Ritalin und Nebenwirkungen...?

...komplette Frage anzeigen

8 Antworten

Hallo, ich bin Konsument. War zudem abhängig und habe eine große Bandbreite an Substanzen konsumiert und häufig auch mehrfach überdosiert. Kannst dir Meine Antworten mal durchlesen und dich davon überzeugen, dass ich mich wirklich auskenne. So zu deiner Frage. Ich wehre mich gegen den Begriff »Droge«. Dieses Wort ist lediglich ein Name, welcher meistens abwertend gemeint ist. Es handelt sich um Substanzen und nicht diese einzelnen Stoffe sind das Problem, sondern wir, da eben wir Menschen auf bestimmte Stoffe reagieren. Wir sind der Fehler, nicht die einzelnen Substanzen. Die Evolution hätte genau so gut zu dem Punkt führen können, dass wir auf Salz oder Zucker reagieren oder einen Rausch erhalten. Wir reagieren und nicht die Stoffe. Missbrauchen kann man zudem alle Stoffe. Wie man selbst auf die einzelnen Substanzen reagiert, ist jedoch eine andere Frage. Aber wenn ich mich mal nicht gegen den Begriff »Droge« wehre und mich auf deine Frage beziehe, so ist es nicht korrekt, dass ein Stoff erst dann zur Droge wird, wenn man ihn missbraucht, eine psychoaktiv wirkende Substanz ist immer eine »Droge«, ob man sie nun missbraucht oder nicht. Aber da ich ja schon den Begriff »Droge« wehre, erübrigt sich diese Erläuterung, zumindest meiner Ansicht nach. Nun konkret zum Ritalin, es handelt sich bei dem Wirkstoff um Methylphenidat (MPH), ein Stimulanzium und Symphatomimetikum, welches gleichzeitig ein Derivat Amphetamins ist (Speed/PEP). MPH wirkt genau so wie Kokain. Es ist ein Dopamin- und Noradrenalinwiederaufnahmehemmer, wobei es jedoch vermehrt die Dopaminkonzentration im Gehirn beeinflusst. Der Serotoninspiegel wird hingegen kaum bis gar nicht beeinflusst. Es wirkt vielleicht nicht so intensiv wie Kokain und besitzt ein vollkommen anderes Molekül, aber insgesamt löst es die gleiche(n) Wirkung/Emotionen aus. So wird das Selbstbewusstsein hoch gepusht, der Körper wird in einen Alarmzustand versetzt, wodurch man das Gefühl hat, konzentrierter, motivierter und und leistungsfähiger zu sein. Gleichzeitig kann es zu »kalten« euphorischen Gefühlen kommen. (Kalt bedeutet, dass man auf sich fixiert ist, und die warme Emphatie oder Verbundenheit mit anderen Personen ausbleibt (wie beispielsweise bei MDMA/Ecstasy, welches hauptsächlich die Serotoninkonzentration beeinflusst) zudem überschätzt man sich auf Methylphenidat schnell, sowohl körperlich, als auch geistig. Diese Wirkung tritt jedoch nicht bei allen Menschen so auf. Menschen mit einem Aufmerksamkeitsdefizit (ADHS) werden durch therapeutische Dosen ruhiger und konzentrierter. Größere Überdosen wirken jedoch auch bei solchen Menschen irgendwann stimulierend. Da der Kreislauf angekurbelt wird und der Körper in einen Alarmzustand versetzt wird, haben fast alle Konsumenten auch mit Nebenwirkungen zu kämpfen, sehr häufig handelt es sich bei diesen Nebenwirkungen um verminderte Hunger- und Durstgefühle, erhöhten Schweißfluss, Schlafprobleme und innere Unruhe. Körperlich kann der Konsum Tachykardie (also beschleunigten Puls oder auch Herzrhythmusstörungen) nachsichziehen, sowie auch zu einem erhöhten Blutdruck führen. Sehr unangenehm kann der Rebound nach dem Konsum werden. Gemeint ist eine depressive Stimmung, aufgrund der extremen Überstimulation der Synapsen. Diese Gefühle können mehr oder weniger intensiv ausfallen, je höher die Dosis, desto größer der Kontrast und stärker der Rebound, allerdings gibt es aber auch hier von Person zu Person Unterschiede. Insgesamt gibt es aber eine sehr große Bandbreite an Nebenwirkungen, welche ich jedoch nicht nennen werde, da es mir zu aufwendig ist, diesbezüglich kann Google helfen. Zu deiner letzten Frage, ja es gibt alternative Medikamente, beispielsweise Attentin oder Elvanse. Beide Medikamente enthalten den Wirkstoff Dexamphetamin, eine Form der bekannten Substanz Amphetamin, jedoch ohne den Bestandteil »Levoamphetamin«, was vermutlich die körperlichen und unerwünschten Nebenwirkungen eindämmt. Während Attentin reines Dexamphetamin enthält, so handelt es sich bei dem Wirkstoff von Elvanse um Lisdexamphetamin. Es fehlt ebenfalls der Levo-Anteil, jedoch wurde das Dexamphetamin zusätzlich mit Lysin verknüpft, wodurch es noch länger wirkt. Beide Medikamente wirken deutlich angenehmer und länger und da der Push nicht so extrem ist, ist auch das »Runterkommen« nicht so unangenehm wie bei MPH. Auch das »Anfluten« dauert wesentlich länger als beim »kickartig« wirkenden MPH. Da diese Eigenschaften gerade bei Elvanse fehlen, ist dieses Medikament kaum missbrauchsfähig (Elvanse sogar noch weniger als Attentin), im Gegensatz zu Ritalin, welches von mehreren Pharmaunternehmen prdozuiert wird und auch in einer Form erhältlich ist, welche man intranasal (über die Nasenschleimhäute) konsumieren kann, was den Aufbau der Wirkung, sowie auch die eigentliche Wirkdauer verkürzt, aber auch intensivieren kann.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von DIE5ZELLE
30.10.2015, 22:53

