Rueckerstattung Sozialversicherungsbeitrag riskant?

2 Antworten

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Hallo Belial1778,

Ich könnte deine Frage beantworten, wenn ich alle für die Beantwortung erforderlichen Informationen aus deiner Frage entnehmen könnte.

Zunächst wäre zu klären oder es sich um zu Recht oder zu unrecht entrichteten Beiträge handelt. Handelt es sich um zu unrecht entrichtete Beiträge, dann hast du einen Erstattungsanspruch. Handelt es sich um zu Recht entrichtete Beiträge, dann hast du keinen Erstattungsanspruch.

Wären die Beiträge zu Unrecht entrichtet worden, dann wäre eine Erstattung in der Regel nicht möglich, wenn du Leistungen z. B. der Krankenkasse in Anspruch genommen hättest.

Unabhängig hiervon hast du von der Höhe deines angegebenen Einkommens keinen Anspruch mehr auf Leistungen der Familienhilfe bei deinen Eltern im Hinblick auf die Krankenversicherung. In der Rentenversicherung könntest du die Ansprüche erwerben, genau so in der Arbeitslosenversicherung auf Arbeitslosengeld, wenn du Beiträge bezahlst. Während des Bezugs von Arbeitslosengeld wärst du auch kostenlos krankenversichert.

Dies sind weitere beispielhafte Punkte, welche noch beachtet werden müssen.

Der Hinweis anderer Experten beim Steuerberater vorbei zu gehen, halte ich nicht gut, denn der kostet Geld. Der Hinweis bei deiner UNI zu fragen, ist gut. Ich habe selbst wieder ein UNI-Studium begonnen. Die Broschüren hier, sind allgemeine Aussagen zu deinen Fragen, lösen deshalb jedoch nicht deine speziellen Fragen. Der billigste und beste Weg (auch vom Wissen har) ist, gehe bei deiner Krankenkasse vorbei. Diese kann im Gespräch mit dir die erforderlichen Punkte erfragen und die eine definitiv richtige und kostenlose Auskunft erteilen (siehe mein erster Satz).

Nachstehend die wichtigsten Bestimmungen für dich zusammengestellt, damit du sieht, welche Informationen generell beachtet werden müssen.

Bei der Sozialversicherung wird unterschieden zwischen geringfügigen Beschäftigungen, kurzfristigen Beschäftigungen und sonstigen Beschäftigungen.

Geringfügig entlohnte Beschäftigungen: bleiben in der Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Rentenversicherung und Arbeitslosenversicherung für den Beschäftigten versicherungsfrei. Eine geringfügig entlohnte Beschäftigung liegt gemäß § 8 Abs. 1 SGB IV vor, wenn das Arbeitsentgelt 400 € nicht übersteigt. Bei der Überprüfung der Entgelt- und Arbeitszeitgrenze werden mehrere geringfügig entlohnte Beschäftigungen zusammengerechnet. Wird dann die Grenze überschritten, so liegt keine geringfügige Beschäftigung mehr vor und die Beschäftigungen werden sozialversicherungspflichtig.

Für die geringfügig entlohnten Beschäftigungen muss allein der Arbeitgeber pauschale Sozialversicherungsbeiträge entrichten, sowie pauschale Lohnsteuer. Anstelle der Pauschalsteuer erfolgt eine Besteuerung nach der vorgelegten Lohnsteuerkarte. Daher müssen Hilfskräfte immer eine Lohnsteuerkarte vorlegen.

Wenn das durchschnittliche Monatsentgelt größer als 400 € ist, besteht Sozialversicherungspflicht für das gesamte Beschäftigungsverhältnis. Ist das Monatsentgelt unter 400 €, besteht für den Arbeitnehmer die Möglichkeit, die Beiträge zur Rentenversicherung aufzustocken. Hierdurch erwirbt er Ansprüche auf das volle Leistungspaket der Rentenversicherung.

Kurzfristige Beschäftigung: Hierbei handelt es sich um Beschäftigungen, die auf längstens 2 Monate bzw. 50 Arbeitstage (bei einer Beschäftigung von weniger als 5 Tagen in der Woche) im Jahr begrenzt sind (ohne Rücksicht auf das zu erzielte Einkommen). Es wird vom maßgeblichen Ende 1 Jahr zurückgerechnet. Es besteht Versicherungsfreiheit, wenn die Beschäftigung nicht berufsmäßig ausgeübt wird (unregelmäßig, gelegentlich). Wird dann die Beschäftigung über den Zeitraum hinaus verlängert, beginnt die Versicherungspflicht ab dem Tage, an dem bekannt wird, dass die Grenze von zwei Monaten überschritten wird.

Kurzfristige geringfügige Beschäftigungen werden nicht mit geringfügig entlohnten Beschäftigungen zusammenaddiert.

