Rücktritt wegen technische Informationspolitik beim Projekt Stuttgart 21?

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3 Antworten

Vermutlich sind diejenigen, die seitens Politik die Pflichtenhefte für derartige Projekte erstellen, gar nicht sachkundig genug, um dies zu tun. So muss im Zuge des Projektes immer wieder am Pflichtenheft nachgebessert werden.

Dort, wo klare Vorgaben definiert wurden, liegt die Haftung beim Anbieter.

Natürlich beinhalten die Angebote der ausführenden Unternehmen diverse Haftungsausschlüsse und Nachbesserungsmöglichkeiten für nicht-planbare Erkenntnisse während der Umsetzung. Nur so kann man günstige Angebote aufbauen. Auch hier muss man annehmen, dass die Unterzeichner seitens der Politik zu wenig Sachkundigkeit besitzen, um diese Risiken zu Projektbeginn richtig einschätzen zu können.

Bei der öffentlichen Ausschreibung wird dann lieber ein kostengünstiges Angebot gewählt, so dass Nachbesserungslücken bleiben.

Nachbesserungen der Finanzierungen und Zeitpläne sind allerdings nichts Neues, denn auch der Kölner Dom und die Dresdner Frauenkirche haben schon vor Jahrhunderten ihren ursprünglichen Zeit- und Finanzierungsplan nicht eingehalten...

Am Ende werden die Kosten auf die Allgemeinheit umgelegt, also auf uns alle (bedeutet erst einmal, dass entweder die Verschuldung der Stadt/des Landes steigen und das Ausgaben von anderen Projekten weggenommen werden).

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Kommentar von robi187
19.06.2016, 12:08

ja aber wier leben im jahr 2016 und nicht im zeiten des dombaues?

heute kann man zum großteil wetter berechen, dies war undenkbar beim dombau?

man soll sich öfter in der marktwirtschaft fragen wer eine vorteil hat?

viele handlungen kommen deshalb zu stande weil man sich einen vorteil erhofft? man kann deulich sehen wenn man ab und an mal an die denkweise von lobbysten anschaut?

https://www.lobbycontrol.de/

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Kommentar von MusiToo
19.06.2016, 13:04

Einen Vorsatz für das Scheitern solcher Projekte vorauszusetzen halte ich für arg verschwörungstheoretisch... Das würde viel mehr Intelligenz, Überblick und Wissen der Akteure voraussetzen, als ich ihnen zutraue.

Sollte eine Einflussnahme auf Entscheidungsträger erfolgt sein, dann sehe ich hier noch keinen unmittelbaren Zusammenhang zum Scheitern der Projekte. Die eventuelle Einflussnahme hätte genau so gut zu einem guten Projektresultat führen können, auch wenn der Entscheidungsträger beeinflusst wurde.

Ich denke, dass Unwissenheit und zu kurze politische Planungshorizonte eher die Ursache sind (a) Politische Entscheidungsträger sind keine Bauherren (b) Wer nur im 4-Jahres-Rhythmus denkt, den interessiert die Folge seiner heutigen Entscheidungen weniger. Unternehmen denken hier langfristiger: kein Unternehmen wird (auch nicht unter Einsatz von Einflussnahme) heute ein Projekt anbieten mit dem klare Ziel, dieses zeitlich oder finanziell scheitern zu lassen.

Hinzu kommt, dass Mängel in der Planung, wenn sie während der Realisierung von Auftraggeber erkannt werden, vermutlich möglichst lange verschwiegen werden, um die Karrieren der Entscheidungsträger nicht zu gefährden (Machterhalt der politischen Entscheidungsträger). Hierdurch entstehen dann weitere Verzögerungen und Kosten.

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die Kosten können am Anfang gar nicht genau benannt werden - da zu diesem zeitpunkt die Planungen noch gar nicht komplett fertig sind.

Siehe Berlin Flughafen - da wurde betoniert bevor die Brandschutztechnik durchgeplant war.... und ohne komplett abgeschlossene Planung kann es auch keine abschließende Kalkulation geben.

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Kommentar von robi187
16.06.2016, 15:05

ha ha, leben wir im mittelalter? natürlich kann man jede planung bis auf kleine toleranzen genau berechnen. wie sonst kann man ganze autofabriken zum festpreis verkaufen?


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es zahlt alles immer der bürger, immer, egal, wer es sonst zahlt

wenn es die bahn zb zahlt, muss sie sich das geld ja zurück holen

von ihren kunden natürlich

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Kommentar von robi187
16.06.2016, 09:10

angebot und nachfrage macht den markt? oder planwirtschaft? die fast drei pozentpartei wollte ja keine planwirtschaft staatsbetriebe?

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