rückdatierten Arbeitsvertrag mit "verlängerter" Befristung unterschreiben?

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8 Antworten

  1. Befristung für die Dauer von 14 Tagen

  2. Du hast bestimmt keinen Änderungsvertrag sondern eine Verlängerung der Befristung vom 01.07. bis 31.07. erhalten.

  3. Die zweite Verlängerung der Befristung vom 01.08. bis 31. 08.

  4. ´Die dritte Verlängerung vom 01.08. bis 30.9.

So wie ich das sehe, will der Betrieb sich die Option auf eine weitere Befristung offen halten. Das Teilzeit- und Befristungsgesetz lässt Befristungen ohne Sachgrund bis zu einer Dauer von zwei Jahren zu. Diese Befristung darf aber nur dreimal verlängert werden, egal ob es sich um einige Monate oder die zulässigen zwei Jahre handelt.. Ohne Rückdatierung müsste Dich der Betrieb nach dem 30.9. in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernehmen oder das Arbeitsverhältnis auslaufen lassen, da keine vierte Befristung ohne Sachgrund möglich ist.

Entgegen der Meinung von von Dea2010 ist die Ausbildungszeit nach § 24 BBiG (Berufsbildungsgesetz) kein befristeter Arbeitsvertrag. Wird ein Auszubildender nach der Ausbildung befristet weiterbeschäftigt gelten somit die Gesetze des Teilzeit- und Befristungsgesetzes wie bei jedem anderen Arbeitnehmer. Die Ausbildungszeit spielt nur eine Rolle bezüglich der Betriebszugehörigkeit da das Kündigungsschutzgesetz sowie der Anspruch auf Entgeltfortzahlung sofort da ist und keine Wartezeiten mehr zum tragen kommen

Danke für's Sternchen

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Der vorletzte Änderungsvertrag ist im Grunde genommen durch den letzten aufgehoben worden.Die Befristung gilt somit bis zum 30.September.Den kannst du ruhig unterschreiben.

Es handelt sich um einen befristeten Arbeitsvertrag mit Sachgrund,deshalb zählt die Anzahl der Befristungen nicht.

Siehe dazu § 14 Abs.:1 Satz 1&2 TzBfG:

(1)Die Befristung eines Arbeitsvertrages ist zulässig,wenn sie durch einen sachlichen Grund gerechtfertigt ist.Ein sachlicher Grund liegt insbesondere vor,wenn

  1. ......................,

  2. die Befristung im Anschluss an eine Ausbildung oder ein Studium erfolgt,um den Übergang des Arbeitnehmers in eine Anschlussbeschäftigung zu erleichtern.


Trotzdem solltest du mit dem Arbeitgeber reden,ob du mit einer unbefristeten Beschäftigung rechnen kannst.

Andernfalls wird es Zeit,dich um einen neuen Arbeitsplatz zu kümmern.

Sei vorsichtig bei den ganzen Befristungen, habt ihr keinen Betriebsrat bei dem du mal nachfragen könntest, das zurückdatieren klingt für mich sonderbar, soweit ich weiss, muss dich der Arbeitgeber irgendwann nach mehreren Befristungen in ein festes Arbeitsverhätlnis übernehmen. Mach dich mal schlau. Vielleicht kann dir ja auch dein Arbeitgeber eine plausible Antwort geben!?

Ich sehe da keine Probleme, auch wenn der Anschlussvertrag um einen Tag zurück datiert ist. Aus meiner Sicht kannst Du beruhigt unterschreiben - wo ist das Risiko ? Damit ist nur der erste Vertrah vom 31.07. abgeändert worden. Wichtig ist, dass du kontinuierlich beschäftigt bist und für den gesamten Zeitraum schriftliche vertragliche Regelungen bestehen.

Nach § 14 Abs. 2 Satz 1 TzBfG ist die Befristung eines Arbeitsvertrags ohne Vorliegen eines sachlichen Grundes bis zur Dauer von zwei Jahren zulässig. Das gilt nach § 14 Abs. 2 Satz 2 TzBfG nicht, wenn mit demselben Arbeitgeber bereits zuvor ein befristetes oder unbefristetes Arbeitsverhältnis bestanden hat.

Die Lehrzeit ist per se ein befristetes Arbeitsverhältnis!

Ich würde ganz ganz fix zum Arbeitsgericht oder zum Arbeitsrechtsanwalt gehen und gegen die permanenten Kettenbefristugen vorgehen und auf unbefristete Einstellung klagen. Zumal eine Befristung von EINEM Monat, und das mehrfach in Folge, sicherlich ein Missbrauch des TzBfG darstellen dürfte.

Die Lehrzeit ist per se ein befristetes Arbeitsverhältnis!

Nein das ist die Lehrzeit nicht. Jedenfalls nicht im Sinne des Teilzeitbefristungsgesetzes.

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Ich würde den Vertrag so unterschreiben. Auch wenn Du einen weiteren Anschlussvertrag bekommst kannst Du das ruhig annehmen und unterschreiben.

Interessant wird es erst, wenn Dein Betrieb sagt, er will Dich nicht weiter beschäftigen. Dann mußt du tätig werden und auf sogenannte Entfristung Deines Arbeitsverhältnisses klagen. @Hexle hat ja schon geschrieben: Darf dreimal verlängert werden.

Das dreimal verlängert geschieht im Moment. Also die Füsse stillhalten und auf die 4. Verlängerung warten.

Bevor ich "ganz fix" zum Arbeitsgericht gehen würde, würde ich mal mit dem Arbeitgeber reden. Sicher ist es nicht richtig und nicht rechtens, unendlich befristete Arbeitsverträge zu machen. Weißt Du denn, was die Firma letztendlich mit Dir vorhat? Beabsichtigen die denn, Dich mal unbefristet zu übernehmen? Willst Du denn in der Firma bleiben?

Den Arbeitgeber zu verklagen ist immer schlecht für das Beschäftigungsverhältnis. Dann kann man eigentlich nicht mehr zusammenarbeiten.

In einem Gespräch läßt sich sicher manches klären.

Da der neue Vertrag ab 01.08. läuft, muss er zwangsläufig vorher abgeschlossen worden sein. Gibt es einen Grund, warum die Zeit vom 01.07. bis 31.07. nicht auch noch mit drin ist? Gibt es inhaltliche Änderungen der beiden Verträge? Genau lesen!

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