Ist es richtig, dass die RLV im Todesfall des ledigen, kinderlosen VN an die Bank fällt, wenn kein eingetragener Begünstigter vorhanden ist?

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3 Antworten

Der Begünstigte kann bis zur Auszahlung der RLV geändert werden. D.h. die Erben können auch nach den Tod einen Begünstigten festlegen. Hierbei sind allerdings die Verjährungsfristen zu beachten.

Naja nein. So war es eben nicht. Das Geld wurde von der Bank einbehalten.

Sie meinen die Versicherung weigert sich an die Erben zu zahlen. Zunächstmal muß die Versicherung zur Zahlung aufgefordert werden und in Verzug gesetzt werden.

Wenn die Versicherung nicht zahlt, obwohl eine RLV bestand, dann muß sie die Weigerung der Zahlung auch begrüden. Ob die Weigerung dann rechtens ist oder nicht kann man so pauschal nicht sagen.  In diesen Fall ist es aber in jeden Fall sehr sinnvoll, einen Anwalt einzuschalten. Die Erstberatung kostet ca. 250€ danach geht es nach Streitwert. Wichtig ist hier, die Versicherung vorher in Verzug gesetzt zu haben, um die Anwaltskosten als Verzugsschaden geltend machen zu können.

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Kommentar von kodiaks
10.11.2015, 10:44

Vielen Dank für Ihre Antwort. Es war wohl so, dass die Versicherung die Restsumme einbehalten hat, weil es keinen Begünstigten gab . Damit wurde sich wohl abgefunden, der Testamentsvollstrecker ist dem nicht weiter nachgegangen. Mich als Teil einer insgesamt 8köpfigen Erbengemeinschaft beschäftigt das bzw die Rechtmäßigkeit immer mal wieder. Kennen Sie die Verjährungsfristen? Der Todesfall war schon 2011.

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Kommentar von Apolon
16.03.2016, 16:13

 Der Begünstigte kann bis zur Auszahlung der RLV geändert werden.

Ja - aber nur vom Versicherungsnehmer.

  D.h. die Erben können auch nach den Tod einen Begünstigten festlegen

dies ist völliger Unsinn.

Nein die Versicherungssumme wird nicht an den Erben, sondern an den Bezugsberechtigten im Todesfall ausbezahlt.

Ist kein Bezugsberechtigter eingetragen, entscheidet unter Umständen das Nachlassgericht auf Grund der ihm vorliegenden Unterlagen.

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Hallo kodiaks,

das Bezugsrecht ist ein Passus im Vertrag, der regelt wer beim Eintritt des Versicherungsfalls die Leistung erhält.

Dies wird bei Abschluss der Versicherung im Antrag festgelegt und in der Police dokumentiert. Das Bezugsrecht ist kein Teil des Nachlasses, sondern eine Schenkung. Man kann also jede beliebige Person benennen. Das können Ehepartner, die Kinder, Freunde aber auch juristische Personen sein.

Das Bezugsrecht sollte möglichst konkret und eindeutig formuliert sein. Es kann, solange es als widerrufliches Bezugsrecht formuliert ist, jederzeit und beliebig oft geändert werden.

Wenn kein Bezugsberechtigter das Bezugsrecht erwirbt, fällt die Versicherungsleistung an den Versicherungsnehmer zurück. Da dieser verstorben ist, erhalten die Erben die Leistung.

Falls eine Risiko-Lebensversicherung abgetreten ist, wird das Bezugsrecht in Höhe des Sicherungsbetrages für diese Zeit aufgehoben. Im Leistungsfall wird zunächst der Abtretungsgläubiger in Höhe der vereinbarten, abgetretenen Summe bedient. Darüber hinausgehende Leistungen werden dem Bezugsberechtigten ausgezahlt.

Viele Grüße

Bernhard Gabriel, CosmosDirekt

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Dann geht das Geld auf das Konto des Verstorbenen. Geld bekommen dann die Erben. 

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Kommentar von kodiaks
10.11.2015, 00:12

Naja nein. So war es eben nicht. Das Geld wurde von der Bank einbehalten. 

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