Fortsetzung (Platzmangel) !!!ACHTUNG!!! Alle Erläuterungen meinerseits sind lediglich zu Informationszwecken gedacht und sollen niemanden zu verbotenen und gefährlichen Handlungen verleiten. Alle genannten Substanzen fallen unter das deutsche Betäubungsmittelgesetz (Anlage 3), weshalb der Vertrieb strafbar ist und das Medikament nur von einem Arzt verordnet werden darf. Ich hoffe ich konnte deine Fragen beantworten, wenn ja kannst du mir das ja irgendwie mitteilen und wenn weitere Fragen zu diesem Thema bestehen oder aufkommen, so kannst du dich zudem jederzeit an mich wenden. MfG die Zelle

1
Kommentar von DIE5ZELLE
30.10.2015, 23:12

Ach ja du erwähntest den Begriff »Einstiegsdroge«. Diese Definition ist nicht eindeutig und man kann Substanzen nicht eindeutig in »Einstiegsdrogen« oder »harte« und »weiche« Drogen unterteilen. Es gibt keine allgemein gültigen Kriterien, nach denen diese Unterteilung vorgenommen werden könnte. Man kann zudem nicht einfach jede Droge mit jeder weiteren Droge vergleichen, da zwischen den unterschiedlichen Arten von Stoffen ganze Welten liegen. Man kann aber, ebenso wie es die Medien machen, hingehen und die Substanzen nach dem möglichen Schaden und ihrem Abhängigkeitspotenzial unterteilen. Demnach wäre Ritalin im unteren Mittelfeld. Eine sanfte Droge ist es keineswegs, ich habe die 10fache Überdosis genommen und sowas kann durchaus irgendwann lebensgefährlich werden, zudem kann der Dauerkonsum ein Delirium oder eine Psychose nach sich ziehen und selten leiden Betroffene direkt nach dem Konsum unter Suizidgedanken. Wenn man nun Kreislaufzusammenbrüche, Gewichtsverlust, Dehydrierung und sonstige Folgen miteinbezieht, so ist das mit dem Konsum (missbräuchlich oder therapeutisch, wobei Missbrauch natürlich noch riskanter ist) von Methylphenidat verbundene Risiko nicht gerade gering und sollte nicht unterschätzt werden, auch wenn es ein Medikament ist, so ist es dennoch nicht harmlos und durch eine schnelle Ausprägung einer Toleranz, wird gerade beim missbräuchlichen Konsum viel zu hoch dosiert. Noch eine kleine Zusatzinfo für euch: Der Mischkonsum ist ebenfalls riskant. Alkohol und Methylphenidat reagieren beispielsweise im Magen zu Ethylphenidat, eine dem MPH sehr ähnliche Substanz, welche jedoch erheblich stärker wirkt und schnell gefährlich werden kann. Dieser Stoff ist daher auch illegal in Deutschland und darf auch nicht von einem Arzt verschrieben oder verkauft werden. Methylphenidat ist zwar nicht so extrem gefährlich und schädlich wie andere Drogen, aber auch nicht harmlos, denn immerhin fällt es ja auch unter das deutsche Betäubungsmittelgesetz, wenn auch in Anlage 3 statt 1, wie Ethylphenidat. MfG Die Zelle

0

1. Wenn man es missbraucht, ist jedes Medikament als Droge zu werten, grob gesagt kann man Ritalin als "Speed auf Rezept" bezeichnen
2. Über einen Psychiater oder Neurologen, der nach ausführlicher Diagnostik (lange Wartezeiten, hohe Kosten, durch zwingenden Nachweis des Vergangenheits-Kontext und Fremdeinschätzungsverfahren schwer vorzutäuschen) ein BTM-Rezept ausstellt
3. Siehe Beipackzettel online
4. Methylphenidat und Atomoxetin, in den USA auch L-Amphetamin und D-Amphetamin als isolierte Isomere des Amphetamins. Offlabel noch etliche mehr aber mit völlig anderer Pharmakokinetik.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Kurz und knapp : bei jemandem ohne AD (H)S wirkt ritalin wie sehr starker Kaffee. Es macht zwar eher wach aber durch die anregende Wirkung keinesfalls konzentrierter. Wenn jemand damit meint besser lernen zu können ist es eher auf einen Placebo Effekt zurück zu führen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von 4nn4l3n4
30.10.2015, 17:34

