Round Up im Garten?

7 Antworten

Round UP ist nicht nach 10 Tagen abgebaut, sondern allenfalls ins Grundwasser gelangt.

Es gibt rund 7000 Klagen gegen Round UP der größte Teil davon ist eher lächerlich. Eine direkt Krebsgefahr konnte bislang nicht nachgewiesen werden. Allerdings kann es für Anwender zur Krebsgefahr kommen wie jüngst in einem Prozess in den USA bescheinigt wurde.

Tatsache ist, dass Glyphosat der Hauptbestandteil von Roundup bereits in den Nahrungskreislauf von Mensch und Tier gelangt ist und fast jeder Deutsche es in sich trägt.

Die Tatsache dass es bei Anwendern zu Krebs führen kann bedeutet eine gewisse Gefahr, während die niedrigen Werte im normalen menschlichen Kreislauf als noch unbedenklich eingestuft werden.

Du baust Gras auf der Fläche an und kein Obst und Gemüse, so geht für dich sicher keine direkte Gefahr aus, da du das Gras nicht ißt. Hast du jedoch Kanninchen und Co sieht es schon wieder anders aus. Auch dort wird vermutlich keine unmittelbare Gefahr auftreten in Form von Vergiftung und Tot. Es wird aber schwer bis unmöglich sein, Erkrankungen die das Tier evt. später hat auf den Ursprung Glyphosat zurückzuführen sein.

Ich bin ein ÖKO Gärtner bei dem keine Chemie in den Garten darf. Aber ich bin nicht so streng, dass ich anderen die Anwendung von Round UP generell verbieten möchte. Allerdings fordere ich jeden der es anwendet auf, es nur mit viel Bedacht anzuwenden.

  • auf keinem Fall Glyphsat / RoundUp auf Wege PArkplätze und anderen überbauten Flächen anwenden um das Unkraut in den Ritzen zu entfernen. Das ist obendrein laut anleitung sogar untersagt.
  • anders sieht es aus, wenn man mit dem Pinsel eine verdünnte RoundUP Flüssigkeit auf Blätter von besonders hartnäckigen Unkräutern wie z.B. Ackerwinde und co aufträgt.
  • Löwenzahn und andere Tiefwurzler gräbt man am besten aus. Wenn diese aber in Ritzen sind, kann man auch hier mit Pinsel die Blätter einstreichen.

ODER MAN VERWENDET GLEICH andere Unkrautvernichter.

Allerdings habe ich Bedenken, ob man in 20 Jahren nicht doch feststellt, dass auch andere Unkrautvernichter gesundheits- umweltschädlich sind.

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In deinem Fall gäbe es auch eine andere Option. Grasnabe abtragen und durch unbelastete Erde ersetzen.

oder für eine Wiese statt Rasen, Grasnabe umdrehen mit dem Grün ins Erdreich. Dadurch sterben nicht nur die Unkräuter selber ab, sondern auch die noch im Boden liegenden SAmen sind dann zumeist zu tief im Erdreich als dass diese noch keimen könnten. So hat man es früher gemacht.

Willst du auf Unkrautvernichter nicht verzichten recherchiere nach Roundup Ersatz oder frage im Fachhandel nach.

Grasnabe umdrehen mit dem Grün ins Erdreich. Dadurch sterben nicht nur die Unkräuter selber ab, sondern auch die noch im Boden liegenden SAmen sind dann zumeist zu tief im Erdreich als dass diese noch keimen könnten. So hat man es früher gemacht.

Das klingt sehr interessant.

Also die Grassoden abheben und dann kopfüber auf die freigelegte Erde legen?

Und wie dann weiter?

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@Nashota

dies macht man im Herbst. Der Frost zerkleinert dann die Brocken. Im 'Frühjahr wird nur noch leicht durchgehackt ohne umzugraben bis die Erde Locker ist.

90% der Unkräuter sind weg.

Round Up erreicht zwar 100% aber NICHT DIE SAMEN in der Erde. So ist round Up oftmals vollkommen sinnlos gegen Unkraut, weil es gleich wieder nachwächst aus den Samen im Boden.

Somit ist diese Methode des Umhebens in der Regel sogar effizienter.

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@WAYKOW

Okay, soweit klar.

Und auf diese ganze durchgefrostete und durchgeharkte Masse kann dann einfach neuer Rasensamen gesät werden?

Hast du auch eine Ahnung, wie Rasensamen eigentlich produziert wird? Ist das der Samen der blühenden Gräser, die ja eigentlich jeder Gärtner vermeidet?

Und mal meinen Rasen im Garten vor Augen: Moos, Gänseblümchen und Löwenzahn stört mich im Rasen nicht wirklich. Aber ich habe auch in den letzten Jahren solchen harten Grasbüschel an einigen Stellen im Rasen oder auf der Wiese. Das sind richtig derbe Halme, die auch höher als die normalen Grashalme sind. Wo kommt das plötzlich her? Hast du da eine Idee?

