Rolle des Investiturstreits begründen für den modernen Verfassungsstaat?

... komplette Frage anzeigen

3 Antworten

Die zur Zeit des Investitutrstreits herrschende Reichsverfassung (kodifiziert wurde sie erst mit der Goldenen Bulle Kaiser Karls IV im Jahr 1356) sah einen Primat der Politik über die Kirche vor. Kirchliche Fürsten mussten vom König berufen und/oder bestätigt werden, so dass der weltliche Herrscher des Reichs eher seiner Politik genehme Bischöfe einsetzen konnte.

Die Auswirkungen des Investitutstreits liefen dahin, dass diese Machtbalance zugunsten der Kirche verschoben wurde und diese einen wesentlich stärkeren Einfluss auf die Recihspolitik gewann.

Der moderne Verfaasungsstaat regelt die Gewaltenteilung explizit, indem er Souverän (das Volk und sein Parlament), Regierung und Rechtsprechung trennt und die staatlich relevanten Vorgänge keinem Machtspiel zwischen zwei Personen und deren Durchsetzungsfähigkeit unterwirft.

Dies ist sozusagen eine späte Lehre aus dem Investiturstreit.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Die strikte Trennung von Kirche und Staat scheint sinnvoll, wenn man den Investiturstreit betrachtet.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?