Dann verstehe ich nicht, warum es bei Patienten mit ADHS verwendet wird. Sie sind ja wach, sie sind hyperaktiv. Ritalin wird bei ihnen ja verwendet um sie konzentrierter zu machen, oder habe ich da was komplett falsch aufgefasst? Ich steh grad auf dem Schlauch

0
Kommentar von melinaschneid
31.10.2015, 01:46

Bei AD (H)S Patienten wirkt ritalin paradox. es macht ruhiger. es gibt übrigens auch ads was viele vergessen. Diese Leute sind eher in sich gekehrt und nach außen ruhig. Diese Unruhe die adhs'ler eben auch nach außen tragen entsteht dadurch das das Gehirn nicht alle ankommenden Signale verarbeiten kann. Ritalin regt aber diese Rezeptoren an wodurch adhs'ler diese Informationen verarbeiten können. Dadurch wird man vor allem innerlich ruhiger. Das konzentrierter werden ist nur einer der Effekte den methylphenidat bewirkt.

0
Kommentar von melinaschneid
31.10.2015, 01:51

Du musst dir vorstellen das das Gehirn eines AD(H)S betroffenen mit ritalin so wirkt wie das eines "gesunden " Menschen. Nimmt ein gesunder Mensch dieses Medikament ist das Gehirn schlicht über erregt. Und ein über erregtes Gehirn kann Informationen einfach nicht korrekt verarbeiten.

0

1. Riatalin ist eine Droge, es gehört zu den Amphetaminen, Speed genannt. Ritalin wird oft als Hirndoping benutzt bzw. mißbraucht, weil es ja Aufmerksam steigend wirkt. 2. Ritalin ist verschreibungspflichtig und nicht so leicht zu bekommen, es sei denn, man hat ein ADS-Kind, das das Zeug ständig vorrätig hat. 3. Ritalin hat massenweise Nebenwirkungen, im Grunde die, die andere Psychopharmaka so mit sich bringen, aber es macht nicht dick. 4. Sorry, der Wirkstoff heißt Metylphenidat, das sollte reichen, weiter Hilfen zur Drogenbeschaffung gebe ich nicht. 

Medikamente aus der Gruppe der Amphetamine gibt es nicht mehr, die alten Psychopharmaka dieser Machart sind längst vom Markt genommen. Das ist auch gut so...fang den Sch...erst gar nicht an, Medikamentenabhängigkeit ist nicht lustig, ich kenne das, wenn es auch "nur" Benzos waren.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Es kann man als "Einstiegsdroge" zählen. Ritalin ist meines Wissens nach verschreibungspflichtig und wird gerne zum "Pushen" genommen. Ritalin macht/hält wach. Steigert im gewissen Sinn die Produktivität.. In einige Filmen bezüglich Informatik wird soetwas oft und gerne gezeigt, daher auch das mehr oder minder verbreitete Vorurteil, dass Informatiker Ritalin nehmen, wenn etwas ansteht.. Das Vorurteil kann ich definitiv nicht bezeugen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

1. klar ist es eine droge. unabhängig davon ob man es missbraucht oder nach ärtzlichem rat einnimmt. einstiegsdroge? das ist sowieso ein märchen.

2. schwarzmarkt oder mit rezept in der apotheke

3. die üblichen amphetamin nebenwirkungen

4. alle anderen amphetamine sind mehr oder weniger ähnlich.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von 4nn4l3n4
30.10.2015, 18:42

Was meinst du mit Einstiegsdroge und Märchen?

0

Du wirst lustlos und hast keinen Appetit mehr
Außerdem kommen noch Bauchschmerzen
Und naja kann sein das du am plötzlichen Tod sterben kannst

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

da will wohl wer bissl dopen

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von 4nn4l3n4
30.10.2015, 10:34

Hat da jmd etwa Erfahrung? 😏

0
Kommentar von Mainsoks
30.10.2015, 10:35

hahhaa mein erster Gedanke ;) uni stress und so haha

1
Kommentar von Mainsoks
30.10.2015, 10:36

Kollege von mir hat die damals bekommen ;) er war sehr konzentriert und fleißig, Nebenwirkungen ... manchmal Kopfschmerzen

0
Kommentar von 4nn4l3n4
30.10.2015, 10:39

Haha ich bin nicht an der Uni sondern in 9ten 😂😂 Danke trzd😂😂

0

Was möchtest Du wissen?