Rückabwicklung Schenkung bei Insolvenz

2 Antworten

Hallo,

auf die Kenntnis der Beschenkten kommt es nicht an. Der Schenkende haat aber offenbar im Wissen gehandelt, mit dem Vorsatz, die Gläubiger zu schädigen. Mit Nachlassinsolvenzverfahren bin ich nicht so sehr vertraut, ich meine aber, dass die Schenkung angefochten werden würde, die Anfechtungsfrist beträgt in solchen Fällen 10 Jahre rückwirkend.

An der Immobilie hat der Verwalter nicht unbedingt Interesse; er wird Berechnungen anstellen, vielleicht ein Gutachten einholen und dann wird er die Beschenkte anschreiben: Bitte zahlen Sie jetzt! Ob und inwwieweit es ihm dann aber auch möglich ist, auf den Erwerber durchzugreifen, kann man hier so nicht sagen, das hängt von vielen, tlw. sehr schwierigen, Rechtssfragen ab. Zunächst kommt es aber sehr massgeblich auf die beiden Notarverträge und den Kaufpreis an, der im 2. Notarvertrag drin steht und ob und inwieweit der geflossen ist. Alles andere kann man nur entscheiden, wenn das alles detailliert ausgewertet ist.

Viele Grüsse

der sohn könnte das haus kaufen und müsste sich keine sorgen machen.

für die ehefrau, würde dies nur einen unbedeutenden unterschied machen, sollte die schenkung rückabgewickelt werden, wäre es unerheblich ob sie noch eigentümerin ist oder nicht. sie müsste dann den gegenwert der schenkung zurückzahlen.

es könnte aber auch sein, dass wenn es sich um einen kaufvertrag (mit dem sohn) nur um ein geschäft handelt um den nachlassverwalter zu täuschen, das dieser den kaufvertrag anfechtet, das müsste er dann natürlich auch beweisen....

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