Werkstudentenregelung: Unter die Werkstudentenregelung fallen Personen, die während der Dauer ihres Studiums als ordentliche Studierende an einer Hochschule gegen Arbeitsentgelt beschäftigt sind. Wird neben dem Studium ein Studentenjob (z.B. als Hilfskraft ohne wissenschaftlichen Abschluss) ausgeübt, so ist dieser nur dann sozialversicherungsfrei (Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Arbeitslosenversicherung), wenn der Beschäftigungsumfang weniger als 20 Stunden in der Woche beträgt. Bei dieser Stundenzahl ist davon auszugehen, dass sich die Person noch überwiegend ihrem/seinem Studium widmen kann. (Das Studium muss also Hauptbeschäftigung sein). Dabei ist die Höhe des Arbeitsentgeltes ohne Bedeutung. Auch Studentinnen und Studenten, die aufgrund des Überschreitens der Semesterzahl bzw. des Alters nicht mehr als Studentin/Student krankenversicherungspflichtig (KVdS) sind, bleiben sozialversicherungsfrei ((Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Arbeitslosenversicherung). In der Rentenversicherung besteht jedoch Versicherungspflicht, sofern es sich nicht um eine geringfügige Beschäftigung (siehe oben) handelt. Hierunter fallen alle Studentischen Hilfskräfte, deren monatliche Vergütung 325 € übersteigt. Diese sind rentenversicherungspflichtig. Arbeitgeber und Arbeitnehmer tragen die Beiträge jeweils zur Hälfte. Bei Beschäftigten, deren Arbeitsentgelt zwischen 400,01 € und 800 € liegen, gelten ab 01.04.2003 einige Besonderheiten.

Die Grenze von 20 Stunden/wöchentlich kann überschritten werden, wenn die Tätigkeit: überwiegend abends oder am Wochenende oder in der vorlesungsfreien Zeit (Semesterferien) ausgeübt wird. In diesen Fällen wird unterstellt, dass das Studium nicht beeinträchtigt wird. Daher bleibt in diesen Fällen die Beschäftigung sozialversicherungsfrei. In anderen Fällen, in denen die wöchentliche Arbeitszeit von 20 Stunden überschritten wird, wandelt sich das soziale Erscheinungsbild des Studenten. Hier steht dann nicht mehr das Studium zeitlich im Vordergrund, sondern die Beschäftigung. Somit ist der Student als Arbeitnehmer anzusehen und damit in allen Zweigen der Sozialversicherung versicherungspflichtig Befristete

Für die Beschäftigung während der vorlesungsfreien Zeit gelten andere Kriterien. Eine nur auf die Dauer der Semesterferien befristete Beschäftigung ist auch über die wöchentliche Arbeitszeit von 20 Stunden hinaus, versicherungsfrei. (KV; PV, AV). Zur Rentenversicherung besteht für die mehr als geringfügig ausgeübte Beschäftigung Versicherungspflicht. (Als Hilfskraft darf jedoch die monatliche Stundenzahl von 82 Stunden / monatlich nicht überschritten werden.)

Beschäftigung während eines Urlaubssemesters: Während eines Urlaubssemesters sind Studenten/Studentinnen zwar weiterhin eingeschrieben, nehmen aber in der Regel nicht am Studienbetrieb teil. Zeit und Arbeitskraft werden nicht überwiegend für das Studium verwendet - somit sind sie keine ordentlichen Studierenden mehr. Eine Beschäftigung während eines Urlaubssemesters ist deshalb grundsätzlich sozialversicherungspflichtig. Dieses bedeutet, dass Beiträge zur Rentenversicherung, Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung und Pflegeversicherung bezahlt werden müssen.

Nicht mehr ordentliche Studierende sind Studenten, die ein Weiterbildungsstudium absolvieren sowie Doktoranden.

Nach der Abschlussprüfung unterliegt die ausgeübte Beschäftigung der Versicherungspflicht (Krankenversicherung, Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Pflegeversicherung). Eine Ausnahme liegt vor, wenn nach dem erfolgreichen Studienabschlusses ein Zweit- oder Aufbaustudium aufgenommen wird. In diesem Fall gelten die Vorschriften über die Versicherungsfreiheit ordentlicher Studierender. Eine bloße Weiterbildung oder Spezialisierung einer bereits abgeschlossenen Hochschulausbildung begründet dagegen keine Versicherungsfreiheit.

wissenschaftliche Hilfskräfte mit Abschluss: Eine wissenschaftliche Hilfskraft mit Abschluss unterliegt grundsätzlich der Sozialversicherungspflicht in der Krankenversicherung, Rentenversicherung, Pflegeversicherung, Arbeitslosenversicherung. Eine Beschäftigung als wissenschaftliche Hilfskraft mit Abschluss ist dann sozialversicherungsfrei, wenn es sich um eine geringfügige Beschäftigung handelt. Arbeitgeber und Arbeitnehmer bezahlen die Sozialversicherungsbeiträge jeweils zur Hälfte.

Rechtsbeistand und Dozent für Sozialversicherung in Rente

wow, danke fuer diese ausfuehrliche Antwort!

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