Rückgabe bei privatem Kauf?

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6 Antworten

Soweit die Sache bereits defekt war als Du sie erhalten hast, kannst Du Gewährleistungsansprüche gegenüber dem Käufer geltend machen. Zunächst kannst bzw. musst Du hierfür Nacherfüllung verlangen (§ 439 Abs. 1 BGB), also entweder Nachbesserung (Reparatur) oder Nachlieferung (Ersatz).

Sollte die Nacherfüllung scheitern oder der Verkäufer sich (innerhalb einer von Dir zu bestimmenden Frist) weigern, dann kannst Du auch vom Kaufvertrag zurücktreten und Dein Geld verlangen.

Gewährleistungsansprüche kommen natürlich nur dann in Betracht, wenn die Gewährleistung nicht wirksam ausgeschlossen wurde (§ 444 BGB). Dann könntest Du nur dann Ansprüche geltend machen, wenn der Verkäufer den Mangel kannte und bewusst verschiegen hat. Dies nachzuweisen ist allerdings kaum möglich.

Aber auch so dürftest Du Probleme mit der Beweisbarkeit bekommen. Du musst nämlich beweisen, dass die Sache von Anfang an defekt war. Soweit Du die einzige Person bist, die zu dem Thema etwas sagen kann, dann darfst Du dir keine all zu großen Hoffnungen machen. Daher würde ich an Deiner Stelle das Gespräch mit dem Käufer suchen. Gerichtlich dürftest Du keine tollen Chancen haben.

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Fordern kann man viel. Du musst "nur" nachweisen, dass der Defekt schon beim Verkäufer vorlag, oder dass er das Teil nicht korrekt verpackt hat


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Kommentar von Fu612
25.10.2016, 13:39

Wie kann ich es denn nachweisen?

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Ich vermute das du da wenig Chancen hast. Habt Ihr wenigstens etwas schriftlich geregelt oder alles mündlich gemacht?

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Kommentar von Fu612
25.10.2016, 13:38

Übers Internet geschrieben. Also auf Papier ist nichts

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Der Verkäufer hat dir die gekaufte Sache im beschriebenen Zustand zu übergeben. Falls es zu einem Detail keine konkrete Absprache gibt, so gilt das "Erwartbare". Bis hierhin hat das nichts mit der Sachmängelhaftung nichts zu tun, welche Privatoersonen durch expliziten(!) Hinweis auschliessen können. Auch wichtig: Garantie ist etwas anderes. Daher nicht diesen Begriff verwenden.

Problematisch wird es mit den s. g. Gefahrenübergang. Wenn der Versender eine Privatperson ist, liegt die ab der Übergabe an den Transport-Dienstleister beim Empfänger!

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Kommentar von Fu612
25.10.2016, 13:40

Wie gesagt, er versicherte die Funktion

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Kontaktier doch zuerst mal den Verkäufer und schau ob ihr eine einvernehmliche Lösung findet.
Hat der Verkäufer eine einwandfreie Funktion -VERSICHERT- muss das Ding natürlich funktionieren. Auf welcher Seite allerdings nun die Beweislast ist kann ich dir nicht sagen

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Da es schon ein Privat kauf ist, kannst du da nicht viel tun.

Schreib erstmal den Verkäufer an. Und versuche erstmal so eine Lösung zu finden. Denn der Verkäufer wird denken ( wenn er nicht betrügt) du hast den fallen gelassen. 

Rechtlich gesehen kannst du da nicht wirklich was tun. Beweise erstmal, das du nicht der schuldner bist. Wie das geht? Ich weiß es auch nicht. Eigentlich hast du schon verloren.

Darum sage ich immer, hole sowas lieber ab. Wenn es ein Privater kauf ist..

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