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@Nashota

es wird Gras bis zur Blüte/Frucht angebaut, danach gemäht und gedrescht ähnlich wie Weizen. Sicherlich kommt dabei auch viel Unkrautvernichter zum Einsatz um Fremdgräser zu unterdrücken.

Rasensamen bestehen immer aus einer Mischung von Grassorten. Da die meisten ihren Rasen nicht regelmäßig Düngen, ihn nicht bewässern und Unkraut nicht entfernen und zudem zu selten mähen, überlebt langfristig nur das stärkste und widerstandsfähigste Grassorte. Zumeist ist dies die Grasart, welche sich vorwiegend über Rhizome vermehrt.

Somit besteht ein schlecht gepflegter Rasen nur noch aus vereinzelten Grasbüscheln und dazwischen macht sich Moos und Unkraut breit.

Vermutlich hast du einen billigen Spiel oder Sportrasen gewählt. Diese Rasensamen enthalten vor allem schnellwachsendes Grassorten, damit sich der Rasen nach Belastung möglichst schnell regeneriert.

Mindest eine weiteres Rasensorte fehlt offenbar in deinem Rasen. Diese breitet sich über Ausläufer fort und hat die Eigenschaft zwischen den Rasenbüscheln die Lücken zu schließen. Meist kommen aber gleich 3 4 oder mehr Grassorten zum Einsatz jeder mit einer leicht abweichenden Eigenschaft. Diese anderen Sorten sind durch die Vernachlässigung abgestorben und so hast du nur noch die einzelnen Grasbüschel stehen.

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Ich weiß nicht wie groß dein Rasen und deine Arbeitsbereitschaft geht. Es gibt auch noch eine Methode die du jetzt noch machen kannst ohne auf den HErbst zu warten.

  • Kauf Dir eine Grabgabel falls du keine hast geht besser als mit Spaten
  • Entferne manuell die großen Grasbüschel und die großen Unkräuter
  • Leih Dir eine Gartenfräse im Baumarkt oder frag einen Bauer ob er Dir das Grundstück bearbeitet.
  • fräse das Grundstück durch
  • ist die Erde zu locker arbeit noch Sand mit ein und spezielle Rasenerde
  • mach es TOPFEBEN je ebener desto besser
  • leit Dir einen Frosch und stampfe es fest der Boden sollte immer noch Topfeben sein.
  • Rasendünger ausbringen
  • jetzt säe neu ein oder bring Rollrasen aus und 3 mal täglich bei Rollrasen 1 - 2 mal täglich gießen.
  • in nur wenigen Tagen sprießt das Gras.

Fortan ist deine Aufgabe den Rasen besser zu pflegen als bisher.

Am besten du kaufst gleich einen Rasenroboter und läßt den Rasen täglich mähen. (aber erst nach ca. 4-5 Wochen beginnend wenn das Gras angewurzelt ist)

Nach 14 Tagen lannst du weniger gießen aber im Sommer täglich einmal wenn es nicht regnet und künftig bei längerer Trockenheit täglich.

3 mal im Jahr düngen

un evt hin wieder aerifizieren frag dazu im HAndel nach einem Werkzeug. Aerifizieren ist meist besser als vertikulieren. Aerifizieren kommt von english Luft und heißt zu deutsch Rasenbelüften.

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@WAYKOW

Ich habe auch stellenweise sehr harte Grasbüschel auf meinem Rasen, vor allem schnell wachsende. Mir wurde mal gesagt, das diese Samen von Vögeln stammen sollen, die diese Samen unverdaut ausscheiden. Deswegen gibt es die nur Stellenweise und sind sehr hartnäckig.

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@Lexa1

Natürlich kann sich auch eine fremde Grasart angesiedelt haben. Vor allem dann wenn es nur an einer Stelle auftritt. Allerdings ist wohl der Wind schuldiger als Vögel. Aber natürlich verbreiten auch Vögel Samen.

Tatsächlich könnte es sogar sein, dass der Grassamen unmittelbar aus Indien oder China stammt und ggfs. Wochen Monate oder Jahre in der Luft seinen Weg in deinen Garten gefunden hat. So können Samen höher fliegen als ein Passagierflugzeug und werden von dort über den Wind über Kontinente hinweg ausgebreitet.

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@WAYKOW

Danke für deine ausführliche Antwort.

Mein Rasen ist an die 100qm groß und für meine Ansprüche "rasig" genug. Sprich, keine kahlen Stellen, sondern dicht und grün. Und wenn da etwas Moos oder etwas Sauerklee oder andere Pflänzchen vereinzelt wachsen, stört mich das nicht. Mich hat nur das mit den härter wachsenden Grasbüscheln interessiert.

