­čś│Ritzen, Hilfe. Eltern!?

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2 Antworten

"Es war eine einmalige Sache und ich bereue es auch mega."

Das ist wichtig, dass du genau das auch deinen Eltern vermittelst und ihnen die Ängste nimmst, die jetzt gerade bei ihnen aufkommen beziehungsweise schon aufgekommen sind. 

Im Endeffekt hast du den richtigen Ansatz also schon gefunden und jetzt geht es darum, dass dies auch bei deinen Eltern ankommt und dafür ist es wichtig, dass ihr miteinander sprecht - lasse diesen Gesprächsimpuls ruhig von dir ausgehen. Frage einfach, ob sie Zeit hätten weil du gerne mit ihnen sprechen würdest wollen - natürlich kannst du auch nur mit deiner Mutter oder nur mit deinem Vater sprechen, es obliegt dir, ob du vor beiden reden möchtest oder lieber erst einmal nur mit einem Elternteil.

Im Gespräch kannst du dann, in aller Ruhe, erklären, was eigentlich genau passiert ist. Dazu gehört, was dir durch den Kopf ging und du, so verstehe ich dich, aus einer Kurzschlussreaktion heraus dich selbst verletzt hast. Dabei sollte auch das benannt werden, was du hier bereits geschrieben hast - das du es für eine einmalige Sache hältst, es auch vorher nie vorkam und du es bereust. Womöglich bist du mit dem Ausgang auch selbst sehr unzufrieden und auch das gehört in dieses Gespräch. 

Wichtig ist dabei, dass du ehrlich und ruhig bleibst. Sollte es also nicht das erste mal gewesen sein, du diesen Impuls öfter haben oder ähnliches, dann ist es unabdingbar, dass du dies ansprichst - schlussendlich soll dieses Gespräch Klarheit schaffen und das geht nur, wenn du auch ehrlich bist.

Weiterhin sollte der Zeitpunkt gut gewählt sein. Zwischen Tür und Angel sollte so ein Gespräch nicht geführt werden, denn an Zeit sollte es nicht mangeln und in einer stressreichen Situation, könnte das Gespräch seine Konstruktivität verlieren. Es ist Wochenende, wenn also gerade Ruhe bei euch herrscht, dann kannst du diese nutzen und es vielleicht sogar noch heute zur Sprache bringen - desto früher es geklärt ist, desto besser ist es für alle Beteiligten. 

Mache dich unter keinen Umständen aber selbst wahnsinnig. Solche Kurzschlussreaktionen sind sicherlich nicht schön und selbst wenn es sich um ein tiefergehendes Problem handeln, dann ist dies auch sicher nicht leicht für dich aber selbst dann gibt es Mittel und Wege, dem entgegenzuwirken. Wie man im Volksmund sagen würde "Nicht schön aber kein Weltuntergang.".

Wenn du noch Fragen hast, dann kannst du gerne einen Kommentar oder eine private Nachricht schreiben - ich bemühe mich schnellstmöglich zu antworten.

Ich wünsche dir für das Gespräch und auch für die Zukunft alles Gute.

Liebe Grüße.

Danke erstmal für die Antwort. Genau das hab ich ihr vorhin gesagt. Und sie glaubt mir. Ich glaube sie versteht mich. Ich habe ihr auch gesagt dass es einmalig ist und nicht mehr vorkommen wird. Trotzdem möchte sie es meinem Vater noch erzählen und davor hab ich total Angst. Du hast mir sehr geholfen.

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@Monatissa

Es ist gut, dass du dieses Gespräch mit deiner Mutter bereits hattest und es so gut ausging. Ich denke, dass es fair ist, wenn auch dein Vater darüber in Kenntnis gesetzt wird. Wenn deine Mutter bereits im Bilde ist und wohl verstanden hat, wie es dazu kam, wird sie dies auch deinem Vater vermitteln können - im Zweifel kannst du es ihm auch nochmals genauso erklären. 

