ritalin hilft bei psychose kann es verschrieben werden?

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7 Antworten

Methylphenidat (Ritalin & Co.) sind bei Psychosen absolut kontraindiziert! Dies hat auch seinen guten Grund.

Man geht davon aus, dass bei Psychosen ein Überangebot an Dopamin (ein Botenstoff im Gehirn) vorhanden ist. Medikamente wie Neuroleptika versuchen genau dies zu korrigieren, in dem sie den Dopaminspiegel senken.

Methylphenidat (MPH) ist wie alle Amphetamine genau das Gegenteil. Es hebt den Dopaminspiegel im Gehirn an, in dem es die Wiederaufnahme des Botenstoffens im synapsischen Spalt hemmt.

MPH ist herrvorragend wenn es um die Behandlung von ADHS geht, doch eine absolute Katastrope bei Erkrankungen aus dem psychotischen Formkreis. Rühr das Zeug nicht mehr an, schon gar nicht ohne Absprache mit dem Arzt.

Auch grundsätzlich solltest du nicht auf eigene Faust mit rezeptpflichtigen Medikamenten herumexperimentieren, es sei denn du bist scharf darauf einen Rückfall zu erleiden.

PS: Kenne selbst jemand, der aufgrund von Lisdexamphetamin (auch ein Medikament auf Amphetaminbasis zur Behandlung von ADHS) einen psychotischen Rückfall hatte.

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Wenn ein Arzt es für vertretbar erachtet, wirst du keine Schwierigkeiten haben, dass er dir das Medikament verschreibt.

Ich habe meinen Ärzten zuweilen auch schon mal den einen oder anderen Vorschlag gemacht, ein bestimmtes Medikament zu versuchen, auf das ich aufmerksam geworden war. Sie haben es mir dann entweder verschrieben oder aber auch gesagt, dass es für meine Erfordernisse nicht in Frage kommt.

Ob das Ritalin für dich in Frage kommen kann, kann ich hier nicht beurteilen. Sprich einfach mit deinem behandelnden Arzt darüber.

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Ich weiß nicht, ob es dir bewusst ist, aber mit diesem Versuch habt ihr gegen das Betäubungsmittelgesetz verstoßen.
Dein Freund hat dafür zu sorgen, dass sein Medikament nicht für andere zugänglich ist.
Wir haben dafür unterschreiben müssen, als unser Sohn sein ADHS-Medikament bekam.
Bei nicht ADHSlern wirkt das Zeug eher wie Drogen, deshalb glaube ich kaum, dass du solch eine beschriebene Wirkung verspürst.
Bei Psychosen ist das eher kontraproduktiv.

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Selbstmedikation ohne Plan kann Dir den Horrortrip Deines leben verpassen, von dem Du dann nie mehr runter kommst.

Überlass das also den Ärzten, die wesentlich besser wissen was sie tun als Du oder beiß irgendwann ins Gras – und das meine ich in der allgemein gültigen Metaphorik.

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Methylphenidat ist bei Psychosen kontraindiziert. Das bedeutet es darf gar nicht verschrieben werden.

Im schlimmsten Fall werden Psychosen davon ausgelöst!

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Methylphenidat - so heisst der Wirkstoff - hat eigentlich Wirkungen, die den von Dir beschriebenen genau gegenteilig gegenüber stehen. Hier mal ein Ausschnitt:

Häufig (1 von 100 bis 1 von 10): Appetitlosigkeit, Angstgefühle,
anfängliche Schlafstörungen, depressive Verstimmung, Nervosität, Unruhe,
Agitiertheit, Aggressionen, Zähneknirschen, Depressionen, verminderte Libido, Verwirrung, Spannung, Schwindelgefühl, Zittern, Ameisenlaufen
(Kribbeln), Dämpfung (Sedierung), Spannungskopfschmerzen, verschwommenes Sehen, Drehschwindel, Schmerzen in Nasen-Rachenraum, Aufstoßen (Dyspepsie), Erbrechen, Verstopfung, übermäßiges Schwitzen, Muskelspannung, Reizbarkeit, Gewichtsverlust, Muskelzuckungen (Tic), emotionale Labilität.

Verspannungen dürften eher nicht gelöst werden, da ausdrücklich von Muskelzuckungen und Muskelspannung geschrieben wird. Von den Psychosen hat Dir schon jemand anders geschrieben.

Medikamente haben aber nicht "bei mir diese" und "jenem eine andere" Wirkung. Das ist ungefähr so wissenschaftlich wie: "mich macht Fett dick" und "mich macht Fett dünn". Daran ändert auch nichts, dass Psychiater gerne selbst so antiwissenschaftlich plappern. In jedem anderen Fachgebiet der Medizin würde ein Student, der so redet, aus dem Studium gekantet.

Wenn Personen gegenteilige als die chemisch erwartbaren und bekannten WIrkungen spüren, so ist dies durch den Placebo-Effekt zu erklären: Du wünschst Dir eine Wirkung und verspürst sie dann auch. Dein Glaube und Willen ist in diesem Falle stark genug, um womöglich sogar die Wahrnehmung der gegenläufigen tatsächlichen Wirkung zu unterdrücken.

Manche Menschen neigen weniger, manche mehr, zum Placebo-Effekt. Eigentlich ist nix gegen ihn einzuwenden. Er könnte wunderbar sein. Wenn Du ein Placebo-Typ bist, könnte jemand, dessen Autorität du vertraust, Dich durch harmlose Mehltabletten von Deinen Beschwerden heilen. Ganz ohne jede Nebenwirkung, wunderbar. Das beste Medikament, das man sich überhaupt nur vorstellen kann!

Er ist aber gefährlich, wenn es dazu führt, dass Du Dir die Placebo-Effekte nicht mit Mehltabletten, sondern so gefährlichen Chemikalien wie verschreibungspflichtigen Medikamenten holst.

Und damit auch alle ihre Nebenwirkungen. Wie hier bei Methylphenidat nur die oben genannten häufigsten.

Für Wirkungen, die mit Wasser erreichbar wären, handelst Du Dir somit womöglich 5, 10 oder 20 Jahre weniger Lebenserfahrung ein.

Wahnsinn...

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Ritalin darf ausdrücklich gerade bei Psychosen nicht verschrieben werden, da es solche verstärken kann! Besprich dies mit deinem Psychiater. 

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