Wie ist das nun aber mit der Sache "im Herbst abgestochene Rasensoden sind den Winter über gefroren und dann im Frühjahr durchgeharkt/glattgeharkt worden"? Kann auf diese Masse dann einfach neuer Rasensamen drauf oder muss noch andere Erde obendrüber?

Meine Mutter will ihre kleine Rasenfläche nämlich neu machen und da würde sich dein Tipp im Herbst anbieten zur Umsetzung.

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@Nashota

Mit dem Rasen funktioniert das eher nicht, weil es schweiriger werden dürfte den Boden hart und vor allem eben genug zu machen. eher als Gemüsebeet oder höchstensfalls Wiese.

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@WAYKOW

Bei meiner Mutter ist es maximal 4qm grüne Fläche.

Und bei mir ist Rasen und Wiese dasselbe. ;-)) Mit der Nagelschere getrimmte englische Grünfläche ist nicht mein Fall.

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@Nashota

Das gefällt mir.

Ich hab mich Jahrelang gegen Rasen gewehrt und nachgegeben. Meine Mieter haben nun ihren geliebten 50qm Zierrasen und ich meine 300qm Wildwiese wo sich meine Hummeln, Schmetterlige, Maulwurf, Blindschleiche, Igel und co wohl fühlen und selbst die drei Wespennester dürfen bei mir bleiben. ICh hab so viele Obst- und Beeren im Garten, dass sich die Hummeln gar nicht um die Menschen kümmern.

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@WAYKOW

Das gefällt mir auch. Nichts geht über einen naturnahen Garten, in denen sich auch Tiere wohlfühlen. Ich habe auch viele natürliche Oasen aus Holz und Steinen geschaffen oder was gebaut, wo Tiere Nistplätze oder Unterschlüpfe für sich finden.

Kann man nun auf diese den Winter über gefrostete und im Frühjahr umgelegte Fläche Neu-Rasen ansäen oder nicht? Wenn ja, vorher noch neue Erde drauf oder nicht?

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@Nashota

Natürlich kannst du Gras ansäen. Aber bei einer Rasenneuanlage geht man in der Regel von einer eher harten topfebenen Fläche aus.

Ich kenne jetzt die Bodenzusammensetzung in eurer Region nicht um konkrete Aussagen machen zu können. Ich weiß auch nicht wie kalt es im winter war und wie gut die Brocken zerfallen sind. Vor allem Gras könnte hier Probleme bereiten, da dieses einen sehr dichten Wurzelballen hat. In der Regel sollte dieser zerfallen sein aber garantieren kann ich es nicht. Wie viele Steine sind in der Fläche?

Meine Mutter hat für solche Probleme eine Technik entwickelt. Mit einer Hacke die Fläche durchzuhacken ist wichtig, um noch Restbrocken zu erkleinern. Anschließend nahm sie (sie lebt noch aber Garten ist mein Job geworden) einen Rechen mit harten Zinken und hat diesen wie bei einer Hacke auf die Erde geschlagen um die Erde möglichst fein zu bekommen.

Zusätzliche Erde wirst du benötigen um Unebenheiten auszugleichen und den feinen Samen eine Starthilfe zu geben. ICh würde einen m3 auf 100 qm mindestens rechnen.

Wichtig ist auch für eine Wiese, dass diese möglichst eben und frei von Steinen und groben Wurzeln ist, denn sonst wird es schwer den Boden zu mähen.

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Roundup ist keine gute Idee. Das Zeug baut sich bei weitem nicht so schnell ab, wie die Hersteller behaupten. Es wird mittlerweile schon sonstwo nachgewiesen, wo es nie in 10 Tagen hingelangen könnte. Auch nicht in 20 Tagen oder noch viel länger.

Es steht im Verdacht krebserregend zu sein.

Bitte lasse das!

Das übliche, um einen neuen Rasen unkrautfrei einzusähen ist: Fläche entunkrauten, umgraben. Dann ein Jahr Kartoffeln, in der Zeit grob unkrautjäten. Im nächsten Jahr den Rasen sähen. Das ist die Methode , die hier in der Gegend alle mit etwas Geduld mit Erfolg! gemacht haben.

Gibt obendrein ein Jahr eine gute Kartoffelernte.

Vielleicht gibt es noch bessere Methoden, ich bin da echt keine Fachfrau, aber Roundup ist sicher eine sehr! schlechte Idee.

Es ist schlimm genug, dass das Zeug immer noch in der Landwirtschaft verwendet werden darf. Wie man aber auf die Idee kommen kann, sich so ein Gift freiwillig in den eigenen Garten holen zu wollen, erschließt sich mir beim besten Willen nicht.

In meinem Rasen gibt es Gänseblümchen, Klee und Gundermann. Was ist daran schlimm? Ist schön grün, trittfest und lässt sich durch Mähen kurz halten. Und hübsche Blümchen hat man auch noch.

Das ist wirklich schön für dich! Bei mir ist das leider etwas anders :-(

So kommt man so Ideen.

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