es auch kein Dominanzverhalten und das kann ich ohne den Hund je gesehen zu haben beurteilen.

Ich ich lese hier schon in Gedanken die Kommentare, das ist Dominanzverhalten, der muss kastriert werden, nein muss und darf er nicht, denn eine Kastra ist in D ohne tierärztliche Indikation verboten.

Ja ja ich weiß x Ta kastrieren und schieben es aufs Verhalten, das bringt Geld in die Kasse und bedacht werden sollte auch, ein Ta ist für die physiologischen Belange zuständig und kennt sich kaum bis gar nicht mit Verhalten aus.

Zudem sollte kein Hund vor der mentalen Reife kastriert werden und gerade bei großen Hunden nicht vor dem 3. Lebensjahr.

Ergo ungesehen, kann man keinen wirklichen Rat geben, da Du auch leider zu wenige Infos gibst.

Ist da schon einmal was vorgefallen mit einem Hund, wie reagiert ihr wenn er auf einen anderen Hund los will, wie sehen ansich die Erziehungsmethodiken aus?

Gibt es ein optisches Schema wonach der Hund eventuell „aussucht“? Z.B. immer gleiche oder ähnliche Farbe, Größe oder Rasse?

Also ungesehen ein Ratespiel, nur lass Dir als gut gemeinten Ratschlag geben, eine Kastra kann das ganze so richtig heftig werden lassen und das liegt sicher nicht in Deinem Interesse, ergo Hundeverhaltensberater, gewaltfrei arbeitend, kein rumgeschreie, keine Flankentritte, keine Leinenrucks usw.

der sollte das beurteilen und der kann Dir auch spezifisch auf Deinen Fall ausgelegt einen Ratschlag geben.

  1. Kastration ist kein Allheilmittel, es dient nur zur Vermeidung ungewollter Vermehrung.
  2. Dein Hund wird territoriell. Überall, wo ihr täglich wöchentlich eure Runden dreht markiert er, somit stellt er sein Revier her. Nicht nur vor eurer Haustür, sondern überall dort wo ihr euch bewegt, hier steckt er halt sein Revier ab.
  3. Nimm dir einen Trainer vor Ort, übe in Einzelstunden dieses Verhalten zu korrigieren.
  4. Da hier keiner sieht, wie du dich in diesen Situationen verhältst, sollten alle Antworten spekulativ sein.
  5. Solltest du unsicher sein überträgt sich diese auf deinen Hund. Also Trainer vor Ort suchen, der mit euch ein auf dich abgestimmtes Programm zuschneidert, dass zum gewünschten Erfolg führt.
  6. Bedenke das Problem gibt sich nicht von alleine, aber es verstärkt sich wie von Zauberhand durch falsche Erziehung.

Also ich hab gehört, dass es sexuell bedingt sein kann, also das ein anderer rüde als „Rivale“ gesehen wird. Aber es verstehen sich generell auch nicht alle Hunde. Oder er ist unsicher wenn ein Hund ihn anbellt undbellt daher zurück oder so. Ich bin aber kein Experte, falls es zu schlimm ist, frag doch mal einen Hundetrainer oder Tierarzt oder hier antwortet noch wer mit mehr Ahnung... lg

Rüden können schonmal Glitzerknete im Kopf haben. Kann er denn auch mal ohne Leine andere Hunde ansehen?

Meiner war auch so drauf als ich ihn bekam. Nachdem er regelmäßig in einem absolut gemischten Rudel unterwegs ist (ohne Leine) hat er seine Position gefunden

Also zuvor hatte ich ihn ständig ohne Leine ohne jegliche Probleme aber jetzt hab ich ansgt das er sich nicht wieder provozieren lässt und etwas tut deswegen ist er jetzt öfters an der Leine..

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@Dtrose

er ist 1,5.....Pubertät Nummer eins. Danach gehts dann wieder bis Phase 2 kommt. Dennoch- sozialisier ihn. Solange er nicht agressiv wird ist alles gut. Pöbeln gehört dazu. Und auch einstecken wenn er mal an einen falschen Hund gerät. Ich habe die besten Erfahrungen immer in weitläufigen Ausläufen gemacht. Da wird mal gemotzt, auch mal geschnappt- aber nie echt angegriffen. Such dir einen Trainer wenn du das alleine nicht möchtest. Immerhin setzt du grad die Grundlagen für die kommenden 10,12 Jahre

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@Dtrose

Vielleicht spürt er auch deine unsicherheit🤷🏻‍♀️

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Ja da gebe ich dir Recht womüglich ist es die Pubertät, weil das ja kein normales Verhalten von ihm ist und es betrifft ja nicht jeden einzelen Hund.. ich bin am Aufsuchen eines Trainers wollte mal hier Ratschläge & Tipps hören ☺️

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@Dtrose

konsequent unterbinden. Nicht an der Leine reißen, aber den Hund mal anschubsen wenn er nicht reagiert. Er kommt so aus der Situation raus. Dennoch: Kontakt soviel wie es geht. Freilauf, Sozialverhalten zulassen (er stirbt nicht wenn er mal kurz angemault wird)

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@Minerva78

Nein aber er verknüpft und wenn eh schon Probleme bestehen, sollten nicht noch weitere negative Assoziationen herbeigeführt werden!

Sterben tut er nicht davon nein, aber ein fachlich korrekter Rat ist das erst Recht nicht!

Gewalt fängt da an, wo Wissen aufhört!

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