Du stehst, durch deine Mutter, nicht mehr alleine da und auf diese Sicherheit kannst du auch setzen. Wenn du diese beißende Unsicherheit jedoch nicht los wirst, dann kannst du natürlich auch nochmal auf deine Mutter zugehen - vielleicht kann sie dir auch Ängste nehmen.

Je nach der Beziehung zu deinem Vater und deiner Einschätzung, schließlich kennst du ihn wohl am Besten, kannst du auch direkt an dem Gespräch teilnehmen. Sollte deine Mutter also etwas falsch wiedergeben oder dein Vater etwas sagen wollen, dann kannst du direkt darauf reagieren und auch deeskalieren - das ist oftmals die bessere Alternative, denn wenn sich jemand, durch aufkommende Emotionen bedingt, erst einmal "hochgeschaukelt" hat, dann ist es schwer noch ein ruhiges Gespräch zu führen.

Du hast das bis hier hin schon sehr gut gemeistert und ich denke, dass du auch dies ebenso gut hinbekommen wirst. Das du jetzt aufgeregt bist, ist verständlich aber diese wird danach auch wieder von die abfallen und ist erst einmal alles geklärt, dann wird der "Zwischenfall" auch nicht mehr so präsent im Raum stehen.

Nur Mut.

Liebe Grüße.

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Wenn du dich wegen einer harmlosen Auseinandersetzung mit deiner Mutter aus lauter Verzweiflung ritzt,  was machst du dann bei größeren Problemen? Deine Aggressionen gegen andere richten, anstatt gegen dich selbst? Dir noch größere Schmerzen zufügen, um den seelischen Schmerz zu überdecken? Deinen Eltern noch größere seelische Schmerzen zu bereiten als du es jetzt schon getan hast? 

Wenn du jetzt schon ritzen als Lösung ansiehst, wirst du es bei nächster Gelegenheit wieder tun. 

Ob du deine Eltern beruhigen kannst, halte ich für zweifelhaft. Ich als Mutter würde dir nicht mehr vertrauen und dich täglich von Kopf bis Fuß kontrollieren.  

Auf diese Art und Weise Ängste und ein schlechtes Gewissen weiter zu schüren, ist vollends destruktiv. 

Es gibt viele Eltern, die sich die Zeit für ihr Kind nehmen und selbst bei angehenden psychischen Problemen, sich damit auseinandersetzen und ein Verständnis dafür entwickeln, was mit ihrem Kind passiert. Zumeist sind die Betroffenen selbst mir der Situation überfordert und zunehmend verunsichert. Jedoch ist eine solche Situation nicht unlösbar, allerdings wird die Lösungsfindung massivst ausgebremst oder sogar behindert, durch Gesprächs- und Offenbarungsängsten - deine Antwort erzeugt genau dies.

Frage dich bitte, bevor du eine Antwort schreibst, ob du helfen möchtest oder nur Angst schüren willst, indem du verbal "auf den Fragesteller einprügelst"

Grüße.

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Es war eine grosse Auseinandersetzung. Ich hatte schon lange nicht mehr so einen grossen Streit mir ihr.

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Danke @EinNarr

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@mariontheresa

Man muss allerdings, im Anbetracht deiner Forderung nach Akzeptanz, auch mit dem entsprechendem Feedback umgehen können und diesem selbige Akzeptanz einräumen - insbesondere dann, wenn man "unbequem" sein möchte. Weiterhin sollte man sich der Tragweite seiner Antwort bewusst sein, insbesondere wenn es um solche Themenkomplexe geht.

Dir steht es selbstverständlich frei, auch auf meine Antwort respektive Kommentar zu reagieren. 

Liebe Grüße.

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@EinNarr

Ich wüsste nicht, dass ich deine Antwort in irgend einer Weise kritisiert hätte. 

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@mariontheresa

Das habe ich auch nicht behauptet. 

Ich habe dich schlicht dazu eingeladen dies zu tun, sofern du eine andere Auffassung vertreten solltest. Zu verstehen war dies als ein Zeichen dafür, dass Kritik oder Anmerkungen, in welcher Form auch immer, nicht immer gleichzusetzen sind mit fehlender Akzeptanz.

Liebe Grüße.

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