Rückgriff

3 Antworten

Es ist so: Normalerweise muss man alles verlaufen, was man hat, bevor die Sozialhilfe zahlt. Der Eigenbehalt sind nur 2.600 Euro, es handelt sich um eine normale Sozialhilfe. Wenn aber der Ehepartner noch lebt, zählt das eigene Haus so lange zum geschützten Vermögen. Die Sozialhilfe zahlt das Heim für den anderen Partner, aber das Haus wird entsprechend mit Hypotheken zugunsten des Staates belastet. In dem Moment,wo der Überlebende stirbt, muss das Haus sofort verkauft werden. Der Erbe hat nur ein Erbe und das Recht auf einen Pflichtteil, wenn dann überhaupt noch ein Erbe da ist. Das Vermögen der Eltern ist nur geschützt, wenn es frühzeitig an den Erben übertragen wird, länger als 10 Jahre, bevor jemand ins Heim muss. Die Sozialhilfe darf 10 Jahre weit zurückgehen, alles was über ein kleines Geschenk hinaus geht, wird zurück gefordert, zB ein Auto 30.000 Euro muss wieder verkauft werden. Wenn der Erbe den Eigenanteil am Heim zahlen würde, ließe sich die Sozialhilfe vermeiden. Die Pflegeversicherung übernimmt (nach frühzeitigem Antrag!) nur die Pflege im Heim, saubere Windeln usw. Die sogenannten Hotelkosten muss man immer selber zahlen: Zimmer, Pflegebett, Essen, Terrasse, Garten usw Das sind im Schnitt 1.500-2000 Euro im Monat. Etwas vermögendere alte Eltern wissen das und haben meistens auch ein Sparkonto von etwa 100.000 Euro. Ich bin 50, also eher ein goldengirl, und habe schon 2 Eltern bzw Schwiegereltern gemanagt und betreut.

Wenn die Finanzreserven aufgebraucht sind, muss zur Zahlung der Pflegekosten die Immobilie notfalls verkauft werden. In erster Linie können das die Rentner selbst tun. Wenn die sich weigern, kommt es zu einer Zwangsversteigerung. Eine Schenkung ist da nicht möglich. Der im Haus wohnende Ehepartner muss ausziehen, ggf. in eine angemessene Mietwohnung. Desweiteren werden ggf. Kinder der Rentner herangezogen, um die fehlenden Pflegekosten zu bezahlen.

Keine Angst, sie setzen niemanden vor die Türe, es muss auch niemand sein Haus, das er selbst bewohnt, verkaufen.

Eine Schenkung macht nur Sinn, wenn es 10 Jahre zuvor gemacht worden ist (also darf nach einer Schenkung 10 Jahre lang nichts passieren!).

Wenn die Pflegekosten nicht gedeckt werden können, dann springt die Sozialkasse ein, bzw. werden die nächsten Angehörigen (Kinder) angeschrieben.

Die Sozialkasse springt nur ein, wenn kein Vermögen mehr da ist. Eine Immobilie ist Vermögen !!

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@Lumpazi

Ja, aber nicht wenn es bewohnt wird. Solange diese Immobilie bewohnt ist von einem Angehörigen, können sie es diesem nicht weg nehmen. Sollen sie die Alten auf die Straße setzen?

Erkundige dich genau.

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Danke für die beiden Meinungen die doch sehr unterschiedlich sind. Der eine meint, das Haus müsste verkauft werden, eine andere Meinung ist die, dass die Sozialkasse einspringt und die Differenzkosten übernimmt. Gerne würde ich noch ein paar weitere Meinungen hören, falls jemand im Forum ist, der sich da auskennt.

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@Ontario

Guck den Link oben an, den ich beigefügt habe.

Das ist von einem Anwalt und erklärt dir alles. Keine Angst, das Haus muss nicht verkauft werden.

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Vielleicht kann mir ja jemand weiterhelfen? :) Vielen Dank!!

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