Roche-Grenze

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2 Antworten

Hallo Bquadrat!

Beim Unterschreiten der Roche-Grenze überwiegt die Stärke der Gezeitenwirkung das Vermögen eines Himmelskörpers seine inneren Stabilität (durch seine Eigengravitation) zu bewahren.

Die Gezeitenwirkung

- kurz gesagt ist das die unterschiedlich starke Gravitationswirkung in verschieden weit von einem anderen Himmelskörper entfernten Bereichen des betroffenen Himmelskörpers -

wirkt durchwalkend bis zerreißend, sie übertrifft die (stabilisierende) Stärke der Eigengravitation: der Himmelskörper wird letztendlich fragmentiert.

Das die Ringsysteme von Planeten wie etwa Saturn innerhalb dieser Grenze liegen, ist so gesehen kein Zufall, was nun Erwägungen zu ihrem Ursprung betrifft.

Was den Formalismus zu der Berechnung der Roche-Grenze betrifft (Zusammensetzung, flüssige Körper, feste Körper, Herleitung etc.): der Wikipedia-Beitrag dazu ist gut geglückt.

LG

Exzellente Antwort!

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@Altair080

Danke fürs Sternchen, das hoffentlich außerhalb der Roche-Grenze bleiben möge ...

:-)

LG

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vielleicht "...weil eine Gezeitenkraft auf ihn wirkt...." sie entsteht ja nicht erst sondern wirkt schon außerhalb der Roche-Grenze, nur überschreitet sie dort nicht die Gravitationskraft die das Material des eindringenden Körpers zusammenhält. An/unter der Grenze ist sie dann eben stark genug um den Körper zerfallen zu lassen.

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