Rollstuhlfahrer und Tattoo-Studio

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9 Antworten

Da vermutlich niemand von uns hier diese Mail mit den Pünktchen geschrieben hat, kann wohl auch keiner erklären, was damit gemeint ist.

Meines Erachtens ist es aber so, dass hier einige Fragen offen sind. Wenn man z.B. zum Tätowieren auf eine Liege muss, dann wäre die Frage, ob der Rollstuhlfahrer alleine dorthin kommen kann oder Hilfe braucht. Oder ob es andere medizinische Dinge gibt, die zu beachten sind.

Und ich sehe es nicht grundsätzlich als ablehnend. Wenn aber die Frage so allgemein und oberflächlich gehalten ist, würde mir als Antwort vermutlich auch nicht mehr einfallen.

Es geht wahrscheinlich unter Anderem um die Durchblutung im Gewebe. Einem Rollstuhlfahrer würde ich zum Beispiel nicht raten, sich den Namen seiner Liebsten auf den Hintern tätowieren zu lassen. Stell dir vor, ein Querschnittsgelähmter merkt gar nicht, dass eine Wundheilungsstörung auftritt. Das wäre sehr ungünstig für den Betroffenen sowie für das Studio. "Der Rollstuhl-Fahrer" sollte einfach mal persönlich im Studio anrufen und seine Situation schildern.

Danke, dass du soweit denkst :) Aber in meinem Fall trifft das nicht zu. PS: Schade, dass man als Rollstuhlfahrer direkt als jemand gesehen wird, der mit seinem unterem Körper gar nichts mehr anfangen kann.

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@Michael815

Nein, das war nicht pauschal gemeint. Es war einfach nur die Ausführung einer von vielen Möglichkeiten. Außerdem stelle ich es mir generell furchtbar unangenehm vor, den ganzen Tag auf einem frisch gestochenen Tattoo zu sitzen :-) Deswegen würde ich mir, als Bürokauffrau, die Kehrseite zum Beispiel nicht gerne verzieren lassen.

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Hi

Vielleicht ist der Tattoo Mensch genau so überrascht über die eigenartige Frage wie ich. Ich würde mir denken: Warum sollte ein Rollstuhlfahrer keine Tattoos bekommen? Wo ist da das Problem? ich würde darüber nachdenken, ob es etwas geben würde, was ein Tattoo nicht möglich macht.

Der nächste Punkt wäre dann, wie groß ist der Rollstuhl. Ist er normal oder hat Umbauten, so das ich ihn nicht vernünftig in meinen Laden oder an den Arbeitsplatz bekomme.

Gruß Nino

ganz einfach, das sie auch rollstuhlfahrer tätowieren. die details muss man vorher abklären, z.b. ob der eingang ebenirdisch ist oder wieviel hilfe der rollstuhlfahrer benötigt.

ich denek tättowierer sind zum teila uch aussenseiter, so das sie jeden der anders als die norm ist, herzlich empfangen

Ich denke schon,dass man dort genauso empfangen wird,wie Personen ohne Rollstuhl.Dies ist halt eine knappe Antwort,dass es möglich ist,also,dass man mit dem Rollstuhl auch ins Studio rein fahren kann.Weil Treppen ohne Rampe wäre dann nicht möglich.

warum musst du überhaupt erwähnen, das du im rollstuhl sitzt?

per email kann man sich nichts oder das schlimmste vorstellen. genau wie du, der auch sofort vorurteile hat und in den sternchen etwas negatves sieht.. woher soll der tätowierer wissen in welchem zustand du bist? es gibt schwer behinderte rollstuhlfahrer, mit spastischen lähmungen. so jemand kann beispielsweise kaum still halten. ich finde du machst dir hier unnötig stress.. es gibt auch genug spinner, die sich dort per mail anonym einen scherz erlauben.

fahr hin, oder ruf an und klär das, spekulationen sind was für märchenfans,aber nix für die realität.

Ich denke, für ihn war es einfach sehr offensichtlich, dass auch Rollstuhlfahrer sich tätowieren lassen können. Wenn ich etwas Offensichtliches erklären muss, schreib ich auch gerne Punkte hinten dran...

hey, vielleicht hat sich der tätovierer ja auch gedacht: warum fragt der da noch extra? immerhin ist ein rollstuhlfahrer ja auch ein ganz normaler mensch, wie jeder andere auch, der nur ein handycap hat. aber deswegen kann man ihn doch trotzdem tatovieren, oder??

glg, julie

Tolle Ansicht! Es sollten mehr Menschen so denken. :) Ich hadere noch damit mich damit zu identifizieren, und fühle mich selber etwas minderwertig.

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@Michael815

Ich sehe da auch eher organisatorische Fragen. Und du hättest es dem Tätowierer vielleicht einfacher gemacht, wenn du mehr Infos gegeben hättest. Z.B. ob du ein Tattoo auf den Arm willst und dabei einfach im Rollstuhl sitzen bleiben kannst. Wenn du auf eine Liege müsstest und nicht alleine dazu in der Lage bist, dann würde er vielleicht Hilfe dafür organisieren.

Das muss man einfach wissen, umso besser kann man deinen Wünschen gerecht werden. Menschen reagieren gegenüber Behinderten oft nur unsicher, weil sie die Situation nicht kennen und nicht wissen, wie man damit umgehen kann. Je mehr man aber weiß und die Zusammenhänge kennt, umso einfacher wird es, damit umzugehen.

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Die Punkte mache ich auch ganz gerne mal!

Ich glaube, du hast schon so viele schlechte Erfahrungen gemacht, dass du mittlerweile überall Diskriminierung witterst........

Leider hast du damit Recht. Ich sehe hinter jeder Kleinigkeit einen Angriff / eine Ablehnung. Auch wenn mir nie etwas negatives in der Hinsicht passiert ist. Unsicherheit vermutlich.

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@Michael815

So lange du "nur" unsicher bist, ist ja alles in Ordnung - denn das Selbstbewusstsein steigt mit jeder genommen Hürde! Aber achte darauf, dass du nie "verbittert" wirst, dann reizt dich jeder einzelne Punkt.......

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