Rückwirkende Kündigung

3 Antworten

Die Kündigung ist nichtig. Rückwirkend kündigen geht nicht und wenn der AG das falsche Datum einträgt, sein Pech. Reiche sofort Kündigungsschutzklage ein. Die Frist dazu beträgt 3 Wochen. In Deinem Fall beginnt sie morgen am 28.05. Falls Du Mitglied in einer Gewerkschaft bist, wende Dich an sie. Die Gewerkschaft hilft Dir die Kündigungsschutzklage aufzusetzzen. Andernfalls geh zu einem Anwalt für Arbeitsrecht. Das wird Dir die Kündigung zwar nicht ersparen aber hinauszögern. Geh auf jedenfall wieder arbeiten. Lohnfortzahlung bekommst Du selbstverständlich. Du warst ja krankgeschrieben als Du noch im Arbeitsverhältnis warst. Dein Arbeitgeber muß eine neue Kündigung aussprechen mit der entsprechenden Frist von zwei Wochen. Warum zitierst Du aus Deinem Vertrag? Ich gehe davon aus mit Deinen Arbeitspapieren war alles in Ordnung. Das hat mit der Kündigung und der Lohnfortzahlung wegen Krankheit dann nichts zu tun.

Natürlich geht eine Kündigung nicht rückwirkend. Die Formulierung "fristgemäßt" (Schreibfehler machen eine Kündigung leider nicht unwirksam) ebenso wie das gewählte Datum deuten aber darauf hin, dass nicht zum 7.5., sondern zum 7.6. gekündigt werden sollte.

Dass auch diese Frist zu kurz berechnet ist (massgebend ist nicht der Tag des Absendens, sondern der Tag des Zugangs), jedenfalls dann, wenn die üblichen 14 Tage gelten, steht auf einem anderen Blatt. Aber wenn Du nicht dagegen klagst, ist sie trotzdem gültig!

Klar ist, dass er Dich für die bereits geleistete Arbeit auch bezahlen muss - wie kann man daran bloß Zweifel haben.

Unter der Annahme, dass Du noch keinen neuen Job hast, also möglichst lange noch beim alten AG arbeiten (oder zumindest Gehalt beziehen) willst, solltest Du umgehend anwaltlichen Rat einholen. Entweder bei Deiner Gewerkschaft (und falls Du in keiner Gewerkschaft bist, wäre das ein Grund, Mitglied zu werden) oder bei einem auf Arbeitsrecht spezialisierten Anwalt. Denn es ist zu entscheiden, ob Du

a) am Montag zur Arbeit gehst, weil Du von einer Kündigung Juno ausgehst, und nur Klage wegen der falsch berechnete Kündigungsfrist einreichst.

b) am Montag nicht zur Arbeit gehst, weil ja laut Schreiben am 6.5. Dein letzter Arbeitstag war. Und die Kündigung insgesamt anfichst. Möglicherweise erst am letzten Tag der dreiwöchigen Klagefrist, damit der Arbeitgeber erst möglichst spät die korrekte Kündigung nachliefern kann.

Speziell wegen der Erfolgsaussichten zu b) rate ich Dir dringend, anwaltlichen Rat einzuholen.

Beweismittel, dass Du die Kündigung erst heute erhalten hast (Zeugen? Briefumschlag?) ggf. sicherstellen.

Die Kündigung ist ungültig,da sie nicht rückwirkend ausgesprochen werden kann. Ich vermute,dass man sich mit den Daten vertan hat und den Vertrag zum 7.06. kündigen wollte.Ich empfehle dir,weiterhin zur Arbeit zu gehen und deine Arbeitskraft anzubieten. Und natürlich muss der Arbeitgeber dir weiterhin Lohn zahlen,und zwar bei nochmaliger fristgerechter Kündigung bis zum letzten Arbeitstag.

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