rückspulkurbel bei fotokamera

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3 Antworten

Hallo!

Im analogen Zeitalter wurde ein unbelichteter Film an einem Objektiv vorbeigeführt und Bild für Bild belichtet.

Am Anfang waren es unbelichtete Filme, die auf einer Spule aufgewickelt waren und durch ein geschwärztes Papier vor Licht geschützt waren. Im Halbdunkel hat man/frau dann dieses Schutzpaier geöffnet, die Spule in die Kamera eingeclipst und den Film mit dem Schutzpapier am Objektivfenster vorbeigeführt zu einer zweiten (leeren) Spule.

Beim Fotografieren wurde jetzt der belichtete Film Bild für Bild auf der anderen Spule aufgewickelt und am Ende mittels dem Schutzpapier im Halbdunkel wieder lichtdicht verklebt und zur Entwicklung gebracht.

Dann kam ein konsumergerechteres System auf den Markt für den meistverbreiteten KB-Film: Der unbelichtete Film wurde in einer Metallkapsel geliefert, wo an einer Längsseite ein Stück des Films heraus schaute.

Der Vorteil des Systems: Jetzt konnte bei Tageslicht der Film in die Kamera eingelegt werden.

Im Prinzip passierte das selbe wie vorher, der Film wurde Bild für Bild belichtet und auf einer Spule aufgewickelt, bis er am Ende war.

Jetzt kam die Rückspulkurbel ins Spiel! Der belichtete Film wurde mittels der Kurbel wieder in die Metallkapsel zurück gespult. Und man konnte dann den belichteten Film bei Tageslicht wieder aus der Kamera nehmen.

Einen Schönheitsfehler gab es bei dem System: Wurde aus Versehen die Rückwand der geladenen Kamera geöffnet, dann wurde der bereits belichtete - und jetzt nicht mehr durch ein Schutzpapier geschützte - Film durch das einfallende Tageslicht überbelichtet und je nach Dauer der Öffnung, einige bis alle Aufnahmen unbrauchbar.

Daher liesen sich einige Kamerahersteller etwas anderes einfallen: Sie spulten am Anfang gleich den ganzen Film aus der Kapsel auf die Spule und beim Fotografieren "wanderten" die belichteten Bilder in die Kapsel retour und waren nun geschützt. Wurde jetzt die Rückwand versehentlich geöffnet, dann wurde zwar der unbelichtete Film unbrauchbar, aber die gemachten Aufnahmen waren gerettet.

Später, mit zunehmender Motorisierung der Kameras, verschwand dann teilweise die Rückspulkurbel, weil der Film per Motor je nach System entweder am Anfang ausgespult oder am Ende automatisch zurück gespult wurde.

LG Bernd

Da ich befürchte, dass dir das Prinzip von analogen Kameras nicht all zu läufig ist, möchte ich es einmal schnell erklären: Damals wurde ja auf einen Film aufgenommen, welcher rund 36 Bilder fassen konnte. Dieser Film war in einer Kapsel aufgerollt, in der er lichtdicht verschlossen wurde (Bis zum Fixierbad wäre sonst der Film zerstört gewesen). Wenn der Film voll war, und ein neuer eingesetzt werden musste, konnte die Klappe für den FIlm natürlich nicht sofort geöffnet werden, der FIlm wäre dann ja erneut belichtet und damit zerstört gewesen. Mit der Rückspulkurbel wurde der FIlm dann zurück in die Kapsel gedreht, und konnte mit dieser entnommen und in eine (Diese solltest du aber kennen) Filmdose gesteckt.

Die verwendet man, um den belichteten Film zurück in die lichtdichte Filmkapsel zu spulen, bevor man den Apparat öffnet, um den Film herauszunehmen, damit der im Labor entwickelt werden kann.

das waren noch zeiten, hm? ;)

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