Rückzug der Kündigung durch Arbeitgeber und ALG 1 bezug?

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3 Antworten

Was sollst du denn abarbeiten ?

Wer hat denn noch Bock bei einem AG - zu arbeiten der einen erst kündigt und dann wieder einstellen will,da ist in meinen Augen das Arbeitsverhältnis so gestört,dass eine erneute Beschäftigungsaufnahme nicht zumutbar wäre.

Ich denke mal nicht das dies dann Folgen für dich hätte,du wurdest ordnungsgemäß gekündigt und gut ist.

fragenhaber1 01.08.2017, 23:03

Bin im Vertrieb tätig und soll eine gewisse Anzahl an Verträgen bringen....ich sehe die Handlung als enormen Vertrauensbruch und habe die Befürchtung, dass wenn ich einmal nicht die geforderten Zahlen bringe sofort wieder eine Kündigung vorliegen habe. Daher möchte ich auch nicht mehr dort Beschäftigt sein.

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isomatte 01.08.2017, 23:19
@fragenhaber1

Wie gesagt,du hast eine betriebsbedingte Kündigung erhalten und das ist ausschlaggebend für dich,mit einer Sperre musst du nicht rechnen !

Erst wenn du im Leistungsbezug bist und da eine zumutbare Maßnahme oder Stellenangebot ohne wichtigen Grund abbrichst oder ablehnst kann es eine Sperre geben.

Beim ersten regelwidrigen Verhalten würdest du dann eine Sperre von 3 Wochen bekommen.

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Eine Rücknahme der Kündigung geht nur, wenn beide Parteien einverstanden sind.

Nun hat mein AG mir angeboten die Kündigung zurück zu ziehen wenn ich eine bestimmte Menge abarbeite.

Was sollst Du abarbeiten?

Habe ich mit konsequenzen zu rechen wenn mein Arbeitgeber der Agentur für Arbeit mitteilt, dass ich kein Interesse mehr an einer weiteren Beschäftigung habe?

Falls der Arbeitgeber Dich erpressen wollte oder seine Bedingungen unannehmbar waren, dann würde ich das der Agentur für Arbeit sagen.

fragenhaber1 02.08.2017, 16:22

Natürlich bin ich nach so einer Aktion mit der Rücknahme der Kündigung nicht einverstanden. Ich sollte eine gewisse Anzahl an Kunden bringen. Als ich Ihm sagte das ich die Kündigung gerne so akzeptiere meinte er : " Nicht das Sie ärger bekommen wenn ich der Argentur für Arbeit das mitteile da Sie Arbeitslosengeld beziehen wollen oder?". Daher die frage ob ich mit konsequenzen zu rechnen habe. Mittlerweile holte ich Rat bei einen Rechtsbeistand der mir Recht gibt, habe also nichts zu befürchten.

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johnnymcmuff 02.08.2017, 16:28
@fragenhaber1

Er knüpft die weiter Beschäftigung an Bedingungen.

Ich musste mich mal in einem Callcenter bewerben und sollte eine bestimmte Anzahl von Kunden am Tag werben um Betrag X zu bekommen und um nicht gekündigt zu werden.

Das habe ich abgelehnt und der Agentur für Arbeit gesagt, dass ich es mit meinem Gewissen  nicht vereinbaren kann, dass ich Produkte verkaufen soll die ich nicht kenne und hinter denen ich nicht stehe.

Was Dein Chef verlangt ist auch nicht rechtens und mit entsprechender Begründung gibt es auch keine Probleme.

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Also wenn er bereits gekündigt hat, ist diese Kündigung wirksam und dürfte als betriebsbedingte Kündigung keine Sperrzeit auslösen.

Du bist nicht verpflichtet, die Rücknahme der Kündigung zu akzeptieren, erst recht nicht, wenn diese auch noch an Bedingungen geknüpft ist.

fragenhaber1 01.08.2017, 23:21

Und wenn mein AG nun in der Arbeitsbescheinigung schreibt das ich kein interesse an einer weiteren Beschäftigung habe oder sogar Verhaltensbedingt gekündigt wurde (zutrauen würde ich es meinem AG)...was hat dann mehr Gewicht? Die schriftliche betriebsbedingte Kündigung oder das geschriebene auf der Arbeitsbescheinigung?

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n3opr3n 01.08.2017, 23:28
@fragenhaber1

es gilt das, was auf Deiner Kündigung steht. 

Es gibt keine "weitere" Beschäftigung mehr, die Kündigung ist wirksam und beendet das Arbeitsverhältnis. Deine Zustimmung zu irgendeiner bedingten Weiterbeschäftigung kann keiner erzwingen.

Außerdem kannst Du auch gerne mal da reinschauen:

http://www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbiii/159.html

 

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