Rollenbild im Büro: Studentin bewirtet Gäste des Chefs

14 Antworten

Du bist als studentische Aushilfe eingestellt. Damit bist Du in der Hierarchie-Ebene sehr weit unten angesiedelt und es ist nicht unnormal, dass auch "Besuchern einen Kaffee anbieten" zu den Aufgaben gehören kann. Ich mache das z. B. auch Zuhause so. Ein Gast bekommt etwas zu Trinken angeboten und ich serviere es ihm sogar - dabei käme ich nie auf den Gedanken, dass ich von ihm als Kellnerin angesehen werden könnte.

Da Dein Chef nun Besuch empfängt und Du diesen bewirten sollst, ist natürlich klar, dass die Hierarchie hier noch einmal deutlich wird, welches Dir offenbar nicht zusagt, da Du ja "studiert" bist. Es handelt sich bei dieser Bitte (im Besonderen scheint er dies ja sehr freundlich und höflich einzufordern) nicht um eine unzumutbare Tätigkeit oder Demütigung Deinerseits - auch wenn es Dir so vorkommt, da Du offenbar glaubst Studierte sollen nicht für so "niedere" Tätigkeiten mißbraucht werden.

Kaffee servieren ist einer Bürokraft / Aushilfe definitv zuzumuten. Beim Toiletten putzen sähe das schon anders aus.

Hallo, vielen Dank für Deinen Kommentar. Ich stimme Deinen Äußerungen zum Großteil zu. Was nicht zu treffen ist, ist die Schlussfolgerung, dass ich aufgrund meines Studiums ein "Problem" damit hätte zu Servieren. Die Tatsache, dass ich studiere hat damit nichts zu tun :-) Vielmehr geht es mir - denke ich - (und das versuche ich grade herauszufinden, sofern das überhaupt geht) eher um das Rollenbild. StudentIN bewirtet Gäste des Chefs, obwohl eigentlich für Büroadministration eingestellt....

Sicherlich hast Du recht und das ist einer Bürokraft "zuzumuten" - wohl fühle ich mich hierbei allerdings weniger :o)

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Was bitte ist bei der Gästebewirtung so negativ?? Dein Sinn muss danach stehen, den Gesprächspartnern Deines Chefs ein angenehme Atmosphäre zu schaffen und dazu dient auch der Kaffe und Gebäck, neben dem freundlichen Autreten beim Bedienen. Dir ist es wohl entgangen, dass Gäste bedienen sogar ein Ausbildungsberuf mit Meister -Aufstiegsweiterbildung ist. Dir wird kein Stein aus der Krone fallen, Du musst Dich nur eine anderen Einstellung dazu durchringen. Hast Du im restaurant noch nie einer Serviekraft gesagt, dass sie den Teller oder das Glas / Tasse auch mitnehmen kann? Wie soll diese sich dabei fühlen? Auch sie ist ein "Gutmensch" und macht ihren Job.

Danke Novos, Deiner Antwort kann ich viel abgewinnen. Das mit der angenehmen Atmosphäre und den Menschen eine nette Zeit zu ermöglichen ist auch etwas, dass ich mir während dessen vor Augen geführt habe,... aber in dem Moment, als ich bspw. den Kaffee gebracht habe und der Mann zu mir meinte, ich könnte den Becher wegräumen, konnte ich nur "schnippig" "Soso" sagen und habe den Becher weggeräumt. Mir tat es hinterher auch leid... vielleicht war es auch halb so wild in dem Moment... ich weiß es nicht. ...

vielleicht ist mir meine Rolle in dem Büro nicht ganz klar und hinzu kommt mein Gefühl, dass mein Chef ggf. vor seinen Gästen etwas "angibt" indem er durch mich als Servier-Kraft zeigt, dass er sich eine "Servier-Kraft" leisten kann (obwohl das ja eigentlich gar nicht in mein offizielles Aufgabengebiet fällt).... und das fühlt sich dann für mich komisch an. Während er mit seinen Gästen nebenan spricht und zwischendurch rüber kommt um mir zu sagen, dass Person X einen Esperro will und Person Y einen Cappuccino ... denke ich mir ja auch, wieso macht er das nicht eben? Das ist ein wenig meine Schwierigkeit..

Ich habe großen Respekt vor Servicekräften und habe auch Freunde die in dem Bereich ausgebildet wurden.

Es ist wirklich spannend, sich über all dies Gedanken zu machen. Danke.

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@hallo123321

Ist es nicht auch eine kleine Ehre, dass Du für das Wohl der Gäste sorgen darfst? Denn eben die "Wohlfühl-Atmasphäre"für die Gäste machen mindestens 30% der Gesprächserfolg aus. Das könnste Du dann auf "Dein konto" schreiben. ich komme aus der Gastrobranche und habe alle Abteilungen und viele unterschiedlcie Rollen ausgefüllt. Selbst dabei habe ich erlebt, dass Gastgeber von Geschäftsessen zu mir gekommen sind und sich bei mir für meine Unterstützung zum Erfolg bedankt haben. Gut es waren schwierige Gäste, aber es waren "meine Gäste" und da muss ich mein Bestes geben.

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Ja, du stellst dich an. Dein Chef selber wird die Gäste wohl kaum selber bewirten können, diese Rolle fällt in der Regel dem Rangniedrigsten zu. Da du eine Aushilfe bist scheint mir das nur angemessen.

Nein, so ist das nicht. Natuerlich kann er das selbst.

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@Ernestine178

Das hat aber auch eine entsprechend negative Außenwirkung. In der Regel ist das die Aufgabe der Sekretärin oder der Referentin/des Referenten - je nach dem.

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Grundsätzlich muss man in der Dienstzeit das machen was einem befohlen wird von oben. Und als Angestellter ist man nunmal ganz unten, leider.

Hast du den einen Dienstvertrag wo das drinnen steht was du machen musst?

Das das nervig ist ist leider wahr, doch man ist ja schließlich den Vertrag eingegangen.

Wenn man wo arbeitet wo man besser bezahlt wird - was neben dem studium schwer zu finden ist - dann wird man eher nicht für solche Arbeiten herbeigezogen sondern nur für Tätigkeiten die der Ausbildung die man hat entsprechen.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Hallo, die aufgabe ist doch vollkommen okay. bringt bisschen abwechsliung und ist leicht verdientes Geld. Wenn eine neue Aushilfe oder Praktikant kommt muss dieser die Aufgabe vlt übernehmen. lg

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